Vorbereitungen Sülzetal und Magdeburg arbeiten für Intel-Ansiedlung zusammen

Ab kommendem Jahr soll im Süden von Magdeburg ein neuer Standort des US-Konzerns Intel entstehen. Die Landeshauptstadt will dafür mit der Gemeinde Sülzetal zusammen die Bebauung planen. Vor allem Zulieferer sollen in Sülzetal angesiedelt werden.

Magdeburg an der Elbe
In Magdeburg soll ab 2023 ein neuer Standort des US-Konzerns Intel entstehen. Bildrechte: Colourbox.de

Die Stadt Magdeburg und die im Süden angrenzende Gemeinde Sülzetal werden für die Ansiedlung des US-Konzerns am Eulenberg enger zusammenarbeiten. Der Stadtrat Magdeburg hat eine entsprechende Kooperation mit Sülzetal mehrheitlich beschlossen. Der Zusammenarbeit muss nun nur noch das Landesverwaltungsamt zustimmen.

Einheitlicher Bebauungsplan vorgesehen

Konkret geht es um die Planung und Bebauung der Flächen am Magdeburger Eulenberg. Die Gemeinde Sülzetal hatte bereits Anfang Juni in einer Gemeinderatssitzung beschlossen, für die Flächenplanung mit Magdeburg zusammenarbeiten zu wollen.

Magdeburg soll den Bebauungsplan des Geländes übernehmen und somit sicherstellen, dass der neue Hightech-Park einheitlich koordiniert wird. Auf dem Gelände von Sülzetal sollen vorwiegend Zulieferer-Betriebe angesiedelt werden.

Die Zusammenarbeit ist vorerst für einen Zeitraum bis Ende 2030 geplant. Für die Kosten der Planung sollen Fördergelder beantragt werden.

Die Gemeinde Sülzetal hatte diese Zusammenarbeit nicht nur für eine leichtere Koordination der Bauprojekte angestrebt, sondern auch, weil die Erstellung eines Bebauungsplanes viel Personal braucht.

Stadtrat will auch Zufahrtsstraße umbenennen

Neben der Zusammenarbeit für die Bebauung am Eulenberg hat sich der Stadtrat auch mit dem Namen der Zufahrtsstraße zum Gewerbegebiet auseinander gesetzt. Die Mehrheit der Stadtratsmitglieder stimmte für die Umbenennung in "Ada Lovelace Chaussee". Ada Lovelace gilt als die erste Programmiererin der Welt.

Ansiedlung betrifft drei Kommunen Der neue Standort von Intel am Eulenberg im Süden von Magdeburg ist auf Flächen von insgesamt drei Kommunen geplant. Neben Magdeburg und Sülzetal ist auch Wanzleben eingebunden. Magdeburg und Wanzleben haben bereits eine Kooperation auf den Weg gebracht.

MDR (Marvin Kalies)

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT – Das Radio wie wir | 07. Juli 2022 | 17:30 Uhr

2 Kommentare

DanielSBK vor 11 Wochen

Dann brechen jetzt "Goldene Zeiten" für die ganzen Leih- und Zeitarbeitsbuden an... aber die Frage wäre noch: haben wir überhaupt so viele Unterqualifizierte die dann bei "Intel-City" für ne Appel & Ei arbeiten werden??

Gerd Mueller vor 11 Wochen

In Schule lernte Ost- wie West-Deutsche das Magdeburger Börde der beste Ackerboden Deutschlands war und ist.
Klar freuen sich aktuell Regierende über millionenschwere Ansiedlungen. Aber soll wirklich immer mehr Natur und zur Selbstversorgung wichtige Flächen zubetoniert und versiegelt werden?
Der Raubbau im Regenwald ist weit weg und hier thematisiert. Was vor unsere Nase im eigenen Land passiert juckt nicht mal die früheren Baumbesetzer, die Grünen.

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