Zwei Menschen gehen an einem, vor einem Wohnhaus geparkten Auto, welches durch ukrainische Militärangriffe beschädigt wurde, vorbei.
Beschädigtes Auto nach Raketenangriff auf Belgorod am 15. März 2024. Bildrechte: picture alliance/dpa/TASS | Pavel Kolyadin

Ukraine-News Russische Grenzregion Belgorod meldet Tote durch Raketenbeschuss

16. März 2024, 21:37 Uhr

Diese Ukraine-News vom Samstag, 16. März sind beendet.

Ukraine-News vom Samstag, 16. März 2024

21:30 Uhr | Selenskyj lobt neue Reichweite ukrainischer Drohnen

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj sieht die erweiterte Reichweite ukrainischer Kampfdrohnen als wichtige militärische Stärkung. "In diesen Wochen haben viele bereits gesehen, dass das russische System der Kriegsführung Schwachstellen hat und dass wir diese Schwachstellen mit unseren Waffen erreichen können", sagte Selenskyj heute in seiner abendlichen Videobotschaft. Er bezog dies offensichtlich auf mehrere erfolgreiche Angriffe ukrainischer Drohnen auf russische Raffinerien, die weit im Hinterland des Feindes liegen. In der Nacht auf Samstag waren drei Ölanlagen im russischen Gebiet Samara an der Wolga angegriffen worden, das mehr als 1.000 Kilometer östlich der Ukraine liegt.

Update 14:50 Uhr | Russische Grenzregion Belgorod meldet Tote durch Raketenbeschuss

Bei erneuten Angriffen auf die russische Grenzregion Belgorod sind nach Angaben der örtlichen Behörden zwei Menschen getötet worden. Das teilte Gebietsgouverneur Wjatscheslaw Gladkow auf Telegram mit. Zudem seien noch zwei weitere Menschen verletzt worden. Außerdem wehrte die russische Armee nach Angaben Moskaus weitere Bodenattacken auf die Region ab. Der Gebietsgouverneur kündigte die vorläufige Schließung von Schulen und Einkaufszentren in der Region an.

Nach Angaben des russischen Verteidigungsministeriums wurden acht Raketen im Anflug abgeschossen. Unabhängig konnten die Angaben nicht überprüft werden. Auf Videos in sozialen Netzwerken sind Luftalarmsirenen zu hören. Fotos zeigen Brände und Schäden an Gebäuden. Schon in den vergangenen Tagen hatte es in der Region Belgorod zahlreiche Angriffe gegeben.

09:31 Uhr | Migrationsforscher warnt vor großer Fluchtbewegung aus der Ukraine

Der Migrationsforscher Franck Düvell hat vor einer weiteren großen Fluchtbewegung gewarnt, sollte die Ukraine vollständig unter russische Besatzung kommen. Düvell sagte MDR AKTUELL, man müsse damit rechnen, dass in einem solchen Fall zwischen 1,5 und 3 Millionen Ukrainer nach Deutschland kämen. Er kritisierte, die Politik sei darauf nicht vorbereitet. Eine so hohe Zahl an Geflüchteten könne man nur durch Ausnahmeregelungen bewältigen, wie etwa die Beschlagnahmung von Wohnraum oder die Zwangsunterbringung in Hotels. Düvell betonte, das sei ein Extremszenario. Die genaue Zahl der Geflüchteten hänge letztlich davon ab, welche Gebiete Russland dauerhaft unter seine Kontrolle bringen könne.

07:52 Uhr | Russische Raffinerie brennt nach ukrainischem Drohnenangriff

Nach ukrainischen Drohnenangriffen auf zwei Ölraffinerien in der russischen Region Samara steht eine Anlage in Flammen. Das meldet der örtliche Gouverneur Dmitri Asarow. Niemand sei verletzt worden, schreibt er im Kurznachrichtendienst Telegram. Die Arbeiter beider Raffinerien seien evakuiert worden. In sozialen Medien kursieren Aufnahmen, die den Brand in der Raffinerie Sysran des Rosneft-Konzerns zeigen sollen. Rettungsdienste seien im Einsatz, berichten russische Medien.

07:38 Uhr | Ukraine evakuiert Dörfer in nordöstlicher Region Sumy

Ältere Frau wird in Sumy in einer Aufwärmstation durch Caritas-Mitarbeiterin betreut.
Ältere Frau wird in Sumy in einer Aufwärmstation durch eine Caritas-Mitarbeiterin betreut. Bildrechte: IMAGO / ABACAPRESS

Die Ukraine hat mit Massenevakuierungen von Gemeinden in dem nordöstlichen Oblast Sumy nahe der russischen Grenze begonnen. Wie die Militärverwaltung der Region erklärte, wurden allein in den vergangenen drei Tagen mehr als 180 Bewohner der grenznahen Gemeinde Velikopysarska in Sicherheit gebracht. Das Gebiet habe Behörden zufolge seit langem täglich unter Beschuss gestanden, nun hätten sich die Angriffe verschärft. Insgesamt seien bereits 22 Dörfer mit 4.500 Bewohnern in der Region Sumy evakuiert worden.

Von der Region Sumy aus hatten in den vergangenen Tagen ukrainische Truppen mehrere Angriffe auf die russischen Grenzregionen Belgorod und Kursk gestartet. Die russischen Streitkräfte griffen im Gegenzug verstärkt Truppenkonzentrationen und Aufmarschgebiete der Ukrainer in der Region Sumy mit Bomben, Raketen, Drohnen und Artillerie an. Die Ukraine warf Russland vor, dabei auch Wohngebäude zerstört zu haben.

00:00 Uhr | Ukraine-News am Samstag, 16. März 2024

Guten Morgen! In unseren Ukraine-News halten wir Sie weiterhin über die Entwicklungen im Krieg in der Ukraine auf dem aktuellen Stand. Alle wichtigen Nachrichten dazu erscheinen hier im Laufe des Tages.

Die Berichterstattung über den Russland-Ukraine-Krieg ist komplex. Es gibt eine Vielzahl von Medienvertretern vor Ort, darunter auch unabhängige Journalisten aus verschiedenen Ländern, die regelmäßig über die Situation berichten. Trotzdem ist es wichtig anzuerkennen, dass die Beschaffung verlässlicher Informationen schwierig ist, da viele verfügbare Quellen politisch motiviert sein können, und schwer zu überprüfen sind. Dennoch gibt es auch unabhängige Experten, zivilgesellschaftliche Organisationen und Journalisten, die differenzierte Einblicke bieten. Bei der Bewertung von Informationen ist daher eine kritische Haltung und die Berücksichtigung verschiedener Quellen unerlässlich, um ein möglichst umfassendes Bild der Lage zu erhalten. All dies berücksichtigt der MDR in seiner Berichterstattung über den Russland-Ukraine-Krieg.

Was tun, Herr General? - Der Podcast zum Ukraine-Krieg

Der frühere NATO-General und Generalleutnant a.D. Erhard Bühler
Bildrechte: MDR / Erhard Bühler
Der frühere NATO-General und Generalleutnant a.D. Erhard Bühler
Bildrechte: MDR / Erhard Bühler
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Quellen: u.a. AFP, dpa, Reuters, MDR

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL | Das Nachrichtenradio | 16. März 2024 | 06:00 Uhr

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