ICE-City Hochhaus aus Holz für Erfurt: So soll der Tower West aussehen

Nahe des Hauptbahnhofs wird sich das Gesicht der Thüringer Landeshauptstadt in den kommenden Jahren massiv verändern: In der sogenannten ICE-City in Erfurt sollen unter anderem zwei Hochhäuser entstehen. Für den "Tower West" wurde jetzt der Siegerentwurf vorgestellt.

Entwurf für den Tower West, ein Hochhaus in der ICE-City Erfurt
Das Architekturbüro Delugan/Meiss hat sich mit seinem Entwurf für den "Tower West" in der ICE-City Erfurt durchgesetzt. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Erfurt bekommt ein Hochhaus aus Holz. Das ist das Ergebnis des Architekturwettbewerbs zum sogenannten "Tower West". Die Jury gab das Ergebnis am Mittwoch bekannt: Gewonnen hat das Architekturbüro Delugan/Meissl aus Wien.

Hotel-Hochaus als Auftakt für die ICE-City Erfurt

"Es ist nicht nur einfach ein neues Hochhaus am Hauptbahnhof, sondern es ist der Auftakt für die ICE-City", hob Paul Börsch, Leiter des Erfurter Amts für Stadtentwicklung und Stadtplanung, die Bedeutung des Projekts hervor. Auf dem ehemaligen Bahngelände sollen später ein weiteres Hochhaus ("Tower Ost"), ein Hauptquartier der Deutschen Bahn und beispielsweise Gebäude mit Büroflächen entstehen. Mit dem Ausbau Erfurts zum ICE-Knoten wächst so nahe des Hauptbahnhofs auch ein neuer Stadtteil heran.

Hochhaus-Entwurf orientiert sich an Thüringer Fachwerkbau

Im "Tower West", für den nun die Jury-Entscheidung fiel, soll künftig ein Hotel der Atlantic-Gruppe seine Gäste empfangen - in unmittelbarer Nähe zum kürzlich eröffneten Prizeotel. Das Spektakuläre an den Architektenplänen aus Österreich sei, dass es sich im Wesentlichen um einen Holzbau handele, sagte Stadtplaner Börsch. Der Entwurf sei auf den Thüringer Fachwerkbau zugeschnitten, greife das Thema Nachhaltigkeit auf und passe gut in die Erfurter Altstadt.

Modell von zwei Hochhäusern für die ICE-City in Erfurt.
Nicht nur im Modell aus Holz, sondern auch in echt: das geplante Hochhaus (rechts) in der ICE-City in Erfurt Bildrechte: MDR/Patricia Schumann/viveart

Bestandszusage für Erfurter Zughafen in ICE-City

Nach Börschs Angaben könnte der Bau des Hotels in zwei Jahren beginnen. In fünf bis zehn Jahren werde das gesamte Areal der ICE-City deutlich anders aussehen. Der Zughafen als Kulturzentrum soll dann weiterhin Bestandteil sein, betonte der Stadtplaner. "Denn da sind die Kreativen zu Hause, da ist Zukunftsfähigkeit zu Hause. Und das ist genau das, was wir hier haben möchten."

Quelle: MDR THÜRINGEN/maf

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN | MDR THÜRINGEN JOURNAL | 18. Dezember 2019 | 19:00 Uhr

10 Kommentare

Grosser Klaus vor 29 Wochen

Solche Projekte wie die ICE-City und andere Projekte lassen erkennen, dass Paul Börsch, Leiter des Erfurter Amts für Stadtentwicklung und Stadtplanung keine Grundsätze für Stadtentwicklung kennt.

Grosser Klaus vor 29 Wochen

Mit der ICE-City entstehen Überkapazitäten an Büros und Hotels, an was es in Erfurt fehlt, ist preiswerter Wohnraum.
Das gesamte Projekt und im Speziellen das Hotel-Hochhaus ist nicht schön, nicht innovativ und nicht nachhaltig.
Einzig und allein die Verwendung des Baustoffes Holz ist interessant.

Elsburg vor 29 Wochen

Elsburg II

Konstruktiv werden insbesondere gr.Holzbauten mit mögl.vollständig vorgefertigt. Wand(ggf +IsoFenster-Einbruch-Sicherheitsstufe xy, Türen)- /Boden|Decken-Elemente od. ganze Raum-Module [Küche-, Bad-/Dusch-/Kühl-raumzelle] wie Baukastenteile +Kran
"in Windeseile" zusammen-gesetzt 'Puzzle' aufgebaut!

Digitales konstruieren +ebenso maßgenau voll Vorfabriziert in Riesenhalle des Sägewerk- +Herstell-U'ens ist Voraussetzung [vgl.Kreuzfahrschiffsbau!!];
so schnell kann keiner Stein-/Stahlskelett-/Beton-Rohbau erstellen - schon gar-nicht dazu Komplettausbau incl aller Installationen. Fenster+Türen!
Bestens geeignet für viel Ident-Module zB Giga'Kreuz-fahrschiffe, Hotel,Klinik, Alten- /Pflege-Residenz /-Heim, Stu-dentenheim Wohneinheiten [vulgo: Freß-Liege-Buchten:)!].

Allerdings ist's Trugschluß, daß Käferbefall, abgestorbe-ne Fichten nennenswert verwendet werden ["können"!], da konstruktive Stabilität zu sehr gesunken!
Vgl.hzb-Holz'Zentral-Blatt, Stgt,3x/wtl-div.Text+Bild 2o13ff

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