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Ein Wolf ist am Mittwoch von Norden nach Südosten durch Halle geirrt. Mehr dazu im Audio. Bildrechte: IMAGO/Daniel Scharinger
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In Halle ist am Mittwoch ein Wolf gesichtet worden. Er war an mehreren Stellen im Stadtgebiet unterwegs, hat die Stadt aber vermutlich wieder verlassen.

MDR SACHSEN-ANHALT Do 28.03.2024 17:00Uhr 00:37 min

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Von Norden nach Südosten Verirrter Wolf wandert durch Halle

28. März 2024, 14:32 Uhr

In Halle sorgt die Sichtung eines Wolfs für Aufregung. Das Tier war am Mittwoch an mehreren Stellen im Stadtgebiet gesichtet worden. Inzwischen hat das Tier die Stadt vermutlich wieder verlassen.

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Im Stadtgebiet von Halle hat sich am Mittwoch ein Wolf aufgehalten. Nach Angaben des Landesamtes für Umweltschutz wurde das Tier zunächst am Galgenberg und am Nordfriedhof gesehen. Später sei im Internet ein Video geteilt worden, das den Wolf beim Überqueren der Gleise am Güterbahnhof zeigt.

Wolf in Halle durch Video identifiziert

Das Wolfskompetenzzentrum (WZI) habe das Tier anhand der Filmaufnahmen zweifelsfrei als Wolf identifizieren können, heißt in der Mitteilung der Behörde. Seit der letzten Sichtung in der Nähe der Europachaussee am späten Mittwochvormittag sei das Tier nicht mehr gesehen worden. Es sei daher mit großer Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass der Wolf das Stadtgebiet von Halle wieder verlassen hat.

Wölfe in Orten "nicht ungewöhnlich"

Dass sich Wölfe in bewohnte Gebiete begeben, so das Landesamt für Umweltschutz, sei eher selten, könne aber durchaus vorkommen. "Wölfe orientieren sich an landschaftlichen Strukturen, wie Flüssen, wenn sie in ihnen unbekannte Regionen abwandern. Da die Tiere nicht wissen können, dass auf der eingeschlagenen Strecke eine Ortschaft liegt, kann es passieren, dass sie sich in den Ort verlaufen."

Im aktuellen Fall sei das Tier von Passantinnen und Passanten als eher ängstlich und suchend beschrieben worden. Es soll sich zügig zurückgezogen haben, wenn es Menschen wahrnahm, und zeigte den Angaben zufolge keinerlei aggressives Verhalten.

Tipps bei Begegnung mit Wölfen

Trotzdem appelliert das Landesamt für Umweltschutz an Fußgänger, nicht auf den Wolf zuzugehen, sollte sich das Tier außerhalb oder innerhalb von Ortschaften erneut zeigen. Es sollte auch nicht angelockt und gefüttert werden.

"Zu Fuß oder mit dem Rad ist es am besten, kurz stehen zu bleiben", schreibt die Behörde. Dann habe das Tier die Möglichkeit, die Anwesenheit des Menschen erst einmal wahrzunehmen und sich dann in Ruhe zurückzuziehen. "Wer sich unwohl fühlt oder Angst hat, kann auch laut rufen oder in die Hände klatschen."

MDR (Stephan Schulz, Oliver Leiste)

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7 Kommentare

Michail Bakunin vor 16 Wochen

Wolfskompetenzzentrum. Wenn ich das schon lese... Wir haben hier drei Wölfe bei uns im Bundesland, also lasst uns erst mal eine Behörde gründen und mit ordentlich Beamten ausstatten! So typisch deutsch. Und natürlich gib es wahrscheinlich auch 16 Landeswolfskompetenzzentren geführt von kompetenten Beamten und Politikern, die den ganzen Tag eigentlich was genau machen?

Und hat der Wolf überhaupt eine gültige Aufenthaltsgenehmigung oder isses gar ein illegaler Wolfsmigrant? Ich hoffe doch auch sehr, dass der Wolf nicht auch noch Bürgergeld bezieht. Gut, das wir genügend Kompetenzzentren haben, die das prüfen können.

moische vor 16 Wochen

Was wird denn da für ein Grimmmärchen erzählt. Wenn Wölfe durch den Menschen entsprechend konditioniert werden, d.h. sie selbst oder ihre Eltern haben schlechte Erfahrungen mit Menschen in oder in der Nähe menschli. Siedlungen gemacht werden diese auch gemieden. Und genau das Durchlaufen von Siedlungen wie einer Großstadt machen die Wölfe in Mitteleuropa im Gegensatz zu ihren Herkunftsgebieten in Ostpolen, Ukraine und Russland eben. Der Wolf muss die Scheu vorm Menschen erlernen, diese ist nicht angeboren wie bei allen Gipfeltieren.

Steuerport vor 16 Wochen

Der will zum Rotkäppchen Richtung Bahnsteig zum Hauptbahnhof….

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