Streikende Mitarbeiter vor dem Homann-Werk in Rogätz
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Feinkosthersteller Erneuter Warnstreik bei Homann in Rogätz

12. Februar 2024, 19:13 Uhr

Löhne wie die Kollegen im Westen, Urlaubsgeld, Weihnachtsgeld – das sind nur drei Forderungen der Gewerkschaft NGG im Tarifkonflikt mit dem Feinkosthersteller Homann für dessen Werk in Rogätz. Am Montag waren die Mitarbeitenden dort zum zweiten Warnstreik innerhalb weniger Tage aufgerufen. Auch bei der MEG wird weiter gestreikt.

Beim Feinkosthersteller Homann in Rogätz im Landkreis Börde haben rund 50 Beschäftigte am Montag für mehrere Stunden die Arbeit niedergelegt. Aufgerufen hatte die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG). Sie will damit den Druck auf den Arbeitgeber im Streit um einen neuen Manteltarifvertrag erhöhen.

Die NGG fordert unter anderem eine Angleichung an die Arbeitsbedingungen im niedersächsischen Lintorf bei Osnabrück. Dabei geht es unter anderem um eine Neuregelung beim Urlaubsgeld, der Arbeitszeit und bei der Zahlung von Zuschlägen. Bereits vor einer Woche hatten die rund 160 Beschäftigten im Werk Rogätz befristet die Arbeit ruhen lassen.

NGG fordert "gerechte Bezahlung"

Der Geschäftsführer der NGG in Sachsen-Anhalt, Holger Willem, sagte, wer gute Fachkräfte brauche, müsse auch gerecht bezahlen. Das Homann-Werk in Rogätz gehört zur Theo-Müller-Unternehmensgruppe und stellt Grillsaucen, Dressings und Ketchup her.

Streiks auch bei Getränkehersteller MEG in Sachsen-Anhalt

Wegen ähnlicher Forderungen hat die NGG ihren Streik zudem an zwei Standorten der Mitteldeutschen Erfrischungsgetränke GmbH in Sachsen-Anhalt auf 96 Stunden ausgedehnt. Er soll bis Dienstagmorgen dauern. Die MEG-Zentrale befindet sich in Weißenfels im Burgenlandkreis. Dort und am Standort in Jessen wird gestreikt.

Die MEG gehört zur Schwarz-Gruppe und produziert unter anderem Mineralwasser für Lidl und Kaufland. Die Firma gehört nach eigenen Angaben zu den größten Herstellern alkoholfreier Getränke in Deutschland. In der Abfüllung arbeiten demnach rund 660 Beschäftigte.

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MDR (Jörg Wunram, Mario Köhne); dpa

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT – Das Radio wie wir | 12. Februar 2024 | 08:30 Uhr

7 Kommentare

Nudel81 vor 2 Wochen

@Mike S: Was die Gewerkschaft in diesem Fall die NGG von einem anderen Gericht prüfen lässt.
Und meinem letzten Satz bezieht sich auf die Beobachtung der Medien. Die Belegschaften sind bereit in ein Arbeitskampf zu gehen. Bsp: Bahn, Ernährung, Lehrer.....

ENDLICH!!!!

Nudel81 vor 2 Wochen

@Fakt: Ja, dass ist mir bekannt. Fakt ist das die Branchen die ein Tarifvertrag haben in westlichen Bundesländern deutlich mehr Geld und Urlaub bekommen. Ist Ihnen das bekannt?

MikeS vor 2 Wochen

... angeführt von einer Gewerkschaft, die ob ihrer Methoden vom Arbeitsgericht eingebremst werden muss (siehe WSF)? Wo haben Sie Ihren letzten Satz abgeschrieben?

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