Steffi Lemke (Bündnis 90 / Die Grünen), Bundesministerin für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz, spricht auf einer Pressekonferenz auf dem UN-Klimagipfel COP28. 10 min
Audio: Bundesumweltministerin Steffi Lemke im Interview bei MDR AKTUELL zu den Zusagen Deutschlands zum Klima-Hilfsfonds Bildrechte: picture alliance/dpa | Hannes P. Albert

COP28 Deutschland will sich an Zusage für Klima-Hilfsfonds halten

11. Dezember 2023, 10:52 Uhr

Deutschland will sich bei der Weltklimakonferenz in Dubai an seine getroffenen Zusagen halten. Ärmere Staaten sollen beim Kampf gegen den Klimawandel unterstützt werden.

Trotz der Haushaltskrise wird sich Deutschland an seine Zusagen bei der Weltklimakonferenz COP28 in Dubai halten. Bundesumweltministerin Steffi Lemke sagte im Interview mit MDR AKTUELL, Bundeskanzler Olaf Scholz habe vor zwei Wochen auf der Konferenz erklärt, man stehe zu den Finanzierungszusagen. Deutschland habe sich dazu in völkerrechtlichen Abkommen verpflichtet. Das werde man auch umsetzen. Dennoch werde man derzeit in Deutschland um sehr viele Maßnahmen ringen und ganz genau hinschauen, wo gespart werden könne.

Deutschland hatte unter anderem zugesagt, sich mit 100 Millionen Dollar an einem internationalen Klima-Hilfsfonds für ärmere Staaten zu beteiligen.

Wie wird der Abschlusstext der COP28 aussehen?

Nach Überzeugung der Weltnaturschutzunion (IUCN) ist bei der COP28 bislang die Rolle der Natur beim Schutz des Planeten nicht genügend gewürdigt worden. IUCN-Generaldirektorin Grethel Aguilar sagte der Deutschen Presse-Agentur: "Wir wissen, dass der Planet in kritischem Zustand ist. Was oft übersehen wird, ist, wie eng die Biodiversitätskrise mit der Klimakrise verbunden ist." Entscheidungsträger müssten verstehen, dass der Naturschutz für eine lebenswerte Zukunft Priorität haben müsse.

Bundesumweltministerin Lemke betonte bei ihrem Besuch auf der Weltklimakonferenz ebenfalls, man müsse Naturschutz bei der Bekämpfung der Klimakrise mitdenken. Sie warb auch für eine entsprechende Erwähnung im Abschlusstext der Konferenz. Ozeane, Ökosysteme und der globale Wasserkreislauf müssten stabilisiert werden.

Unterdessen gehen auf der COP28 die Verhandlungen über die globale Abkehr von allen fossilen Energien in die finale Phase. Für Montag wird erwartet, dass die Delegierten einen neuen Entwurf für den zentralen Beschlusstext vorlegen. Ob dann wie geplant bis zum offiziellen Abschluss der Konferenz am Dienstag eine Einigung steht, ist aber ungewiss.

MDR/dpa/AFP (cga)

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 11. Dezember 2023 | 06:00 Uhr

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