Asyl Dresden sucht kurzfristig weitere Wohnungen für Geflüchtete

20. Januar 2023, 15:45 Uhr

Dresden erwartet bis Ende März 400 bis 500 neue Asylbewerberinnen und Asylbewerber. Um sie nicht in Massenunterkünften unterbringen zu müssen, sucht die Stadtverwaltung kurzfristig Wohnungen. Sie rief Eigentümer und Hausverwaltungen auf, Mietangebote an das Amt für Hochbau und Immobilienverwaltung zu melden. Benötigt würden die Unterkünfte für die Dauer von zwei Jahren, heißt es in einer Mitteilung vom Freitag. Die Wohnungen sollen demnach mit Selbstversorgerküche und eigenem Bad ausgestattet sein. Eine Checkliste mit weiteren Anforderungen ist auf der Internetseite der Stadt hinterlegt.

Baubürgermeister Stephan Kühn versicherte, dass die Betreuung der Geflüchteten gewährleistet werde. "Wir werfen niemanden ins kalte Wasser", so Kühn. "Erfahrene Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter begleiten Geflüchtete beim Ankommen und Einleben in ihrem neuen Wohnumfeld."

Wir werfen niemanden ins kalte Wasser. Erfahrene Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter begleiten Geflüchtete beim Ankommen und Einleben in ihrem neuen Wohnumfeld.

Stephan Kühn Baubürgermeister

Kretschmer will weitere Plätze in Erstaufnahmeeinrichtungen schaffen

Dresden ist nicht die einzige Kommune in Sachsen, die händeringend nach Unterkünften für Geflüchtete sucht. Nach einem Spitzengespräch mit kommunalen Vertretern kündigte Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) am Montag an, weitere Plätze in den Erstaufnahmeeinrichtungen im Freistaat zu schaffen. Das Land wolle dadurch "eine gewisse Puffermöglichkeit schaffen" für die Kommunen in Sachsen.

MDR (kav/phb/bdi)dpa

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | Regionalnachrichten aus dem Studio Dresden | 20. Januar 2023 | 08:30 Uhr

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