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Fußball | 2. Bundesliga FCM-Sportchef Schork stärkt Titz und Reimann den Rücken – Winter-Zugänge geplant

15. November 2023, 19:41 Uhr

Nach sieben Zweitliga-Partien mit nur einem Punkt war der Chef gefragt: Sport-Geschäftsführer Otmar Schork stand am Mittwoch beim 1. FC Magdeburg Rede und Antwort.

Gut zwei Monate sind schon vergangen, als der 1. FC Magdeburg mit einem furiosen Saisonstart aufhorchen ließ. Im Anschluss des denkwürdigen 6:4-Heimspektakels über Bundesliga-Absteiger Hertha BSC war das bis dahin ungeschlagene Team von Trainer Christian Titz vor über 60.000 Zuschauern beim FC Schalke auf bestem Wege zum vierten Sieg im sechsten Spiel und der gleichbedeutenden Tabellenführung – das Ende ist bekannt.

Trotz einer 2:0- und 3:2-Führung verloren die Gäste das Traditonsduell noch mit 3:4. Es sollte der Start einer Negativserie werden, die den FCM nach nur einem Pünktchen aus insgesamt sieben Partien von Position drei auf 14 stürzen ließ. Das zwischenzeitliche Weiterkommen im DFB-Pokal in Kiel bedeutete keine Wende, danach folgte eine Niederlage beim Hamburger SV und zuletzt auch ein bitteres 1:2 vor heimischer Kulisse im Krisenduell gegen Ostrivale Hansa Rostock. 70 Prozent Ballbesitz und 13:2-Ecken reichten nicht.

Titz und Reimann stehen nicht zur Disposition

Am Mittwoch setzte sich FCM-Sport-Geschäftsführer Otmar Schork bei einem Pressegespräch auf das Podium und stärkte sowohl Trainer Christian Titz als auch Torwart Dominik Reimann den Rücken. Diese beiden Personalien stehen nicht zur Disposition. Aber den Winterschlussverkauf will Schork dennoch nutzen. Komplett zufrieden ist man an der Elbe mit dem Kader offenbar nicht.

Trainer Christian Titz mit Torwart Dominik Reimann (1. FC Magdeburg,1)
FCM-Trainer Christian Titz und -Torwart Dominik Reimann (re.) Bildrechte: IMAGO / Christian Schroedter

Schork: "Keine Trainerdiskussion"

"Man ist aufgewühlt und macht sich Gedanken", schilderte der 66-Jährige Schork seine Gefühlslage angesichts des Absturzes. Festmachen will er die sieben Ligaspiele mit nur einem Remis aber nicht an Coach Christian Titz: "Da ist von allen Beteiligten das Vertrauen da. Würde ich spüren, dass es Grüppchenbildung gibt, dass die unzufriedenen Spieler nicht mitgenommen werden, dann wäre es mein Job, da einzugreifen. Das ist aber nicht der Fall. Deswegen ist die totale Überzeugung da, dass wir diesen Weg weiter bestreiten. Von unserer Seite aus, gibt es keine Trainerdiskussion."

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Wackelt Trainer Christian Titz nach sieben sieglosen Spielen beim 1., FC Magdeburg? Sport-Geschäftsaführer Otmar Schork sagt, man habe "totale Überzeugung". Und "Es gibt keine Trainerdiskussion".

Mi 15.11.2023 16:22Uhr 00:41 min

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Auch der gegen Rostock zweimal patzende Stammtorwart Dominik Reimann soll weiter im Kasten bleiben: "Er hat seine Sache bisher sehr, sehr gut gemacht, es ist das erstes Spiel, wo er mal gepatzt hat." Nur einmal blieb Reimann dieser Zweitliga-Saison ohne Gegentreffer. Mit einem Schnitt von 3,15 liegt er in der Kicker-Notenliste auf Position 13.

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Der als Reimann-Konkurrent geholte Ex-U21-Nationalkeeper Julian Pollersbeck fällt mit Rückenproblemen ohnehin weiterhin aus: "Das ist natürlich bitter", so Schork, dessen eigener Vertrag bis 2025 läuft.

Drei Probleme sieht der Sportchef

Als Ursachen für die zuletzt mangelnde Ausbeute hat er drei Dinge ausgemacht: Man bekomme zu viele Standard-Gegentore und generell zu viele Gegentore. Das liege nicht daran, dass die Gegner die FCM-Defensiv auseinander kombinieren würden, sondern an "einfachen, individuellen Fehlern, die wir abstellen müssen." Dazu käme eine Abschluss-Schwäche in der Offensive: "Wir kreieren nach wie vor sehr gute und vielversprechende Torchancen, die wir definitiv nicht nutzen. Die Effizienz im Torabschluss fehlt."

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Otmar Schork Geschäftsführer Sort 1. FC Magdeburg 2 min
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Knoten bei Angreifer Schuler soll platzen

Mittelstürmer Luca Schuler sei das beste Beispiel. Gegen Hansa und beim HSV vergab der zu Saisonbeginn noch treffsichere Angreifer sehr gute Gelegenheiten: "Er braucht das Gefühl, dass wir ihn auch brauchen und dass der Knoten auch platzen wird, daran glaubt er auch selbst." Eine Kopfsache kann Schork beim gebürtigen Pfälzer nicht ausmachen. Mit vier Toren ist er der Top-Torschütze des FCM. Er traf zuletzt am 5. Spieltag, bei besagtem 6:4 gegen Hertha.

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Neue im Winter geplant

Keinen Hehl macht Otmar Schork daraus, dass der FCM in der Winterpause den Kader auffrischen will: "Wir haben in der Winterpause mit mir immer zwei bis drei Neuzugänge getätigt. auch jetzt werden wir den Markt sondieren." "Ein bis drei Sachen" könnte man machen. Schork kündigte an, auf der Außenverteidigerposition aktiv werden zu wollen. Aber man müsse auch die restlichen vier Liga-Begegnungen und das DFB-Pokalspiel gegen Düsseldorf abwarten. Als nächstes geht es zu Schlusslicht VfL Osnabrück, dort musste Aufstiegstrainer Tobias Schweinsteiger gerade gehen.

Trainer Christian Titz mit Geschäftsführer Otmar Schork (1. FC Magdeburg)
Sport-Geschäftsführer Otmar Schork (li.) und Magdeburgs Trainer Christian Titz Bildrechte: IMAGO / Christian Schroedter

Ceka fällt aus


Personell brachte Schork noch eine negative Nachricht mit auf das Podium: Rechtsaußen Jason Ceka fällt mit einer Knöchelverletzung "mindestens zwei bis drei Wochen" aus. Er kam in zwölf Saisonspielen immerhin auf sechs Scorerpunkte. Dagegen würden Jean Hugonet, Luc Castaignos und Mohamnmed El Hankouri am Montag wieder ins Training zurückkehren. Bei Hugonet und Castaignos könnte es bereits für eine Kadernominierung für Osnabrück (Sa., 25.11., 13:00 Uhr) reichen.

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Nach dem 0:2 beim Hamburger SV war Magdeburgs Mittelstürmer Luca Schuler untröstlich. Über die Niederlage und seine eigenen vergebenen Torchancen.

Sa 04.11.2023 23:19Uhr 02:04 min

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Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR AKTUELL | 15. November 2023 | 17:45 Uhr

44 Kommentare

Gernot vor 15 Wochen

Sagt ausgerechnet einer, der die ganzen größenwahnsinnigen Spinnerein nach dem Hertha - Spiel hier mit angetrieben hat.
Unser Verein gehört in diese Liga und hat Potenzial für Platz 5 bis 9. Und, bekommen das die Verantwortlichen nicht hin, dann müssen sie ersetzt werden. Ohne wenn und aber. Ein erneuter Abstieg hätte unüberschaubare Negativfolgen für den Verein. Wer das nicht kapiert, hat Profisport nicht erkannt.

Gernot vor 15 Wochen

Bei Leuten, wie OS, spielt das Geld dann nicht mehr die übergeordnete Rolle. Es geht da wohl mehr um das eigene Ego.
Sicher, wir haben qualitativ nach 1990 noch nie einen solchen Standart gehabt. Nur, da waren die Voraussetzungen und die führenden Aktiven bei weiten nicht so gut aufgestellt. Eine Bruchbude von Stadion und dazu Artisten , wie Boegelsack, Schmidt etc.
Heute sieht es ganz anders aus., unsere " Verhältnisse " sind so schlecht nicht. Zwar nicht rosig, aber auch nicht vom täglichen Überlebenskampf gezeichnet. Und, wir dürfen nicht immer nur nach hinten schauen und allein nur dankbar sein, daß wir irgendwo angekommen sind. Wir müssen uns stetig( !!!!) weiterentwickeln- Stillstand ist Rückschritt und der ist tödlich. Diese These ist nicht von mir, sondern ein Lehrsatz der Ökonomie.
Ich gehörte zu den Mahnern nach den ersten Spielen. Diese ganzen Spinnerein wären auch tödlich gewesen, sofern sie eingetreten wären. Der 1.FC Magdeburg gehört in diese Liga und zwar auf Dauer.

Thoralf vor 15 Wochen

Lass mal Gernot, Schork hat auch keine Probleme bei Hossi gesehen. Er wäre bis in die Oberliga mit ihm gegangen.
Titz ist hier sicher. Der Pfleger kümmert sich nicht. Der Ex Block Uer schreibt wohl gerade wieder eine Motivations - oder Durchhalte Rede und Schork schorkt uns zu Tode.
Egal, die Qualität ist mies . Da kann nicht einmal ein richtiger Trainer was machen.
Auf dem Markt liegt nichts rum.
Abstieg ist eine Option. So, wie diese Blau Weißen Kasper spielen, ist Dritte Liga eine Verbesserung.
Die Erfolgsserie wird an der Bremer Brücke fortgesetzt. Vielleicht haben wir Glück und Reimann verletzt sich .

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