Sonnendurchfluteter Buchenwald
Buchenwälder wie dieser im Nationalpark Harz sollen künftig besser geschützt werden. (Archivbild) Bildrechte: picture alliance/dpa | Soeren Stache

Schauplatz Dübener Heide Vertrag zum Schutz alter Buchenwälder unterschrieben

04. März 2024, 18:43 Uhr

In Deutschland sollen alte Buchenwälder besser geschützt werden. Bundesumweltministerin Steffi Lemke und die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben haben dazu am Montag in der Dübener Heide eine Vereinbarung unterzeichnet.

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Das Bundesumweltministerium und die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Geschäftsbereich Bundesforst) haben am Montag in der Dübener Heide eine Vereinbarung zum Erhalt alter Buchenwälder unterzeichnet. Zur Vertragsunterzeichnung kam Bundesumweltministerin Steffi Lemke (Bündnis 90/Die Grünen) in das Buchenwaldgebiet zwischen Söllichau im Landkreis Wittenberg und Kossa in Sachsen.

Kein Holz schlagen mehr in alten Buchenwäldern

Die Vereinbarung sieht vor, dass in alten Buchenwäldern kein Holz mehr geschlagen werden soll. Außerdem werde die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben damit beauftragt, neue Waldflächen mit Buchenbeständen aufzukaufen. Alte Laubwälder seien für den Erhalt der Artenvielfalt und für einen natürlichen Klimaschutz besonders wichtig, so das Bundesumweltministerium. "Insbesondere alte Buchenwälder bieten hier wichtige Synergien."

Lemke: Buchenwälder natürliche Klimaschützer

Im Interview mit MDR SACHSEN-ANHALT ergänzte Ministerin Lemke, "dass alte Buchenwälder unglaublich viel CO2 speichern können, Kohlenstoff einlagern können, das heißt, dass sie hier eine natürliche Senke sind und damit als natürliche Klimaschützer für uns arbeiten – 24 Stunden am Tag, rund um die Uhr – und diese Funktion sollten wir uns unbedingt nutzbar machen."

Das Waldgebiet bei Kossa in der Dübener Heide besteht den Angaben zufolge aus naturnahen Buchenwäldern, einem bodensauren Eichenwald und einem Moorwald. Es ist als Natura 2000 Gebiet ausgewiesen.

MDR (Stephan Schulz, Engin Haupt, Marius Rudolph)

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT | 04. März 2024 | 16:30 Uhr

2 Kommentare

weils so nicht unwidersprochen bleiben darf vor 6 Wochen

Was für ein Unfug!
Da hat man grade in der EU die (vielleicht ja mal "gutgemeinten", aber eben real völlig sinnfreien) Acker-Unkrautstreifen-Verordnungen und -Förderungen (grossteils) wieder eingestampft, und schon treibt der Pseudo-Naturschutz-Populismus wieder neune Sumpfblüten. Buchenwälder sind in Deutschland (bis auf wenige Ausnahmen) KULTURflächen; sie durch Abholzungs-Verbote "erhalten" zu wollen, heisst sie letztlich zu vernichten - Buchenbestände werden zunehmend eingeschlagen werden, ehe sie Gefahr laufen, in ein "Schutzalter" zu kommen, und neue wird unter solchen Bedingungen niemand anpflanzen. Ähnlich gings einst in meiner Gegend den alten "Feldhecken" - die NACH den "Schutzverordnungen" alle verschwunden sind, weil die Landwirte sich den Erhalt unten den neuen Bedinungen schlicht nciht mehr leisten konnten. VORHER störten sie keinen, jahrhundertelang.

Helmut Buech vor 6 Wochen

Schlimm ist, dass man dafür eine Vereinbarung braucht. Eine Vereinbarung, dass man CO2 Speicher nicht abholzt. Eigentlich schon absurd und paradox.

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