Staatsminister Thomas Schmidt (dritter von links) und der Vorstandsvorsitzende der ewag Torsten Pfuhl (zweiter von rechts) beim ersten Spatenstich für die neue Trinkwasserleitung zwischen Kamenz-Jesau und Milstrich.
Staatsminister Thomas Schmidt (3. von li.) und der Vorstandsvorsitzende der Ewag, Torsten Pfuhl (2. von re.) beim ersten Spatenstich für die neue Trinkwasserleitung zwischen Kamenz-Jesau und Milstrich. Bildrechte: MDR/Lydia Matschie

Kohleausstieg Zehn Millionen für neue Trinkwasserleitungen im Raum Kamenz

07. Mai 2024, 15:41 Uhr

Damit Haushalte und Unternehmen weiter zuverlässig mit Trinkwasser versorgt werden können, sollen im Gebiet um Kamenz zig Kilometer Wasserleitungen neu verlegt werden. Der Bund bezahlt den größten Teil der Bauarbeiten.

Mit mehr als zehn Millionen Euro unterstützt der Bund den Bau neuer Trinkwasserleitungen rings um Kamenz. Die Energie- und Wasserversorgung AG Kamenz (ewag) hat dazu jetzt zwei Förderbescheide erhalten. Das Unternehmen plant insgesamt 20 Kilometer Wasserleitungen neu zu verlegen. Mit dem ersten Spatenstich hat am Dienstag der Bau einer ersten neuen Leitung zwischen dem Wasserwerk Kamenz-Jesau und dem Hochbehälter Skaska in der Gemeinde Oßling begonnen.

Das ist für uns deshalb ganz wichtig, weil wir erstmals eine Verbindung zwischen dem nördlichen und südlichen Versorgungsraum schaffen können. Das erhöht insbesondere für die örtliche Wirtschaft die Versorgungssicherheit.

Torsten Pfuhl Vorstandsvorsitzender ewag Kamenz

Ersatz für Wasser aus dem Tagebau

Die neuen Versorgungsleitungen seien nötig, um die Lieferung von Trinkwasser aus dem Wasserwerk Schwarze Pumpe zu ersetzen, teilt das sächsische Ministerium für Regionalentwicklung mit. In Schwarze Pumpe an der sächsisch-brandenburgischen Grenze wird seit Anfang 2023 kein Trinkwasser mehr aufbereitet. Das Wasserwerk dort hatte Wasser verarbeitet, das für die Tagebaue in der Lausitz abgepumpt worden war. Mit dem Kohleausstieg fällt diese Quelle weg.

Von den neuen Trinkwasserleitungen, die die Ewag bauen lässt, sollen die insgesamt 21 Mitgliedsgemeinden des Wasser- und Abwasserzweckverbands Lausitz profitieren - insbesondere die Städte Bernsdorf, Wittichenau, Oßling und Kamenz.

MDR (mak)

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | Regionalnachrichten aus dem Studio Bautzen | 07. Mai 2024 | 15:30 Uhr

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