Szene aus dem Film I, Tonya
Margot Robbie als Tonya Harding: Mit dieser Rolle war die Schauspielerin für den Oscar nominiert. Bildrechte: DCM Filmdistribution

Filmbesprechung "I, Tonya" - Filmische Rettung einer Ehre, die Harding nie hatte

von Knut Elstermann, MDR KULTUR Filmkritiker

Szene aus dem Film I, Tonya
Margot Robbie als Tonya Harding: Mit dieser Rolle war die Schauspielerin für den Oscar nominiert. Bildrechte: DCM Filmdistribution

Sie wurde als "Eishexe" beschimpft: Tonya Harding, deren Image seit dem Anschlag auf ihre Konkurrentin Nancy Kerrigan für immer verdorben sein dürfte. Der wunderbare Film von Craig Gillespie mit der hinreißenden, kraftvollen Margot Robbie rekonstruiert das Leben dieser trotz aller Erfolge immer deplatziert wirkenden, aus ärmsten Verhältnissen stammenden, alles anderen als zarten Sportlerin.

Sie sprang als erste Frau in einem Wettbewerb den dreifachen Axel, ihre selbstgenähten Kostüme waren so grob wie ihr Auftreten. Als Opfer einer tyrannischen Mutter – sehr zurecht erhielt Allison Janney für diese prachtvolle Trash-Figur einen Oscar – eines prügelnden Ehemanns (Sebastian Stan), als verlachte Unterklassen-Eisprinzessin in einer schicken Glitzerwelt, zieht Tonya automatisch unsere Sympathien auf sich in dieser sehr unterhaltsamen, filmischen Rettung einer Ehre, die sie nie hatte.

Genre: Drama  
Regie: Craig Gillespie  
Darsteller: Margot Robbie, Allison Janney, Sebastian Stan  
Im deutschen Kino ab: 22.03.2018  
Produktionsland: USA  
Bewertung: ★ ★ ★ ★ ☆ (4 von 5 Sternen)  

Dieses Thema im Programm: MDR KULTUR - Das Radio | Die Filme der Woche | 22. März 2018 | 08:10 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 22. März 2018, 03:01 Uhr

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