Waldbrandgefahr Totholz-Beräumung im Nationalpark Harz gestartet

Über Totholz im Nationalpark Harz ist intensiv diskutiert worden. Jetzt soll es schrittweise aus den Wäldern geräumt werden. Das Land, der Landkreis sowie der Nationalpark erhoffen sich dadurch mehr Schutz vor künftigen Waldbränden.

Ein Schreitbagger schneidet eine Schneise um ein übergreifen des Feuers auf die angrenzenden Waldgebiete im Nationalpark Harz zu verhindern
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Im Nationalpark Harz wird seit Donnerstag abgestorbenes Holz aus dem Wald abtransportiert. Wie der Landkreis Harz mitteilte, werden in den nächsten Wochen zunächst etwa 20 Hektar rund um Schierke beräumt. Darauf hatten sich das Land, der Landkreis Harz, der Nationalpark und die Stadt Wernigerode verständigt.

Mit der Beräumung sollen schwere Waldbrände im Harz künftig verhindert werden. Auch Brandschneisen sollen dem Landkreis zufolge angelegt werden, damit die Feuerwehren besser an die Brandstellen kommen und sich die Feuer nicht so schnell ausbreiten.

Debatte nach Waldbrand am Brocken

Nach dem Brand am Brocken hatte es erneut eine Debatte um das Totholz im Nationalpark Harz gegeben. Im Mittelpunkt stand dabei die Frage, ob Totholz ein möglicher Brandbeschleuniger ist.

Umweltschützer sehen Totholz als ein wichtiger Bestandteil im Ökosystem Wald. Für Sachsen-Anhalts Forstminister Sven Schulze (CDU) ist Totholz dagegen eine "riesen Gefahr".

Großbrand im September

Anfang September gingen südlich des Brockens mehrere Hektar Wald in Flammen auf. Der Brand breitete sich auf bis zu 150 Hektar aus. Über die Größe der Fläche wurde nach dem Brand gestritten. Zehn Hubschrauber und zwei Löschflugzeuge halfen dabei, die Flammen aus der Luft zu bekämpfen.

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MDR (Moritz Arand)

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT – Das Radio wie wir | 06. Oktober 2022 | 11:00 Uhr

3 Kommentare

Gurg vor 8 Wochen

Nicht die Stämme erhöhen die Brandgefahr, sondern - wenn überhaupt - Reisig und ausgetrocknete Streu. Die kann und darf man nicht beräumen. Das Totholz ist essenziell für Waldregeneration und CO2-Speicherung.

Also nichts als teurer, forstlich, ökologisch und für das Klima schädlicher Aktionismus und das in einem Nationalpark!

pwsksk vor 8 Wochen

Es ging unserer Umweltministerin ums Prinzip. Es geht den Grünen in Berlin ums Prinzip. Da ist reale und wirklich vorausschauende Denke unangebracht, auch wenn wir uns aus Prinzip selber schaden, oder soll ich besser schreiben, vernichten?

MikeS vor 8 Wochen

Was nützt das Totholz dem Ökosystem, wenn es dazu beiträgt, im Fall des Falles selbiges zu vernichten? Da im Harz fast überwiegend Totholz aus Nadelwäldern entsteht und sich am Boden die Nadeln sammeln, ist dies eine, wie man sieht, ernstzunehmende Gefahr. Nadelholz/Nadeln brennt wie Zunder. Man hatte noch mal Glück im Unglück, es hätte schlimmer ausgehen können und ein "brandbereinigter" Brocken/Nationalpark nützt wohl auch keinem!

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