Rechtsextremismus Mögliche Teilnahme an Neonazi-Feier: Hochschule Mittweida stellt Mitarbeiter frei

26. Mai 2023, 10:57 Uhr

Die Neonazi-Feier in Döbeln am Himmelfahrts-Wochenende beschäftigt nun auch die Hochschule in Mittweida. Der Sprecher der Hochschule, Helmut Hammer, sagte MDR SACHSEN, ein Mitarbeiter stehe im Verdacht, an der Party teilgenommen zu haben. "Wir haben ihn vorübergehend von seinen Aufgaben freigestellt, um eine lückenlose Aufklärung zu ermöglichen", so Hammer.

ZMS Hochschule Mittweida
Die Hochschule Mittweida hat einen Mitarbeiter vorerst freigestellt. Er hat mutmaßlich an einer Neonazi-Party in Döbeln am vergangenen Wochenende teilgenommen. (Archivbild) Bildrechte: Hochschule Mittweida

Hochschule für "Demokratie und Vielfalt"

Die Hochschule Mittweida sei weltoffen und international, sagte Hammer weiter. Mit 600 internationalen Studierenden aus 66 Ländern lebe man Demokratie und Vielfalt. "Die Hochschulgemeinschaft hat sich einem klaren Wertekanon verpflichtet, der auf demokratischen Grundsätzen basiert", sagte der Sprecher. Verstöße gegen diese Werte würden konsequent geahndet.

Eine junge Frau sitzt auf einer Parkbank und schaut in ihr Smartphone. 1 min
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Staatsschutz ermittelt

Am Freitag vergangener Woche hatten in Döbeln mehrere Menschen in einem Pavilion mit einer Hakenkreuzfahne und anderen rechtsextremen Symbolen eine Party gefeiert. Eine Passantin hatte die Feier gesehen, gefilmt und öffentlich gemacht. Inzwischen ermittelt der Staatsschutz gegen insgesamt 14 Personen wegen des Verwendens verbotener Kennzeichen.

MDR (ben/cgü)

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | Regionalnachrichten aus dem Studio Dresden | 26. Mai 2023 | 07:30 Uhr

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