Chanukka-Leuchter mit 5 brennenden Kerzen anlässlich des Chanukka-Festes der Jüdischen Gemeinde Thüringen in Erfurt.
Die "Jüdischen Kulturtage" finden bis Anfang Dezember statt. (Symbolbild) Bildrechte: imago/fotokombinat

Verschärfte Sicherheitsvorkehrungen Jüdische Kulturtage in Magdeburg angelaufen

15. Oktober 2023, 15:27 Uhr

In Magdeburg haben unter verschärften Sicherheitsbedingungen die "Jüdischen Kulturtage" begonnen. Bis Anfang Dezember werden landesweit über 100 Veranstaltungen angeboten. Dabei soll die Vielfalt der jüdischen Kultur gezeigt werden.

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Überschattet von den Ereignissen in Israel und dem Gazastreifen haben in Magdeburg unter verschärften Sicherheitsbedingungen die "Jüdischen Kulturtage Sachsen-Anhalt" begonnen. Wie der Landesverband Jüdischer Gemeinden mitteilte, hat es schon vor Sonntag einige Veranstaltungen gegeben.

Nun sei die "Hauptphase" der Veranstaltungsreihe gestartet, mit der bis 7. Dezember ein Zeichen für künstlerische Vielfalt, Freiheit und ein friedliches Miteinander gesetzt werden soll.

Über 100 Veranstaltungen landesweit

Rund 130 Veranstaltungen an 22 Orten im ganzen Land seien geplant. Dabei werde mehr Polizeipräsenz erwartet. Laut dem Verbandsvorsitzenden Max Privorozki hatte man eigentlich mit Gästen aus Israel gerechnet. Ihr Kommen sei nun fraglich. Dennoch soll im Rahmen der zweiten "Jüdischen Kulturtage" des Landes auch 75 Jahre Israel gefeiert werden. "Aber anders", sagte Privorozki, ohne ins Detail zu gehen. 

Jüdische Kultur zeigen

Das Festival wolle die ganze Bandbreite jüdischer Kultur zeigen. Es seien Veranstaltungen von Stendal im Norden bis Naumburg im Süden geplant, vor allem Konzerte, Führungen über Jüdische Friedhöfe, Gespräche und Synagogen-Besuche, etwa in Gröbzig im Landkreis Anhalt-Bitterfeld.

Das Motto der Kulturtage lautet "Jüdisches Sachsen-Anhalt von Alew bis Taw". Neben dem geschichtlichen Rückblick stünden besonders gegenwärtige Aspekte des jüdischen Lebens im Vordergrund, hieß es in einem schriftlichen Grußwort von Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU), der Schirmherr ist.

Stichwort: Jüdische Kulturtage Das Land fördert die Jüdischen Kulturtage mit 100.000 Euro. Sie finden in Sachsen-Anhalt alle zwei Jahre statt.

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Jerusalem im Mai 2021: Israelische Polizisten mit festgenommenen Palästinensern nach Zusammenstößen auf dem Tempelberg Bildrechte: picture alliance/dpa | Ilia Yefimovich

dpa, MDR (Annekathrin Queck)

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT – Das Radio wie wir | 15. Oktober 2023 | 14:00 Uhr

4 Kommentare

DER Beobachter vor 25 Wochen

Es gibt sicher Gründe, warum so viele (gläubige) Juden aus der russischen Einflusssphäre zu uns flohen und fliehen. Und (können Sie wider mal nicht lesen?)
jüdische Kultur existiert auch in S-A schon viel länger, trotz sogar der Vogelschissparzei...

SGDHarzer66 vor 25 Wochen

Wenn sie ihre Kulturtage feiern wollen, dann soll es so sein. Das Land, also der Steuerzahler, "fördert" mit 100.000 Euro.
Es gibt wichtigere Dinge in diesem Land.
Guten Tag.

hilflos vor 25 Wochen

Ich dachte die Juden sind eine Glaubensgemeinschaft. Wieso wird der Krieg in Israel dann auf die jüdischen Gemeinden in Deutschland übertragen? Deren Mitglieder stammen meist nicht aus Israel, sondern aus der ehemaligen UdSSR

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