Eine Polizeibeamtin mit einer Kelle
Bei der Kontrolle eines Reisebusses wurden in Dresden sieben Insassen aufgegriffen, die illegal nach Deutschland einreisten. (Symbolbild) Bildrechte: picture alliance/dpa | Guido Kirchner

Grenzkontrolle Bundespolizei Dresden greift illegal Eingereiste im Fernbus aus Prag auf

18. Oktober 2022, 18:20 Uhr

Bei der Ankunft in Dresden sind sieben Menschen in einem Reisebus aus Prag aufgegriffen worden, die illegal eingereist sind. Befragt werden auch die zwei Fahrer des Linienbusses, in dem die Syrer und der Ägypter reisten.

Die Bundespolizei hat am frühen Dienstagmorgen in Dresden einen Fernreisebus kontrolliert. In dem Bus auf dem Weg von Prag nach Dresden seien sieben unerlaubt eingereiste Personen festgestellt worden, teilte die Bundespolizei auf Anfrage von MDR SACHSEN mit. Sechs Personen sind demnach syrischer Nationalität, eine Person kommt aus Ägypten.

Bundespolizei: Busfahrer müssen Ausweise kontrollieren

In Sozialen Netzwerken kursierten Gerüchte, wonach die Busfahrer als mutmaßliche Schleuser festgenommen wurden. Die Bundespolizei erklärt dazu, dass die Männer aus Ungarn und der Slowakei im Rahmen einer sogenannten Beschuldigtenvernehmung befragt werden. Sie sollen für die Mitnahme zusätzlich Geld verlangt haben. Bei ihnen fanden die Beamten einen Schlagring und ein Einhandmesser. Die Waffen wurden sichergestellt, die sieben Migranten kamen in eine Erstaufnahmeeinrichtung.

Busfahrer seien auch im Schengen-Raum verpflichtet, bei grenzüberschreitenden Fahrten die Ausweispapiere "der mitreisenden Personen vor Antritt der Fahrt in Augenschein zu nehmen".

Aktuell reisen wieder mehr Menschen illegal in die Bundesrepublik ein, insbesondere über Tschechien. Die Bundespolizei kontrolliert deshalb verstärkt, unter anderem an Autobahnen und in den Eurocity-Zügen aus Prag. Erste Kommunen beklagen bereits ein Überlastung bei der Unterbringung geflüchteter Menschen.

MDR (lam)

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL | 14. Oktober 2022 | 14:11 Uhr

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