Nächste Großbaustelle in Sicht Neue Straßenbahntrasse: Magdeburger Ring wird ab April 2023 teilweise verlegt

Im April beginnen in Magdeburg die Bauarbeiten für eine neue Schnellstraßenbahn. Die soll ab 2026 ins Neustädter Feld fahren – und das an Stellen entlang, an denen jetzt noch Tausende Autos jeden Tag fahren. Die Folge: Teile des Magdeburger Rings müssen um mehrere Meter verlegt werden.

Lichtspuren im nächtlichen Straßenverkehr auf dem Magdeburger Ring
Der Magdeburger Ring wird wegen Bauarbeiten an einer Straßenbahntrasse teilweise verlegt. (Symbolbild) Bildrechte: imago images / imagebroker

Kaum soll die Baustelle am Citytunnel in Magdeburg im Frühjahr Geschichte sein, folgt bald die nächste Großbaustelle in der Landeshauptstadt: Ab Anfang April soll für drei Jahre am Magdeburger Ring gebaut werden. Nach Angaben der Magdeburger Verkehrsbetriebe (MBV) entsteht in direkter Nähe die Trasse für eine Schnellstraßenbahn.

Durch die geplante 3,5 Kilometer lange Nord-Süd-Verbindung werde das Neustädter Feld mit seinen rund 10.000 Bewohnerinnen und Bewohnern künftig deutlich besser angebunden. Außerdem halbiert sich den Plänen zufolge die Fahrtzeit vom Damaschkeplatz zum Neustädter Feld von zwanzig auf zehn Minuten. Das Ziel: Ab 2026 soll die Schnellstraßenbahn mit einer Geschwindigkeit von bis zu 60 Kilometern pro Stunde unterwegs sein.

Verkehr auf Magdeburger Ring teilweise stark eingeschränkt

Die Besonderheit: Die Trasse wird zum Teil auf der Fläche des Magdeburger Rings gebaut. Dafür müsse die Fahrbahn um bis zu zwölf Meter verlegt werden, erklärte Projektleiter Volkmar Gryschok am Montag MDR SACHSEN-ANHALT. Während der Bauzeit sei mit erheblichen Einschränkungen zu rechnen. Der Verkehr werde hauptsächlich für eine Richtung einspurig und in der anderen Richtung zweispurig über den Ring geleitet. Zeitweise werde auf dem Ring aber auch nur jeweils eine Spur zur Verfügung stehen.

Alle Fahrbahnen werden für die neue Straßenbahnstrecke um eine Spur nach Osten verlegt. Es geht um einen etwa 600 Meter langen Abschnitt zwischen den Anschlussstellen Damaschkeplatz/Editharing und Albert-Vater-Straße. Für Fahrgäste der MVB ändert sich durch die Baustelle erstmal nichts.

Abwasserkanal soll verlegt werden

Bei den Arbeiten am Magdeburger Ring muss der Stadt zufolge zunächst sichergestellt werden, dass sich keine Kampfmittel auf dem Gelände befinden. Ein großer Schwerpunkt der Bauarbeiten ist demnach die Verlegung und der Neubau eines großen Abwasserkanals. Dieser befinde sich aktuell unter den Fahrspuren Richtung Norden. Voraussichtlich ab März wird der Verkehr zwischen Damaschkeplatz und Albert-Vater-Straße in Fahrtrichtung A2 auf eine Fahrspur reduziert. Die eigentlichen Gleisbauarbeiten sollen voraussichtlich 2024 beginnen und 2026 abgeschlossen sein.

Einschränkungen bereits diesen Januar

Wegen Arbeiten an einer Gasleitung im Edithawinkel kommt es im Januar nach MVB-Informationen in Fahrtrichtung A2 an der Abfahrt Albert-Vater-Straße zu einer halbseitigen Sperrung der Abfahrt. Die allerersten Arbeiten hatten bereits Ende Oktober vergangenen Jahres begonnen. Kurzzeitig war jeweils nur ein Fahrstreifen pro Richtung befahrbar. Mitte Dezember wurden die Bauarbeiten aber zunächst beendet.

MDR (Kevin Poweska, Annekathrin Queck)

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT – Das Radio wie wir | 23. Januar 2023 | 17:00 Uhr

2 Kommentare

jackblack vor 6 Tagen

Ob das mit 2026 klappt ?????

Dan vor 7 Tagen

Die Tangente sanieren ok. Der Neubau ist unnütze!

Mehr aus Magdeburg, Börde, Salzland und Harz

Wenzel Oschington 3 min
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Mehr aus Sachsen-Anhalt