Menschen stehen nebeneinander
Eine Schülerin stellt bei dem Pressetermin in Dresden beispielhaft einen der Inhalte vor, der fortan bei Sachsens Schülern Lust auf MINT machen soll. Bildrechte: Sächsisches Staatsministerium für Kultus

Bildung Wie Sachsens Schüler für MINT-Fächer begeistert werden sollen

15. April 2024, 18:18 Uhr

MINT steht für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. Fachkräfte aus diesen Bereichen werden dringend gesucht. Nun sollen Schulen mit Unternehmen zusammenarbeiten, um bei den Schülerinnen und Schülern das Interesse an diesen Fächern zu fördern.

Der sächsische Regierungschef Michael Kretschmer und Kultusminister Christian Piwarz (beide CDU) haben am Montag für eine engere Zusammenarbeit von Schulen und Unternehmen geworben. "Wir wollen bei den jungen Leuten frühzeitig die Neugier für Natur und Technik wecken. Denn Wissen ist unsere wichtigste Ressource, besonders in den MINT-Fächern", erklärte Kretschmer.

Um solche Kooperationen zu fördern, arbeitet das Kultusministerium mit dem Verein "Wissensfabrik - Unternehmen für Deutschland" zusammen, der sich für die MINT-Bildung in Deutschland einsetzt. Markus Riefling von der "Wissensfabrik" erklärt das neue Angebot für Sachsens Schulen: "Wir bieten Unterrichtsprojekte und -materialien an, in denen es zum Beispiel um IT und Künstliche Intelligenz oder Klimawandel und Nachhaltigkeit geht."

Schüler bauen, konstruieren oder programmieren

Diese Projekte bestehen aus verschiedenen Modulen, zum Beispiel "Leichter Programmiereinstieg", "Meine App" oder "Robotik". Das Angebot sei auch für die Schülerinnen und Schüler einfach mitzumachen, sagt Riefling. "Das sind Dinge, wo man wirklich anpackt, wo die Schülerinnen und Schüler etwas bauen, etwas konstruieren oder etwas programmieren."

Riefling erklärt beispielhaft, wie sich die Unternehmen einbringen können: "Im Modul 'Windberg' erlernen die Schülerinnen und Schüler die Technologien von Windenergie und überlegen sich, wie man das gestalten kann." Das sei eine wunderbare Möglichkeit für Unternehmen, deutlich zu machen, wo sie Energie einsparen, wo sie erneuerbare Energien auch im Unternehmen einsetzen. "Die Unternehmen stellen den Bezug des Erlernten zum Berufsalltag her", so Riefling.

Menschen sitzen nebeneinander
Ministerpräsident Kretschmer (rechts) und Kultusminister Piwarz (Mitte) warben in Dresden für das Projekt. Bildrechte: Sächsisches Staatsministerium für Kultus

Die Schulen bekommen die Unterrichtsmaterialien zur Verfügung gestellt. Außerdem werden sie durch sogenannte Lernbegleitungen unterstützt. Das können zum Beispiel Studenten, Senioren, Eltern oder Mitarbeiter von Unternehmen sein.

Riefling: "Wir wollen mehr Unternehmen gewinnen"

Sieben Unternehmen wollen sich laut Riefling in Sachsen bisher an dem Projekt beteiligen: Ardagh, Infineon, Jungheinrich, Robert Bosch Semiconductor Manufacturing Dresden, Theegarten PacTec, Trumpf und die Volksbank Mittweida. Bereits im November ist das Projekt gestartet. "Wir haben die Konzeptionsphase hinter uns und gehen jetzt in die Motivationsphase", sagt Riefling. "Wir wollen jetzt noch mehr Schulen und Unternehmen gewinnen, an dem Projekt mitzuwirken".

MDR (jwi)/dpa

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN | MDR SACHSENSPIEGEL | 15. April 2024 | 19:00 Uhr

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