Sanierungspläne 2023 Zwei Jahre nach Erdrutsch: Sicherungsarbeiten am Knappensee haben begonnen

20. Januar 2023, 12:40 Uhr

Am Knappensee bei Hoyerswerda hat der Bergbausanierer LMBV damit begonnen, das vor fast zwei Jahren abgerutschte Ostufer zu sichern. Vor dem Rutschungskessel wird bis zum April ein Damm aufgeschüttet und verdichtet, damit keine weiteren Erdmassen in den See abrutschen, erklärte ein LMBV-Sprecher auf Nachfrage von MDR SACHSEN. Danach solle das Ufer nördlich des Rutschungsbereiches verdichtet werden. Ursprünglich sollte das die letzte Sicherungsmaßnahme vor der Freigabe des Sees sein.

Am Knappensee herrscht Rutschungsgefahr. Die Uferzonen werden derzeit verdichtet.
Zu DDR-Zeiten wurde er liebevoll "Kleine Ostsee" genannt – der Knappensee bei Hoyerswerda. Doch der Tagebausee ist gesperrt. Das wird für Badefreunde und Wassersportfans noch lange so bleiben. Bildrechte: MDR/Madeleine Arndt

Knappensee noch vier Jahre gesperrt

Wegen des Erdrutsches bleibt der Knappensee bis Ende 2027 für Tourismus und Wassersport gesperrt. Ursprünglich sollte er bereits im vergangenen Jahr zum Baden freigegeben werden. Doch im März 2021 waren in einem Uferbereich auf 300 Metern Länge ungefähr eine Million Kubikmeter Erde abgerutscht.

Nun sollen bereits fertig sanierte Uferbereiche schrittweise freigegeben werden. Der Bergbausanierer LMBV strebt an, bis Ende dieses Jahres die Pläne für mehrere Gebäude von Anglervereinen fertig zu haben. Die Häuser sollen auf den im vorigen Jahr fertiggestellten Flächen bei Groß Särchen gebaut werden.

Seit Jahresbeginn ist der Bereich einer ehemaligen Bungalowsiedlung am Maukendorfer Ufer nicht mehr gesperrt. Im Mai soll das Ufer entlang der B96 zwischen Maukendorf und Groß Särchen freigegeben werden. Für September ist geplant, den Sperrzaun in Groß Särchen bis ans Wasser zu versetzen.

MDR (kav/mak/kb)

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | Regionalnachrichten aus dem Studio Bautzen | 20. Januar 2023 | 08:00 Uhr

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