Drinnen und draußen Thripse: Den Schädling erkennen und bekämpfen

Andere Namen: schwarze Fliege, Blasenfuß, Fransenflügler, lateinisch: Thrips haemorrhoidalis

Thripse sind kleine, schwarze Fluginsekten, die es sich tagsüber vor allem auf der Blattunterseite gemütlich machen. Sie werden oft mit neuen Zimmerpflanzen eingeschleppt, fühlen sich aber auch im Gemüsegarten wohl. Knoblauchtee, Nematoden und Blautafeln können bei der Bekämpfung der Schädlinge helfen.

Schwarze Fliegen
Thripse verstecken sich normalerweise tagsüber auf der Blattunterseite der Pflanzen. Bildrechte: IMAGO / ZUMA Wire

So schädigen Thripse die Pflanzen

Blasenfüße knabbern die Pflanzen an und saugen dann den Pflanzensaft aus. Das schwächt die Pflanze.


So erkennen Sie Thripse

Thripse sind lichtscheue, kleine Fluginsekten, die sich tagsüber vor allem auf der Blattunterseite aufhalten. Sie sind länglich, schwarz und haben oft Flügel. Weil sie kleine Blasen bzw. Saugnäpfe an den Füßen haben, werden sie auch Blasenfüße genannt. Ihre Larven sind hellgrün bis transparent.

Eher noch als die winzigen Tierchen fallen ihre Ausscheidungen auf; an der Blattunterseite sind dann kleine, schwarze Flecken zu entdecken. Außerdem hinterlässt die schwarze Fliege, ähnlich wie die Spinnmilbe, glänzende Stellen an den Blättern. Befallene Blätter verblassen erst, welken dann und fallen schließlich ab.

Fransenflügler
So sehen Fransenflügler unter dem Mikroskop aus. Bildrechte: IMAGO / ZUMA Wire

Blasenfüße fühlen sich wohl, wenn...

... das Wetter schwül ist. Im Winter machen sie es sich in Ritzen, auf Pflanzenresten oder im und am Boden gemütlich. In warmen Räumen fühlen sie sich das ganze Jahr über geborgen.


Das hilft gegen die schwarze Fliege

  • Selbstklebende Blautafeln helfen beim Erkennen von Thrips-Befall. Außerdem bleiben daran die erwachsenen Blasenfüße kleben und werden so weggesammelt. Meist stellen Blautafeln jedoch nur eine Ergänzung bei der Schädlingsbekämpfung dar.
  • Zimmerpflanzen können mit einer Dusche abgebraust werden.
  • Knoblauchtee hilft vor allem, wenn Thripse Gemüse, wie Erbsen, Porree, Zwiebeln oder Bohnen befallen. Gießen Sie dafür klein gehackten Knoblauch mit heißem, aber nicht kochendem Wasser auf und lassen Sie den Tee einen Tag lang ziehen. Verwenden Sie hierbei pro Liter Wasser etwa 60 Gramm Knoblauch. Den fertigen Sud können Sie nach dem Ziehen im Verhältnis 1:3 verdünnen. Mit etwas Paraffinöl lässt sich die Wirksamkeit zusätzlich steigern.
  • Gegen Thripse können bei sehr starkem Befall in Gewächshäusern oder Wintergärten auch Nematoden eingesetzt werden.

Petunien mit Raubmilben in einem Gewächshaus
Bei diesen Petunien werden Raubmilben als Nematoden gegen die Thripse eingesetzt. Bildrechte: MDR/Grit Hasselmann

Ihre natürlichen Feinde...

... sind Ameisen, Marienkäfer, Blattwanzen, Florfliegen-Larven, Schwebfliegen, Spinnen und Raubmilben.


Diese Pflanzen sind anfällig für Fransenflügler

Aralien, Azaleen, Farne, Palmen, Gummibäume, Alpenveilchen, verschiedenes Gemüse, wie Erbsen, Porree, Zwiebeln oder Bohnen


So können Sie vorbeugen

Thripse mögen Bohnenkraut und Kamille nicht. Daher können Sie im Garten diese Schutzpflanzen anpflanzen, um Fransenflügler-Befall vorzubeugen.

Außerdem können Sie Thripsen vorbeugen, indem sie den Boden gut bewässern, bearbeiten und mulchen.

Blasenfüße werden oft mit neuen Zimmerpflanzen eingeschleppt. Deshalb empfiehlt es sich, die Pflanze erst zu isolieren, bis sie sicher sind, dass sie keine Thripse hat.

Tiere im Garten

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Radiogarten | 12. Dezember 2020 | 09:05 Uhr