VAB MK3, Transportpanzer aus französischer Produktion.
VAB MK3, Transportpanzer aus französischer Produktion. Bildrechte: picture alliance/dpa/Yoan Valat

Ukraine-News Frankreich liefert gepanzerte Fahrzeuge und Raketen

31. März 2024, 22:02 Uhr

Diese Ukraine-News vom Montag, 31. März sind beendet.

Ukraine-News vom Montag, 31. März 2024

22:02 Uhr | Ukraine kontert russische Vorwürfe

Der ukrainische Geheimdienst SBU weist eine von Russlands geforderte Auslieferung von Personen aufgrund angeblicher "Terroranschläge" zurück. Russland sei selbst ein "terroristischer" Staat, erklärt der SBU. Er weist darauf hin, dass der Internationale Strafgerichtshof in Den Haag wegen des Vorwurfs von Kriegsverbrechen in der Ukraine einen Haftbefehl gegen den russischen Präsidenten Wladimir Putin erlassen hat.

19:00 Uhr | Ukraine soll Geheimdienstchef ausliefern

Russland verlangt von der Ukraine eine Auslieferung einer Reihe von Personen, die von russischen Behörden mit "Terroranschlägen" in Russland in Verbindung gebracht werden. Auf der Liste befinde sich unter anderem der Chef des ukrainischen Geheimdiensts SBU, Wassyl Maljuk, erklärt das Außenministerium in Moskau. Russland hat in dem Krieg beider Länder in der Vergangenheit unter anderem ukrainische Angriffe als "Terroranschläge" bezeichnet.

15:55 Uhr | Papst mahnt an Ostern zu Frieden

Zum Höhepunkt der Osterfeierlichkeiten hat Papst Franziskus angesichts der Kriege im Gazastreifen und der Ukraine eindringlich zu Frieden gemahnt. "Frieden wird niemals mit Waffen geschaffen, sondern indem man die Hände ausstreckt und die Herzen öffnet", sagte das Kirchenoberhaupt am Ostersonntag vor 60.000 Menschen auf dem Petersplatz in Rom.

Zum Angriffskrieg gegen die Ukraine sagte er: "Ich rufe zur Achtung der Grundsätze des Völkerrechts auf und hoffe auf einen umfassenden Austausch aller Gefangenen zwischen Russland und der Ukraine: alle für alle!" Vor zwei Wochen hatten Interview-Äußerungen des Papstes zum Hissen der "weißen Fahne" im Ukraine-Krieg weltweit massiven Widerspruch ausgelöst. Dort sagte er: "Wenn man sieht, dass man besiegt ist, dass es nicht gut läuft, muss man den Mut haben, zu verhandeln."

13:20 Uhr | Ostern: Selenskyj spricht Landsleuten Mut zu

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat nach neuen Luftangriffen seinen Landsleuten Mut zugesprochen, sich weiter gegen den "russischen Terror" zu verteidigen. Das von einigen ukrainischen Christen gefeierte Osterfest sei eine Erinnerung daran, dass die Kraft des Geistes das Böse besiegen kann, sagte Selenskyj in einer am Sonntag in den sozialen Netzwerken verbreiteten Botschaft. 

"Und möge wahrhafter Friede für unsere gesamte Ukraine und alle Nationen, die unter Krieg leiden, näher kommen", schrieb Selenskyj bei X und Telegram. "Es vergeht jetzt keine Nacht oder kein Tag, an dem der russische Terror nicht versucht, unsere Leben zu zerstören." Die meisten Christen in der Ukraine feiern Ostern nach orthodoxem Brauch erst Anfang Mai – und nicht wie die westlichen Kirchen. 

12:12 Uhr | Nächtlicher russischer Angriff auf Region Lwiw

Bei nächtlichen russischen Angriffen auf die westukrainische Region Lwiw ist nach ukrainischen Behördenangaben mindestens ein Mensch getötet worden. Wie Regionalgouverneur Maksym Kosyzkyj am Sonntag im Onlinedienst Telegram mitteilte, zielten russische Marschflugkörper auf kritische Infrastruktur, "ein Mann starb infolge des Angriffs". Ihm zufolge sind "möglicherweise noch Menschen unter den Trümmern" verschüttet, die von Rettungskräften durchkämmt würden.

Dem Gouverneur zufolge wurde ein Verwaltungsgebäude beschädigt. Die ukrainischen Streitkräfte meldeten ihrerseits, dass sie neun russische Raketen und neun Drohnen abgeschossen hätten.

09:14 Uhr | Putin lässt 150.000 Wehrdienstpflichtige einziehen

Russland zieht ab Montag wie immer im Frühjahr rund 150.000 Wehrpflichtige zum Grundwehrdienst ein. Ein entsprechender Erlass von Kremlchef Wladimir Putin wurde am Sonntag in Moskau veröffentlicht. Wie das russische Verteidigungsministerium mitteilte, werden Soldaten regulär zum zwölfmonatigen Grundwehrdienst einberufen, aber nicht im Kriegsgebiet in der Ukraine eingesetzt. Laut Dekret sollen bis zum 15. Juli 150.000 Soldaten im Alter zwischen 18 und 30 Jahren eingezogen werden.

In Russland gibt es zweimal im Jahr – im Frühjahr und im Herbst – solche regulären Einberufungen. Die ausgebildeten Soldaten können sich aber etwa auch zum Kriegsdienst in der Ukraine verpflichten. Beobachter gehen davon aus, dass der Druck innerhalb der Truppe groß ist, einen solchen Vertrag zu unterzeichnen. 

04:01 Uhr | Kiew befürchtet weiteren russischen Großangriff

Kiew stellt sich nach Angaben von Bürgermeister Vitali Klitschko auf einen erneuten russischen Großangriff ein. "Kiew war ein Ziel und bleibt ein Ziel für Putin, weil die Hauptstadt das Herz des Landes ist", sagte Klitschko der "Bild am Sonntag". Man sei jedoch besser vorbereitet als auf den ersten Angriffsversuch, den der russische Präsident Wladimir Putin vor mehr als zwei Jahren befohlen hatte. Die Ukraine benötige allerdings dringend weitere Patriot-Flugabwehrraketen "und weitere Möglichkeiten, die Menschen zu schützen."

00:16 Uhr | Frankreich liefert gepanzerte Fahrzeuge und Raketen

Frankreich wird der Ukraine mehrere Hundert gepanzerte Mannschaftstransportwagen und Flugabwehrraketen liefern. Die Fahrzeuge seien für die Mobilität der Truppen unerlässlich, sagte Verteidigungsminister Sébastien Lecornu. Frankreich ersetzt derzeit seine VAB-Flotte, die teilweise mehr als 40 Jahre alt ist, durch neue gepanzerte Griffon-Fahrzeuge. Die ausgemusterten Modelle sind noch einsatzbereit und sollen der Ukraine zur Verfügung gestellt werden. Frankreich war in der Vergangenheit in die Kritik geraten, weil es im Vergleich zu Deutschland erheblich weniger Militärhilfe für die Ukraine geleistet hat.

00:05 Uhr | Stromversorger: Reparaturdauer bis zu anderthalb Jahre

Der ukrainische Stromversorger DTEK erwartet nach den jüngsten Schäden an seinen Kraftwerken durch russische Bombardierung Reparaturzeiten von bis zu 18 Monaten. Bei den jüngsten Angriffen seien fünf der sechs Kraftwerke des größten privaten Stromversorgers der Ukraine schwer beschädigt worden, sagt DTEK-Manager Dmytro Sacharuk im ukrainischen Fernsehen. Damit seien rund 80 Prozent der Stromerzeugungskapazität lahmgelegt. Aus DTEK-Kraftwerken stammt gewöhnlich rund ein Viertel der ukrainischen Stromerzeugung.

00:00 Uhr | Ukraine-News am Sonntag, 31. März 2024

Guten Morgen! In unseren Ukraine-News halten wir Sie weiterhin über die Entwicklungen im Krieg in der Ukraine auf dem aktuellen Stand. Alle wichtigen Nachrichten dazu erscheinen hier im Laufe des Tages.

Die Berichterstattung über den Russland-Ukraine-Krieg ist komplex. Es gibt eine Vielzahl von Medienvertretern vor Ort, darunter auch unabhängige Journalisten aus verschiedenen Ländern. Trotzdem ist wichtig zu wissen, dass die Beschaffung verlässlicher Informationen schwierig ist, weil viele verfügbare Quellen politisch motiviert sein können und schwer zu überprüfen. Dennoch gibt es unabhängige Experten, Organisationen und Journalisten, die differenzierte Einblicke bieten. Bei der Bewertung von Informationen sind verschiedene Quellen und eine kritische Haltung unerlässlich, um ein möglichst umfassendes Bild zu erhalten. Der MDR berücksichtigt all das in seinen Berichten über den Russland-Ukraine-Krieg.

Was tun, Herr General? - Der Podcast zum Ukraine-Krieg

Der frühere NATO-General und Generalleutnant a.D. Erhard Bühler
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Der frühere NATO-General und Generalleutnant a.D. Erhard Bühler
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Quellen: u.a. AFP, dpa, Reuters, MDR

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL | Das Nachrichtenradio | 31. März 2024 | 06:00 Uhr

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