Motor, Akku, & Co. Tipps zum Beginn der E-Bike-Saison

Die Fahrradsaison ist eröffnet. Fehlt nur noch das richtige Bike. Der Trend geht zum Elektrofahrrad. Fahrradexperte Sebastian Billhardt gibt Tipps, was Sie beim Kauf eines E-Bikes beachten sollten.

Elektrofahrräder, sogenannte E-Bikes, werden immer mehr zum Renner. Nur mit wenig Anstrengung die Umgebung entdecken, wobei sogar weite Strecken kein Problem darstellen. Kein Problem mit E-Bikes. Anfang 2020 besaßen 4,3 Millionen Haushalte in Deutschland mindestens ein Elektrofahrrad. Wie das Statistische Bundesamt mitteilte, hatte damit etwa jeder neunte Haushalt mindestens ein E-Bike. Damit hat sich die Zahl der Privathaushalte mit E-Bikes in fünf Jahren nahezu verdreifacht -…und, der Boom hält weiter an.

Wichtige Fragen vor dem E-Bike-Kauf

Welches Rad ist das richtige für mich?

Die Entscheidung für das richtige Rad hängt immer davon ab, wie man das E-Bike oder das Cargo-Bike später individuell Nutzen möchte. Man sollte im Vorfeld seine Bedürfnisse analysieren und sich vom Fachhändler beraten lassen. Stehen längere Touren auf dem Plan, sollte es ein Trekkingrad sein, für das Stadtradeln ein City-Rad. Und wer ins Gelände will, sollte ein Crossrad oder ein robustes Mountainbike wählen.

Wie viel Geld sollte ich einplanen?

Beim Fachhändler liegt der Einstiegspreis bei etwa 2.000,- Euro. Natürlich ist ein Mehr immer möglich. Mit einem höheren Preis werden die Komponenten und Teile meist leichter und teurer, dadurch erhöht sich dann entsprechend die Reichweite.

Tipps für das richtige Fahren mit dem E-Bike -Beschleunigung verringern
- auf flachen Strecken am besten ohne Motorunterstützung fahren
- nicht dauerhaft unter Volllast fahren
- vor Fahrantritt auf den Reifendruck achten
- Fahranfänger sollten vor Fahrantritt auf freiem Gelände erste Fahrübungen machen

Auf welche Akkuleistung kommt es an?

Für kurze Strecken in der Stadt reicht ein kleiner, leichter und günstiger Akku ab 300 Wattstunden (Wh), der sich schneller aufladen lässt als ein größeres Modell, nämlich in zwei bis drei Stunden. Für Touren über 100 Kilometer Länge sollte der Akku mindestens 500 bis 600 Wattstunden (Wh) haben, aber der lädt dann schon mal fünf bis acht Stunden.

Eine falsche Reinigung kann Schäden verursachen

Weil Dreck in die Lager gedrückt wird, dass Fahrrad auf keinen Fall mit einem Hochruckreiniger putzen. Einen Eimer mit Wasser, Spülmittel und Lappen zu verwenden ist die bessere Wahl.


Wie lange oder für wie viele Kilometer hält der Akku?

Wenn man den kleinen Akku intensiv fährt, reicht er für ca. 40 bis 60 Kilometer. Mit den großen Akkus können etwa 80 oder 100 Kilometer zurückgelegt werden. Das hängt aber auch von verschiedenen Faktoren ab – etwa von der Fahrweise, also ob das Rad immer auf der höchsten Unterstützungsstufe genutzt wird, vom Fahrergewicht, vom Streckenprofil und vom Gegenwind.

Welche Motoren sind die besten?

Derzeit ist der Mittelmotor das Maß aller Dinge. Dieser Motor sitzt unter dem Tretlager, hat einen tiefen Schwerpunkt und man merkt ihn nur wenig. Ein Nabenmotor für vorn oder hinten ist eher die Ausnahme und für Spezialanwendungen geeignet.

…und:
HELM UND SICHERHEITSSAUSRÜSTUNG SIND EIN MUSS AUF DEM FAHRRAD!

Das ist unser Experte Sebastian Billhardt ist leidenschaftlicher Fahrradfahrer, Fahrradmonteur, Techniker, Händler und sogar Hersteller von Fahrrädern. Seit 2014 leitet er eine Fahrradmanufaktur in Leipzig.

Quelle: MDR um 4

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR um 4 | 27. April 2022 | 17:00 Uhr

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