Tarifstreit Warnstreik am Helios-Klinikum Pirna: Gewerkschaft fordert höhere Löhne

07. November 2023, 08:11 Uhr

Die Gewerkschaft Verdi hat am Dienstag Mitarbeitende des Helios-Klinikums in Pirna zum Warnstreik aufgerufen. Rund 550 Beschäftigten der Bereiche Pflege, Therapie und Verwaltung sind seit 6 Uhr zum Ausstand aufgerufen, wie die Gewerkschaft mitteilte. Verdi-Sekretär Benjamin Ludwig sagte MDR SACHSEN, das Klinikum sei trotz des Streiks arbeitsfähig. "Jeder, der ein akutes Problem hat, wird behandelt. Wir blockieren nichts. Geplante Eingriffe werden aber verschoben", so Ludwig. Der Streik soll bis 23 Uhr dauern. Wegen des Streiks könnte es am Vormittag auf der B172 zu kurzzeitigen Verkehrsbehinderungen kommen, hieß es.

Tarifvertrag abgelehnt

Hintergrund des Warnstreiks sind die laufenden Tarifverhandlungen für das nichtärztliche Personal. Die Gewerkschaftsmitglieder hätten den ausgehandelten Tarifvertrag für das Klinikum mehrheitlich abgelehnt, so Verdi. Kritik gab es vor allem an der Höhe der Vergütung. Inflation und Teuerungen der vergangenen Jahre hätten zu einem massiven Reallohnverlust geführt, so die Gewerkschaft.

Ein Klinikbeschäftigter steht während des Warnstreiks vor einem Transparent mit der Aufschrift «Streik».
Mehr als 500 Beschäftigte des Helios-Klinikums in Pirna legen am Dienstag ihre arbeit nieder. (Symbolbild) Bildrechte: dpa

Gewerkschaft fordert mehr Geld

Verdi fordert für die Beschäftigten 10,5 Prozent mehr Lohn, mindestens aber 500 Euro. Für die Auszubildenden soll es mindestens 200 Euro mehr für die Ausbildungsvergütungen geben. Der Klinikkonzern hatte sechs Prozent Lohnerhöhung ab April 2024 sowie weitere zwei Prozent ab Januar 2025 angeboten. Dazu hätte es eine Inflationsausgleichszahlung in Höhe von 1.600 Euro in zwei Schritten geben sollen.

MDR (ben/stt)

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | Regionalnachrichten aus dem Studio Dresden | 07. November 2023 | 06:30 Uhr

Mehr aus Freital und Pirna

Eulentilke Sächsische Schweiz mit Video
Der Wanderweg Eulentilke in der Sächsischen Schweiz wurde mit Spezialtechnik beräumt. Umgestürzte Bäume machten den Weg unpassierbar. Bildrechte: Sachsenforst/Hanspeter Mayr

Mehr aus Sachsen