Migration 800 Geflüchtete bis Herbst: Unstrut-Hainich-Kreis setzt auf Kommunen

Der Unstrut-Hainich-Kreis rechnet bis zum Herbst mit weiteren 800 Kriegsflüchtlingen aus der Ukraine. Wie Landrat Harald Zanker (SPD) MDR THÜRINGEN sagte, setzt der Landkreis dabei auf die Hilfe der Kommunen. Wenn jede größere Gemeinde ein bis zwei Familien aufnehmen könnte, wäre das hilfreich, so Zanker. Bislang wurden mehr als 1.000 Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine aufgenommen und registriert.

Flüchtlinge aus der Ukraine mit Reise-Pass
Bereits im Juli signalisierten viele Landkreise keine Kapazitäten mehr für Ukraine-Flüchtlinge. (Symbolbild) Bildrechte: dpa

Das Konzept mit Gemeinschaftsunterkunft und Wohnungen kommunaler Gesellschaften sei bisher gut aufgegangen, so der Landrat. Die dortigen Kapazitäten seien jetzt jedoch erschöpft. Anders als im Nachbarkreis Eichsfeld setze er auf freiwillige Angebote, so Zanker. Unterkünfte in Turnhallen und Zelten seien derzeit kein Thema.

Aufnahme von Kriegsflüchtlingen: Kreise ohne Platz

Bereits Mitte Juli hatten viele Kreise signalisiert, keine Kapazitäten mehr für die Aufnahme von ukrainischen Kriegsflüchtlingen zu haben. Die Präsidentin des Thüringischen Landkreistages, Martina Schweinsburg (CDU), hatte beispielsweise gemahnt, die Landkreise in Thüringen stünden mit dem Rücken zur Wand. Es lasse sich kein geeigneter Wohnraum mehr finden.

Mehr zur Integration von ukrainischen Kriegsgeflüchteten

Ein Mann steht mit seinen Kindern vor einer Wiese 2 min
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In der Other Music Academy in Weimar hat eine Initiative seit Kriegsbeginn Geflüchtete unterstützt. Dort finden viele Menschen Unterstützung, so wie Nikita, der mit seinen drei Kindern aus der Ostukraine floh.

MDR THÜRINGEN - Das Radio Mo 28.03.2022 17:10Uhr 01:38 min

https://www.mdr.de/nachrichten/thueringen/mitte-thueringen/weimar/video-fluechtlinge-ukraine-ankommen-100.html

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Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Regionalnachrichten | 03. August 2022 | 22:30 Uhr

3 Kommentare

Niemann vor 5 Tagen

Solange Hunderttausende, darunter auch Straftäter und die welche ihre wahre Identität verleugnen, und obwohl ausreisepflichtig unter den fadenscheinigsten Gründen nicht abgeschoben werden kann man von der Bevölkerung keine Hilfsbereitschaft mehr erwarten und wird die auch kaum noch bekommen. Übrigens, wohin verschwinden die Aber-Milliarden an sogenannten Hilfen von Deutschland und der EU an die Ukraine wo wöchentlich noch kräftig draufgesattelt wird? In Deutschland ist es wie mit einer Atombombe, ist die kritische Masse erreicht explodiert der Laden, plötzlich und nachhaltig. Die Geschichte hat dafür tausende Beispiele.

Ralf G vor 6 Tagen

Habe die Frage schon mehrfach gestellt. Wie viele Migranten im UH-Kreis sind ausreisepflichtig, werden aber durch ein absurdes Asylrecht im Land gehalten? Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine haben's dann schwer.
Und jeder Araber, Afrikaner oder Afghane der es irgendwie und mit unklaren Absichten über die Grenze schafft darf hoffen, bis an's Lebensende vom Steuerzahler versorgt zu werden.

Tpass vor 6 Tagen

Warum kann der Bund die Menschen in Kasernen unterbringen? Es gibt doch genug Liegenschaften in Deutschland 🇩🇪 die nicht ausgelastet oder genutzt werden..Da kann die Bundeswehr gleich vor Ort Helfen und versorgen. Wohnraum ist knapp und wer soll das denn alles bezahlen? Der Staat muss sich darum kümmern und die Kommunen und ihre eigenen Interessen der Bürger wahrnehmen. Dann würde auch die Missverständnisse unter den Leuten etwas weniger werden. Im übrigen finde ich es schon merkwürdig wie viele SUV mit Kennzeichen aus der Ukraine 🇺🇦 hier durch unsere Städte fahren. Hoffentlich lassen sich die Gemeinden mit abzockten wenn sie überhaupt in der Lage sind alles richtig abzuschätzen wer was wirklich braucht und unsere Hilfe in Anspruch zu nehmen. Unsere Regierung hat da wohl so ihre Probleme und lagert alles auf den Schultern der Gesellschaft ab.

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