Blick in das leere Freizeitbad Thyragrotte: Licht scheint durch die runde Glasfassade in die Badelandschaft mit leeren Becken
Kein Spaß mehr im Spaßbad: In die "Thyragrotte" soll 2025 nach Sanierung wieder Leben einziehen. Bildrechte: Gemeinde Südharz

Millioneninvestition Freizeitbad Stolberg: Sanierung der "Thyragrotte" kann starten

01. Mai 2024, 12:15 Uhr

Noch ein weiteres Jahr Geduld brauchen Spaßbad-Gäste in Stolberg: Die Sanierung der havarierten "Thyragrotte" kann drei Jahre nach der Schließung endlich angegangen werden. Die nötigen Bescheide sind da. Laut Stadt soll aber kein kompletter Neubau entstehen.

Das Spaßbad "Thyragrotte" in Stolberg im Landkreis Mansfeld-Südharz kann nun saniert werden. Peter Kohl, parteiloser Bürgermeister der Gemeinde Südharz, sagte MDR SACHSEN-ANHALT, man habe die ersten Bescheide bekommen und dürfe nun tatsächlich anfangen.

Aus Kostengründen kein Abriss

Um Kosten zu sparen, soll laut Kohl zurückgebaut und nicht abgerissen werden. Man müsse gucken, so viel wie möglich weiter zu verwenden, was nicht beschädigt sei. Sonst käme man mit den Gesamtkosten von 4,2 Millionen Euro gar nicht hin. Kohl zufolge soll die "Thyragrotte" frühestens Mitte kommenden Jahres wieder öffnen. Ursprünglich sei geplant gewesen, schon Ende 2024 wieder öffnen zu können.

Badegäste tummeln sich im Freizeitbad "Thyragrotte" in Stolberg/Südharz.
Archivbild: Einen Monat nach der Eröffnung war der Badespaß in der "Thyragrotte" noch ungetrübt. Bildrechte: picture-alliance / dpa | Waltraud_Grubitzsch

Wir hatten gehofft, dass wir Ende dieses Jahres öffnen können, das hat sich leider durch die Genehmigungsverfahren verzögert.

Peter Kohl, Bürgermeister der Gemeinde Südharz (parteilos)

Die Sanierung gilt als notwendiger Schritt, um das Bad zu erhalten. Die "Thyragrotte" ist seit April 2021 dauerhaft für Badegäste geschlossen. Drei Jahre zuvor war es im Bad zu einer Havarie gekommen: Ein Wasserbehälter im Keller brach, technische Anlagen wurden beschädigt.

Bad wird barrierefrei umgebaut

Das meiste Geld für die Sanierung, 3,8 Millionen Euro, wurde im Jahr 2019 aus dem Bundesprogramm zur "Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur" bewilligt. Ziel ist, das Bad barrierefrei umzubauen und die Energieeffizienz des Hauses zu verbessern. Die "Thyragrotte" war im Dezember 1998 eröffnet worden. Mittelpunkt der Bade-Halle bildet eine kuppel-förmige Grotte, die mit Musik und Lichteffekten Entspannung bieten soll.

MDR (Carsten Reuß, Norma Düsekow, André Plaul) | Erstmals veröffentlicht am 30.04.2024

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT – Das Radio wie wir | 30. April 2024 | 07:30 Uhr

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