Umwelt Ministerium bestätigt neues Wolfsterritorium im Landkreis Sonneberg

27. März 2023, 16:49 Uhr

Mit Neuhaus am Rennweg gibt es nun ein weiteres Wolfsterritorium in Thüringen. Ein Wolfsrüde lebt laut Thüringer Umweltministeriums seit über einem halben Jahr in dem Waldgebiet.

Das Kompetenzzentrum Wolf, Biber, Luchs des Thüringer Umweltministeriums hat Neuhaus am Rennweg im Landkreis Sonneberg als neues Wolfsterritorium bestätigt. Ein Ende 2021 erstmals durch eine Genprobe nachgewiesener Wolf im Thüringer Schiefergebirge sei nun als standorttreu bestätigt worden, teilte das Ministerium am Montag mit.

Wolfsrüde seit mehr als einem halben Jahr ansessig

Der Rüde wurde nochmals Anfang letzten Jahres nachgewiesen. Diesen Monat soll er erneut durch eine Genprobe nach einem Reh-Riss identifiziert worden sein. Die Anwesenheit des Wolfes sei nun über einen Zeitraum von mehr als einem halben Jahr belegt worden. Damit sei das Kriterium für die Einschätzung eines standorttreuen Tieres erfüllt, hieß es.

Luftbild von Neuhaus am Rennweg bei Schnee
Die Kleinstadt Neuhaus am Rennweg liegt mitten im Thüringer Wald. Bildrechte: IMAGO / Karina Hessland

Fünf Gebiete mit Wölfen in Thüringen

In Thüringen gibt es nach Angaben des Ministeriums aktuell fünf Wolfsterritorien: ein Rudel in Ohrdruf im Kreis Gotha, ein weiteres in Ilfeld im Kreis Nordhausen, ein Paar im niedersächsischen Braunlage nahe Nordthüringen, Einzeltiere in Zella/Rhön im Wartburgkreis und nun auch in Neuhaus am Rennweg.

Das Kompetenzzentrum Wolf, Biber, Luchs ist für das Wolfsmonitoring im Freistaat zuständig.

MDR (co,caf)

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 27. März 2023 | 18:00 Uhr

3 Kommentare

Harka2 am 28.03.2023

Welche Notwendigkeit könnte es geben, auf Tiere zu schießen, die sich nur in ihrer natürlichen Umgebung aufhalten und dort die Wälder gesund halten? Von Wölfen geht keinerlei Gefahr für den Menschen aus. Außer von den Gebrüdern Grimm gibt es keinen einzigen Bericht aus Mitteleuropa, dass Wölfe jemals Menschen angegriffen haben und bei den Gebrüdern Grimm über leben die Menschen das auch unverletzt.

Harka2 am 27.03.2023

Eine gute Nachricht für den Naturschutz. Wenn jetzt die Pinselohrenträger nachziehen, ist der Wald wieder etwas mehr in Ordnung. Die kleineren Samtpfoten sind ja auch schon wieder da.

Ralf G am 28.03.2023

Den Wolf schützen oder schießen? Beides, je nach Notwendigkeit. Schützen und Schießen!

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