Ausgebrannte Kirche in Großröhrsdorf bekommt Notdach

26. Januar 2024, 18:44 Uhr

Die ausgebrannte Barockkirche in Großröhrsdorf hat am Freitag ein Notdach bekommen. Das Dach soll die Überreste der zerstörten Kirche vor der Witterung schützen. Es sei "das erste sichtbare Zeichen, dass es nach vorne geht", sagte Pfarrer Stefan Schwarzenberg. Um Baufreiheit für die Gerüste an der Kirchruine zu schaffen, mussten zuvor geschädigte Bäume gefällt werden.

Das Schiff der Kirche war in der Nacht zum 4. August 2023 zum Großteil ausgebrannt. Eine Woche danach wurde ein Mann aus einem Dorf in der Umgebung der Kleinstadt festgenommen. Er hat gestanden, das Feuer gelegt zu haben und sitzt in Untersuchungshaft.

Ein Notdach wird auf die Kirche in Großroehrsdorf gebaut.
Das Notdach wurde in acht Einzelteilen mithilfe eines Krans auf die Kirchenmauern gehoben. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Flammen vernichteten Kunstschätze

Die Flammen vernichteten den Dachstuhl, das Innere des Kirchenschiffs und kappten den einst 50 Meter hohen, weithin sichtbaren Glockenturm. Viele historische Kunstschätze sowie Teile der Architektur verbrannten.

Rund 428.000 Euro für den Wiederaufbau sind bisher laut Pfarrer Stefan Schwarzenberg auf dem Spendenkonto der Gemeinde eingegangen. Bis zum Sommer soll laut Kirchenvorstandsmitglied Josias Kaiser ein "Anforderungsprofil für die Architekten" formuliert werden.

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MDR (jwi/bw)/dpa

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN | MDR SACHSENSPIEGEL | 27. Januar 2024 | 19:00 Uhr

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