Ein Wohnblock für Flüchtlinge in Suhl von außen
Rund 1.100 Menschen sind derzeit in der Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge in Suhl untergebracht. (Archivfoto) Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Notruf Lösung für Fehlalarme in Suhler Erstaufnahmeeinrichtung gesucht

25. Januar 2023, 17:28 Uhr

In der Suhler Erstaufnahmeeinrichtung gibt es immer wieder Fehlalarme. Bereits mehrfach musste die Feuerwehr ausrücken, ohne dass es gebrannt hat. Es wird nach Lösungen für das Problem gesucht.

In den vergangenen Wochen hat es in der Suhler Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge mehrfach Fehlarme und Feuerwehreinsätze durch ausgelöste Brandmelder gegeben. Derzeit wird nach einer Lösung für das Problem gesucht. Wie der Sprecher des Landesverwaltungsamtes, Oliver Löhr, mitteilte, tauschen sich Feuerwehr und Sicherheitsbehörden nun noch intensiver aus. Dadurch soll das Notfallmanagement besser aufeinander abgestimmt werden.

Suhl weiterhin an Kapazitätsgrenze

Wie Lars Belick vom Amt für Brand- und Katastrophenschutz MDR THÜRINGEN sagte, soll auch die Einrichtung eines Raucherbereiches im Gebäude geprüft werden. Bislang sei Rauchen nur im Außenbereich erlaubt. Laut Belick dürfen auch Heizgeräte, Kochplatten und Kerzen nicht verwendet werden. Einzelne Bewohner hätten sich jedoch nicht daran gehalten, weshalb die Feuerwehr häufiger nachts ausrücken musste.

Laut Polizei betätigten Bewohner der Unterkunft die Brandmeldeanlage auch schon mutwillig. Es seien zwei Anzeigen wegen Missbrauch des Notrufs erstattet worden. Bei den Einsätzen müssen die Bewohner der Unterkünfte kurzzeitig das Gebäude verlassen, bis Entwarnung gegeben wird.

Nach Angaben des Landesverwaltungsamts konnte seit Ende vergangenen Jahres die Belegung in Suhl um mehr als 200 Bewohner reduziert werden. Derzeit sind in der Erstaufnahmeeinrichtung etwa 1.100 Menschen untergebracht. Damit ist die Einrichtung weiterhin an der Kapazitätsgrenze.

Mehr zur Unterbringung von Geflüchteten

MDR (cfr)

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Regionalnachrichten | 25. Januar 2023 | 15:30 Uhr

4 Kommentare

ThomasF. am 26.01.2023

Das Problem würde sich lösen, wenn die Verursacher für die entstandenen Kosten aufkommen müssten. Denn dann würde das Geld fehlen, um es der Familie im Herkunftsland zu schicken.

Ralf G am 25.01.2023

@Erna - Das schützt leider nicht vor mutwillig ausgelösten Alarmen, von denen man immer wieder liest.
Dagegen gibt es das Zauberwort "Abschiebung". In einem Staat der sich selber ernst nimmt und ebenso die Sicherheit seiner Bürger wäre das normal. In einem solchen Staat leben wir aber nicht.

Erna am 25.01.2023

Das "Problem" hat man bei uns schon 2016 gelöst. Alle Sicherungsautomaten wurden gegen welche mit 6A getauscht, sodaß Kochen auf den Zimmern nicht mehr möglich war. Damit haben sich die Fehlalarme deutlich minimiert. Das sollte sich nach rund 6 Jahren eigentlich rumgesprochen haben.

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