Blick über die sächsische Schweiz.
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Baumsterben Nach Holzarbeiten wegen Dürre: Wanderwege in der Sächsischen Schweiz wieder frei

12. November 2023, 16:16 Uhr

Das große Baumsterben durch die Dürre 2018 gepaart mit Winden und Baumfällarbeiten hatte viele Wanderwege in der Sächsischen Schweiz unpassierbar gemacht. Etwa 110 Wanderwege mussten gesperrt werden. Sie sind jetzt wieder passierbar.

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Im Nationalpark Sächsische Schweiz sind alle Wanderwege wieder weitgehend frei, die durch das großflächige Baumsterben nach dem Dürrejahr 2018 unpassierbar geworden waren. Wie die Nationalparkverwaltung mitteilte, hätten starke Winde Anfang Oktober an einigen Stellen erneut abgestorbene Fichten umgestürzt. Die Forstleute seien dabei, diese sogenannten Windbrüche möglichst schnell zu beseitigen. Infolge der Dürre und einem starken Borkenkäferbefall seien auf rund 2.000 Hektar Fichtenwälder abgestorben.

Polenzental wieder frei

Neben vielen anderen Wegen ist auch der Wanderweg im Polenztal wieder frei. Etwa einen Monat lang hatten hier Waldarbeiter kranke und abgestorbene Fichten gefällt und Totholz aus dem Wald geholt. Außerdem wurde Vorsorge getroffen, damit Feuerwehrautos im Falle eines Waldbrandes besser an den Einsatzort gelangen und sich das Feuer weniger schnell ausbreiten kann.

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Bildrechte: picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild | Klaus-Dietmar Gabbert

Abgebrochene Bäume auf Wanderwegen

Der gesamte Nationalpark umfasst eine Fläche von 9.400 Hektar. Seit dem Frühjahr 2021 habe die Verwaltung mit einem Arbeitsprogramm dafür gesorgt, dass rund 110 Wanderwege wieder freigeschnitten wurden. Auf vielen Wegen mussten die Arbeiter mehrmals anrücken, um abgebrochene Bäume zu entfernen. In den nächsten Jahren bleibe es eine wichtige Aufgabe, die Wander- und Einsatzwege zu sichern, erklärte Umweltminister Wolfram Günther (Grüne). Angesichts der "historischen Borkenkäferschäden" bleibe die Lage angespannt.

Ein Wanderer läuft am 19.05.2015 in der Nähe von Rathen (Sachsen) von der Bastei kommend durch eine typische Schlucht (genannt "Schwedenlöcher") in der Nationalparkregion Sächsische Schweiz.
Das Wanderwegenetz in der Sächsischen Schweiz ist etwa 400 Kilometer lang. Bildrechte: picture alliance / ZB | Thomas Eisenhuth

Das Wanderwegenetz im Nationalpark ist rund 400 Kilometer lang. 2024 sollen verstärkt auch wichtige nicht gekennzeichnete Wanderwege und Zugänge zu Kletterfelsen freigeschnitten werden.

MDR (dpa/tomi)

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Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | Nachrichten | 12. November 2023 | 15:00 Uhr

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