Eine Lehrerin aus der Ukraine an einer deutschen Schule.
In Sachsen-Anhalt bleiben 76 Lehrerinnen und Lehrer aus der Ukraine vorerst weiter im Dienst. (Symbolbild) Bildrechte: picture alliance/dpa | Markus Scholz

Befristete Verträge 76 ukrainische Lehrkräfte unterrichten im neuen Schuljahr weiter

06. August 2023, 15:50 Uhr

Das Land Sachsen-Anhalt verlängert 76 Verträge ukrainischer Lehrkräfte, die in Schulen im Land unterrichten. Sie wurden befristet für die sogenannten Ankunftsklassen eingestellt, in denen ukrainische, geflüchtete Schülerinnen und Schüler in Deutschland zunächst auf ukrainisch gelernt haben.

In Sachsen-Anhalt unterrichten im neuen Schuljahr weiterhin voraussichtlich 76 ukrainische Lehrerinnen und Lehrer. Das teilte das Bildungsministerium Sachsen-Anhalt mit. Die 76 Arbeitsverträge sind demnach verlängert worden. Ende des vergangenen Schuljahres waren es noch 190 Lehrkräfte.

An Grundschulen bleiben nach Angaben des Ministerium 41 ukrainische Lehrerinnen und Lehrer, an Sekundarschulen 20, an Gymnasien und Gemeinschaftsschulen je 22, an Gesamtschulen sechs sowie drei Lehrkräfte an Berufsschulen.

Deutsch als Fremdsprache: 38 Lehrkräfte bleiben

Auch 38 Lehrerinnen und Lehrer, die Deutsch als Fremdsprache unterrichten, werden nach Angaben des Ministeriums im neuen Schuljahr weiter beschäftigt. Sie waren ebenfalls im Zusammenhang mit der Ankunft vieler ukrainischer Geflüchteter eingestellt worden.

Ausgenommen sind Lehrerinnen und Lehrer aus der Ukraine, die sich erfolgreich auf reguläre, unbefristete Stellen beworben hatten. Dieser Weg steht auch den ukrainischen Lehrkräften offen, die speziell im Rahmen der Fluchtbewegung aufgrund des Krieges befristet eingestellt wurden. Deutschkenntnisse seien aber eine entscheidende Hürde.

5.700 Schülerinnen und Schüler aus der Ukraine in Sachsen-Anhalt

Die ukrainischen Lehrkräfte hatten unter anderem in Ankunftsklassen unterrichtet, in denen Kinder und Jugendliche gelernt haben, die aus der Ukraine nach Deutschland gekommen waren. Schülerinnen und Schüler unterschiedlicher Jahrgänge waren in ukrainischer Sprache unterrichtet worden, bevor sie in reguläre Klassen wechseln konnten.

Zum Ende des vergangenen Schuljahres lernten laut Bildungsministerium rund 5.700 Schülerinnen und Schüler aus der Ukraine an Schulen in Sachsen-Anhalt.

dpa, MDR (Julia Heundorf)

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT – Das Radio wie wir | 06. August 2023 | 14:00 Uhr

3 Kommentare

Peter vor 42 Wochen

Unsere Volksvertreter tun ihr Möglichstes, um die Menschenwürde der Ukrainer zu bewahren. Putin hat sie mit Füßen getreten, indem er das ukrainische Volk mit Krieg überzogen hat. Wir gewähren den vor Putin Geflüchteten Schutz und den Kindern auch die Möglichkeit, zur Schule zu gehen. Ganz im Sinne des Grundgesetzes.
Übrigens DanielSBK: Das Grundgesetz besteht aus Artikeln. Das sollten Sie eigentlich wissen, wenn Sie schon darauf verweisen.

DanielSBK vor 42 Wochen

Hoffentlich wird dieser verdammte Krieg bald zu Ende sein und die Kinder & Lehrer können dann wieder in ihr Heimat und Vaterland zurückkehren... unsere deutschen gewählten Volksvertreter werden ja wohl hoffentlich alles mögliche tun und sich auch an den 1ten Paragrafen unseres Grundgesetzes halten: die Menschenwürde ist unantastbar...

harzer vor 42 Wochen

Diese Lehrer unterrichten nur Kinder aus der Ukraine ? Stimmt das ?

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