Insolvenz Paracelsus-Klinik in Reichenbach schließt im März

Um das Paracelsus-Klinikum in Reichenbach ist wochenlang gerungen worden: Nach Bekanntwerden der Insolvenz des Krankenhauses im Oktober hatte es Proteste vonseiten der Belegschaft gegeben. Die Angst war groß, dass die rund 300 Arbeitsplätze wegfallen könnten. Auch der Ältestenrat der Stadt hatte sich eingeschaltet, damit die medizinische Versorgung in der Region gewährleistet bleibt. Nun ist klar: Die Klinik wird in ihrer jetzigen Form schließen. Doch es gibt auch neue Pläne für den Standort.

Die Paracelsus-Klinik Reichenbach
Die Paracelsus-Klinik in Reichenbach schließt Ende März ihre Türen. Bildrechte: dpa

Die Paracelsus-Klinik in Reichenbach im Vogtland stellt Ende März 2023 den Krankenhausbetrieb ein. Das teilte der Insolvenzverwalter am Dienstag auf einer Mitarbeiterversammlung mit. Die rund 300 Krankenhaus-Beschäftigten sollen noch im Dezember ihre Kündigungen erhalten.

Unterdessen arbeitet die Stadt Reichenbach weiter mit Hochdruck daran, die Klinik in ein ambulantes Gesundheitszentrum umzuwandeln. "Es gibt Ideen der Ärzteschaft, eine Umstrukturierung des Hauses vorzunehmen, eine Verkleinerung und mehr ambulante Strukturen zu schaffen, mit stationärem Anhang sozusagen", sagt Oberbürgermeister Raphael Kürzinger. Ziel sei, die medizinische Angebote und die Notfallversorgung am Standort aufrechtzuerhalten. Es gebe bereits Partner, die das Projekt unterstützen wollen, so Kürzinger.

MDR (ali/Christiane Günther)

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | Regionalnachrichten aus dem Studio Chemnitz | 07. Dezember 2022 | 10:30 Uhr

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