Drohnenaufnahme  der Zerstörungen des Dorfes Ocheretyne in der Region Donezk im Osten der Ukraine.
Drohnenaufnahme, die das Dorf Otscheretyne zeigt, das ein Ziel der russischen Streitkräfte in der Region Donezk im Osten der Ukraine war. Das ukrainische Militär hat eingeräumt, dass die Russen in Otscheretyne "Fuß gefasst" haben. Bildrechte: picture alliance/dpa/Kherson/Green | Uncredited

Ukraine-News Russen erobern weitere Ortschaft in der Ostukraine

05. Mai 2024, 22:00 Uhr

Diese Ukraine-News vom Sonntag, 5. Mai sind beendet.

Aktueller Ticker

Ukraine-News vom Sonntag, 5. Mai 2024

Update 22:00 Uhr | Zahl der Opfer gestiegen

In der Stadt Charkiw wurden den örtlichen Behörden zufolge bei mehreren Angriffen mindestens 16 Menschen verletzt, darunter auch ein im Jahr 2015 geborenes Kind. Der Militärverwaltung zufolge war das Zentrum der Stadt unter anderem mit einer "gelenkten Fliegerbombe" beschossen worden.

16:08 Uhr | Verletzte bei russischem Angriff auf Charkiw

Feuerwehrleute versuchen, das Feuer nach einem Treffer durch russischen Granatenbeschuss in Charkow, Ukraine, zu löschen.
Feuerwehrleute beim Einsatz in Charkiw nach russischem Raketenbeschuss am Wochenende Bildrechte: picture alliance/dpa/AP | Andrii Marienko

Bei einem russischen Angriff auf die ostukrainische Großstadt Charkiw sind nach ersten Berichten mindestens zehn Menschen verletzt worden. Mehrere Explosionen erschütterten Wohngebiete in der Stadtmitte, teilte der regionale Militärverwalter Oleh Sinegubow auf der Plattform Telegram mit. Derzeit würden Ärzte zehn Personen an zwei Orten, die beschossen wurden, behandeln. Nach ersten vorläufigen Berichten soll die russische Luftwaffe Gleitbomben eingesetzt haben.

14:57 Uhr | Selenskyj sendet emotionale Videobotschaft

Menschen gehen mit Osterkörben neben dekorativen Ostereiern zur Mariä-Entschlafens-Kathedrale von Kiew-Pechersk Lawra.
Mariä-Entschlafens-Kathedrale von Kiew-Pechersk Lawra  Bildrechte: picture alliance/dpa/SOPA Images via ZUMA Press Wire | Sergei Chuzavkov

In der Ukraine wird das orthodoxe Osterfest von russischen Angriffen überschattet. Aus diesem Anlass wandte sich der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj in einer emotionalen Videobotschaft an die Bevölkerung. Vor der Sophienkathederale in Kiew sagte Selenskyj, Gott trage ein Abzeichen mit der ukrainischen Flagge auf seiner Schulter.

Das Oberhaupt der Orthodoxen Kirche der Ukraine, Metropolit Epiphanius, gratulierte seinen Landsleuten ebenfalls in einer Videobotschaft zum Fest der Auferstehung Jesu. Der auferstandene Christus solle Hoffnung und Trost in die ganze Ukraine bringen und überall dort, wo die Ukrainer jetzt kämpften, Kraft spenden, "um trotz aller Schwierigkeiten und Prüfungen weiter zum großen ukrainischen Sieg voranzuschreiten".

12:20 Uhr | Zwei Tote und mehrere Verletzte bei russischen Angriffen

Bei russischen Angriffen auf den Osten der Ukraine sind ukrainischen Angaben zufolge zwei Menschen getötet und sechs weitere verletzt worden. In Pokrowsk seien bei Raketenangriffen zwei Menschen getötet und ein Haus beschädigt worden, erklärte der Gouverneur der Region Donezk, Wadim Filaschkin, am Sonntag im Onlinedienst Telegram. Pokrowsk liegt rund 60 Kilometer nordwestlich von Donezk, der Hauptstadt der zu großen Teilen von Russland besetzten Region.

Der Gouverneur der nordöstlichen Stadt Charkiw, Oleh Synegubow, erklärte auf Telegram, ein Haus und dessen Nebengebäude seien in Folge der Angriffe niedergebrannt. "Sechs Menschen wurden verletzt, darunter ein 2015 geborenes Mädchen", hieß es weiter. Die Angriffe ereigneten sich während des orthodoxen Osterfestes in Russland und der Ukraine.

12:15 Uhr | Scholz bekräftigt Unterstützung für Ukraine

Bundeskanzler Olaf Scholz hat der Ukraine erneut die langfristige Unterstützung Deutschlands zugesichert. "Am heutigen orthodoxen Osterfest denken wir besonders an die vielen orthodoxen Christinnen und Christen in der Ukraine, die dieses Fest nicht im Kreis ihrer Familie, nicht in Frieden feiern können", schreibt Scholz auf X. "Klar ist: Wir unterstützen die Ukraine – so lange wie nötig."

10:30 Uhr | Debatte um wehrpflichtige Ukrainer im Ausland

Nach der Einstellung des Konsulardiensts für wehrpflichtige Ukrainer im Ausland sieht der hessische Innenminister Roman Poseck wenig Chancen dieser Männer auf den Erhalt von Ersatzpapieren in Deutschland. Das Ausstellen von Ersatzpapieren müsse geprüft werden, sagt der CDU-Politiker im "Bericht aus Berlin" der ARD. Vieles spreche jedoch dagegen: "Ich bin skeptisch, weil ich nicht sehe, dass die Voraussetzungen dafür vorliegen. Die Ukraine ist kein Unrechtsstaat."

Laut ARD-Hauptstadtstudios wollen die Bundesländer und das Bundesinnenministerium am kommenden Dienstag darüber beraten, wie mit der Frage umgegangen werden soll. Seit einiger Zeit signalisiert die Regierung in Kiew, offenbar mehr im Ausland lebende Landsleute zum Militärdienst im Krieg gegen die russischen Invasionstruppen einziehen zu wollen.

07:34 Uhr | Mehrere russische Angriffe

Aus der Luft sieht sich die Ukraine weiter schweren Angriffen ausgesetzt. Die ukrainische Luftverteidigung hat in der Nacht 23 von 24 russischen Angriffsdrohnen abgeschossen. Das teilt die Luftwaffe auf dem Kurznachrichtendienst Telegram mit.

Die Millionenstadt Charkiw im Osten des Landes wurde innerhalb eines Tages gleich dreimal von schweren Angriffswellen erschüttert. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj lobte trotz einer Reihe von Einschlägen die eigene Flugabwehr. "Heute hatten unsere Verteidiger des Himmels den ganzen Tag über viel Arbeit", sagte Selenskyj in seiner täglichen Videoansprache. Beschuss habe es in Charkiw, Odessa und im Gebiet Donezk gegeben. 

03:30 Uhr | Medien: Russisches Militär erobert weitere Ortschaft in Donezk

Russische Truppen rücken Medienberichten zufolge im Osten der Ukraine weiter vor. Das russische Militär habe die Siedlung Archanhelske besetzt, berichtete die ukrainische Nachrichtenagentur Unian am Samstag unter Berufung auf den bekannten Militär-Telegramkanal "DeepState". Russische Militärblogs hatten die Eroberung bereits einige Stunden zuvor gemeldet. Offiziell gab es zunächst aus Kiew keine Reaktion zu den Berichten über den Verlust einer weiteren Ortschaft.

Nach Ansicht von Experten der US-Denkfabrik ISW können die russischen Angreifer nun wählen, ob sie weiter nach Westen auf die Kreisstadt Pokrowsk vorrücken oder gen Norden ziehen, um den Druck auf das strategisch wichtige Tschassiw Jar bei Bachmut zu verstärken.

Archanhelske liegt etwa 15 Kilometer nördlich von Awdijiwka. Diese zur Festung ausgebaute Kleinstadt unmittelbar vor den Toren der bereits seit 2014 von prorussischen Kräften kontrollierten Industriestadt Donezk mussten die Ukrainer im Februar nach schweren Kämpfen räumen. Seither ist es Kiew nicht gelungen, die Front in dem Abschnitt zu stabilisieren. Der zunächst als neue Verteidigungslinie geplante Raum zwischen Sjewerne, Orliwka und Berdytschi ist inzwischen unter russischer Kontrolle. Auch der Versuch, die Russen vor Otscheretyne zu stoppen, ist gescheitert.

Ukrainische Soldaten fahren in einem gepanzerten Fahrzeug in der Nähe der Frontstadt Tschassiw Jar. Die Stadt Tschassiw Jar steht weiterhin unter schwerem Beschuss durch russische Stellungen außerhalb der Stadt. 5 min
Bildrechte: picture alliance/dpa/ZUMA Press Wire | Madeleine Kelly

00:00 Uhr | Ukraine-News am Sonntag, 5. Mai 2024

Guten Morgen! In unseren Ukraine-News halten wir Sie weiterhin über die Entwicklungen im Krieg in der Ukraine auf dem aktuellen Stand. Alle wichtigen Nachrichten dazu erscheinen hier im Laufe des Tages.

Die Berichterstattung über den Russland-Ukraine-Krieg ist komplex. Es gibt eine Vielzahl von Medienvertretern vor Ort, darunter auch unabhängige Journalisten aus verschiedenen Ländern. Trotzdem ist wichtig zu wissen, dass die Beschaffung verlässlicher Informationen schwierig ist, weil viele verfügbare Quellen politisch motiviert sein können und schwer zu überprüfen. Dennoch gibt es unabhängige Experten, Organisationen und Journalisten, die differenzierte Einblicke bieten. Bei der Bewertung von Informationen sind verschiedene Quellen und eine kritische Haltung unerlässlich, um ein möglichst umfassendes Bild zu erhalten. Alles das berücksichtigt der MDR in seinen Berichten über den Russland-Ukraine-Krieg.

Quellen: u.a. AFP, dpa, Reuters, MDR

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL | Das Nachrichtenradio | 05. Mai 2024 | 06:00 Uhr

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