Eine Frau fertigt Spielzeug.
Das Unternehmen Haba trennt sich von seinem Standort in Eisleben. (Symbolbild) Bildrechte: dpa

Spielzeughersteller Haba verkauft Produktionsstandort Eisleben 

09. Dezember 2023, 08:44 Uhr

Der Haba-Produktionsstandort in Eisleben wird zum Beginn des neuen Jahres verkauft. Der Großteil der Mitarbeiter soll übernommen werden. Der Spielzeughersteller Haba hatte Mitte September Insolvenz angemeldet.

Der angeschlagene bayerische Spielwaren- und Möbelhersteller Haba trennt sich zum 1. Januar 2024 von seinem Produktionsstandort Eisleben. Wie das Unternehmen am Freitag mitteilte, wird die Immobilie im Landkreis Mansfeld-Südharz einschließlich aller Maschinen zur Möbelproduktion an die Mansfeld Anlagenbau und Umwelttechnik AG verkauft.

Mit über 70 Mitarbeitern übernehme die Firma mehr als drei Viertel aller dort tätigen Arbeitnehmer. Eine Reihe von Interessenten hatte sich demnach zuvor um eine Übernahme des Standortes bemüht.

Insolvenz in Eigenregie bei Haba seit September

Im September hatte die Haba Familygroup verkündet, den Standort Eisleben nicht weiterbetreiben zu wollen. Haba will sich nach eigenen Angaben künftig auf hochwertige Spielwaren und Spiele zur Entwicklungsförderung von Kindern konzentrieren.

Das Traditionsunternehmen hatte Mitte September einen Antrag auf Insolvenz in Eigenverwaltung gestellt. Schon im August hatte das Unternehmen das Aus der Bekleidungssparte "Jako-o" verkündet. Insgesamt soll die Zahl von den bisher mehr als 1.600 Beschäftigten auf rund 1.000 reduziert werden.

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dpa, MDR (Annekathrin Queck)

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT – Das Radio so wie wir | 08. Dezember 2023 | 16:30 Uhr

1 Kommentar

steka vor 10 Wochen

Verlangen die eislebener Mitarbeiter etwa jetzt die gleichen Löhne wie im bayrischen Stammwerk ? Dann ist es echt Zeit sich davon zu trennen.

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