Passant*innen vor einem alten Haus mit gelber Fassade
Auch das Stadtmuseum befasst sich im kulturellen Themenjahr mit Streitkultur. Bildrechte: picture alliance / Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa | Jan Woitas

Interaktives Museum Ausstellung "Streit, Zoff und Beef" im Stadtmuseum Halle

04. Juli 2023, 11:32 Uhr

Die Jahresausstellung im Stadtmuseum in Halle zeigt vom 2. Juli bis 24. Juni 2024, wie und worüber Generationen mit Sinn oder Unsinn auch über die Stadtgrenzen hinweg streiten. Die Ausstellungsmacher wollen die Besucherinnen und Besucher beteiligen. Die Ausstellung sei museumsuntypisch unfertig und biete Raum zum Wachsen. Sie soll Fragen aufgreifen, die generationsübergreifend viele Menschen in Halle umtreiben und die gleichzeitig überregional heftig diskutiert werden.

Das Stadtmuseum hat unter dem Titel "Streit, Zoff und Beef" eine neue Ausstellung eröffnet. Bei der Schau stehe leidenschaftliches Streiten im Mittelpunkt, hieß es vom Museum. Die Ausstellung sei der Beitrag des Stadtmuseums zum kulturellen Themenjahr über Streitkultur. Gleichzeitig will das Museum mit ihr bewusst Position in aktuellen gesellschaftlichen Debatten beziehen. Auch die Franckeschen Stiftungen Halle und die Martin-Luther-Universität in Halle setzen sich in ihren aktuellen Ausstellungen mit dem Thema Streit und den Umgang damit auseinander.

Schau über Konflikte wurde von Schülern mitgestaltet

Im Stadtmuseum werden den Angaben zufolge Objekte aus der Geschichte der Stadt sowie Exponate zu aktuellen Streitthemen und Mitmachaktionen präsentiert. Das Besondere: "Streit, Zoff und Beef" sei auch unter Mitwirkung von Schülerinnen und Schülern, unter anderem vom Christian-Wolff-Gymnasium und Menschen mit Behinderungen gestaltet worden, hieß es.

Stadtmuseum Einblicke in die Ausstellung "Streit, Zoff & Beef" in Halle

Die Jahresausstellung im Stadtmuseum in Halle zeigt eine neue Ausstellung. Bis 24. Juni 2024 geht es dort darum, wie und worüber Generationen mit Sinn oder Unsinn streiten.

Besucher schauen sich Tafeln in einem Ausstellungsraum an.
Die neue Ausstellung ist als eine wachsende Ausstellung konzipiert, die vom Mitmachen während der gesamten Laufzeit noch mehr an Aussagekraft gewinnen kann. Bildrechte: Stadtmuseum Halle/Michael Roch
Besucher schauen sich Tafeln in einem Ausstellungsraum an.
Die neue Ausstellung ist als eine wachsende Ausstellung konzipiert, die vom Mitmachen während der gesamten Laufzeit noch mehr an Aussagekraft gewinnen kann. Bildrechte: Stadtmuseum Halle/Michael Roch
Eine Frau fotografiert etwas mit ihrem Handy.
Die Machart der Ausstellung, sie wird von Axel Göhre verantwortet, strahlt nach Angaben der Macher in lebendigen Farben. An den Wänden finden sich an vielen Stellen gezeichnete Sprüche und Bilder des in Halle bekannten Zeichners Sebastian Gerstengarbe. Bildrechte: Stadtmuseum Halle/Marcus-Andreas Mohr
Zwei Menschen stellen in einem Ausstellungsraum eine Streitszene nach.
Zu den Räumlichkeiten gibt es barrierefreie Zugänge. Zentraler Ort der Ausstellung ist ein Streitforum. Bildrechte: Stadtmuseum Halle/Marcus-Andreas Mohr
Eine Besucherin schreibt etwas auf eine interaktive Tafel in einem Ausstellungsraum.
An passenden Stellen wurde bewusst improvisiert. Die Ausstellung will zum Mitgestalten einladen. Bildrechte: Stadtmuseum Halle/Marcus-Andreas Mohr
Ein Besucher hört sich etwas in einem Ausstellungsraum an.
Nicht nur in der eigenen Familie sondern in der gesamten Stadtgesesellschaft gibt es Themen, die uns zum Streit herausfordern. Spannungsfelder sind neben dem privaten häuslichen Küchentisch, die Auseinandersetzungen im Stadtrat, der Disput zum Platz, den wir jungen Menschen und Zugewanderten in Halle einräumen, teilt das Stadtmuseum mit. Bildrechte: Stadtmuseum Halle/Marcus-Andreas Mohr
Kinder werden durch in einem Ausstellungsraum geführt.
Bereits beim Ausstellungsmachen habe das Stadtmuseum nach eigenen Angaben neue Wege beschritten. Wichtig sei dabei der Dialog mit Schülerinnen und Schülern, u.a. des Christian-Wolff-Gymnasiums, mit Zeitzeugen, mit Menschen mit Beeinträchtigungen, Menschen mit Migrationshintergrund und mit Politikern gewesen. Bildrechte: Stadtmuseum Halle/Marcus-Andreas Mohr
Besucher schauen sich ein Regal mit Exponaten in einem Ausstellungsraum an.
Seit mehreren Jahren präsentiert das Stadtmuseum Halle den Angaben zufolge immer wieder Ausstellungen mit zeitgeschichtlicher Perspektive und einem starken Gegenwartsbezug. Es beziehe bewusst Position in aktuellen gesellschaftlichen Debatten und spreche mit modernen barrierefreien Ausstellungsgestaltungen junge und ältere Besucher gleichermaßen an. Die neue Jahresausstellung "Streit, Zoff & Beef" will daran anknüpfen. Bildrechte: Stadtmuseum Halle/Marcus-Andreas Mohr
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Eine Ausstellung, die wachsen soll

Die Ausstellung ist demnach für alle Altersgruppen geeignet. Besucher könnten unter anderem "Streitwürfel" basteln und an der Aktion "Box die Wut raus" teilnehmen. Durch das Mitgestalten seitens der Besucherinnen und Besucher soll die Ausstellung nach ihrer Eröffnung weiter wachsen und an Aussagekraft gewinnen. Für Streitgespräche stehe ein besonderer "Küchentisch" mit extra entwickeltem Streitspiel zur Verfügung, hieß es. Anlässlich der Vernissage soll es auch eine "Streit-Performance" einer Improvisationstheatergruppe geben.

Personen im Eingangsbereich eines öffentlichen Gebäudes
2013 wurde das Stadtmuseum umgebaut. Seitdem gibt es wechselnde Ausstellungen. Bildrechte: picture alliance / ZB | Jan Woitas

dpa, MDR (Susanne Ahrens)

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT | MDR SACHSEN-ANHALT | 04. Juli 2023 | 07:10 Uhr

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