Bilanz Gutes Geschäftsjahr für Leipziger Gasgroßhändler VNG

16. April 2024, 15:01 Uhr

Nach herben Verlusten im Jahr 2022 blickt der Leipziger Gasgroßhändler VNG auf ein außerordentlich gutes Ergebnis im vergangenen Jahr zurück. Das Vorstandsmitglied für Finanzen und Personal, Bodo Rodestock, sagte am Dienstag in Leipzig: "2023 sind die extremen Belastungen durch die Gasersatzbeschaffung für nicht mehr aus Russland gelieferte Mengen entfallen und diese werden auch 2024 nicht entstehen." Demnach lag der Konzerngewinn letztes Jahr bei 380 Millionen Euro - 2022 seien es minus 337 Millionen Euro gewesen.

Blick auf die Zentrale der VNG AG in Leipzig.
Nach starken Verlusten blickt der Gashändler VNG in Leipzig wieder positiv in die Zukunft. Bildrechte: picture alliance/dpa | Hendrik Schmidt

Bis zum Jahr 2035 will VNG nach eigenen Angaben bis zu fünf Milliarden Euro investieren. Ein relevanter Teil soll in die Infrastruktur grüner Gase fließen. Im vergangenen Jahr seien über alle Geschäftsbereiche hinweg 197 Millionen Euro investiert worden. Der Umsatz betrug demnach im Geschäftsjahr 2023 rund 23,2 Milliarden Euro. Im Vorjahr seien es rund 36,2 Milliarden Euro gewesen.

Neue Quellen für Gasbeschaffung

Im Vorjahr lag der Fokus laut VNG darauf, die Gasbeschaffung weiter zu diversifizieren. Der Bedarf werde durch Importe aus Norwegen, Algerien, am Handelsmarkt sowie über den Einkauf von tiefgekühltem Erdgas (LNG) abgedeckt. Jeder zusätzliche Vertrag sei ein Baustein für eine zuverlässige und sichere Gasversorgung, sagte der Vorstandsvorsitzende Ulf Heitmüller.

Kernnetz braucht rechtssicheren Rahmen

Mit Blick auf das Jahr 2024 begrüßte Heitmüller die nationale Wasserstoffstrategie. Für das künftige Wasserstoff-Kernnetz werde jedoch ein stabiler und rechtssicherer Rahmen benötigt. Langfristige Investitionen seien nur möglich, bei entsprechenden Bedingungen am Kapitalmarkt.

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MDR (phb)/dpa

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | Regionalreport aus dem Studio Leipzig | 16. April 2024 | 14:30 Uhr

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