Chronologie Coronavirus Sars-CoV-2 – was Sie jetzt wissen sollten

Seit Wochen ist das Coronavirus Sars-CoV-2 in den Schlagzeilen. Jeden Tag neue Meldungen über Infizierte und Tote. Wie gefährlich ist das Virus für uns und was geschah bisher? Ein Überblick.

Menschen tragen Mundschutz
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Chronologie der Ereignisse

Ende Dezember ist das Coronavirus ein lokales Thema und hat noch nicht mal einen Namen - inzwischen ist es eine Internationale Notlage. Wie weit hat sich das Coronavirus ausgebreitet? Was wird unternommen? Wo steht die Forschung? Hier die Chronologie der Ereignisse:

17.02.2020:

Über 70.000 Erkrankte in China

- In der chinesichen Provinz Hubei wird das öffentiche Leben weiter eingeschränkt. Ab sofort gilt ein Fahrverbot für alle Privatfahrzeuge. Unter den 60 Millionen Einwohnern gibt es die meisten Krankheits- und Todesfälle. Von den 70.548 Erkrankten (Stand heute) leben 58.000 in Hubei, 1.696 der bisher 1.770 Todesfälle wurden dort registriert.

Außerhalb Festland-Chinas sind fünf Patienten gestorben. Mehr als 700 Virusfälle wurden in mehr als zwei Dutzend Ländern entdeckt - die meisten in Japan wegen des Kreuzfahrtschiffes.

- Unter den Reisenden des Kreuzfahrtschiffes Westerdam, das nach tagelanger Irrfahrt am Wochenende in Kambodscha anlegen drufte, gibt es mindestens einen Coronafall. Eine 83-jährige Amerikanerin wurde bei der Weiterreise in Malaysia positiv getestet und ins Krankenhaus gebracht, wie die malaysische Gesundheitsbehörde mitteilte. Auf der Westerdam waren auch 57 Deutsche, einige sind noch an Bord, andere bereits auf der Heimreise, meldet die dpa.

Babys können angesteckt werden

- Auch Kinder von unter einem Jahr können an Covd-19 erkranken, kommen mit dem Virus nach bisherigem Erkenntnisstand aber zurecht. Eine erste Dokumentation von neun solcher Fälle (sieben Mädchen, zwei Jungs) zeigt: vier hatten Fieber, zwei leichte Symptome der oberen Atemwege, eins keine Symptome, und bei den beiden anderen lagen keine Infos über die Symptome vor. Alle Kinder wurden zwar im Krankenhaus behandelt, aber keines benötigte Intensivpflege oder mechanische Beatmung oder hatte irgendwelche schweren Komplikationen.

- Da die Kinder sich jedoch nicht selbst schützen können, raten die Forscher in ihrer Veröffentlichung zu Vorsichtsmaßnahmen. Wer Kinder betreut, "sollte Masken tragen, sich vor dem engen Kontakt mit Säuglingen die Hände waschen und das Spielzeug und Geschirr der Säuglinge regelmäßig sterilisieren".

16.02.2020

Deutsche werden aus Quarantäne entlassen

- Rund 120 Menschen, die vor zwei Wochen von der Bundeswehr aus China ausgeflogen wurden, dürfen heute die Quarantäne verlassen. Wie die Behörden mitteilten, hätten alle abschließenden Tests gezeigt, dass keine Infektionen mit dem Coronavirus (offizelle Bezeichnung Sars-CoV-2) vorliegen. Die Menschen waren in einer Kaserne der Bundeswehr im rheinland-pfälzischen Germersheim isoliert worden.

Weitere Coronafälle auf Kreuzfahrtschiffen

- Auf dem wegen des Corona-Virus in Japan abgeriegelten Kreuzfahrtschiffs Diamond Princess ist die Zahl der Infektionen auf 355 gestiegen. Darunter seien auch zwei Deutsche, berichtet die Tagesschau. Das Kreuzfahrtschiff Westerdam durfte unterdessen in Kambodscha anlegen. Aus Sorge vor dem Virus hatten mehrere Länder dem Schiff das Anlegen verweigert. Nachdem nun die Passagiere getestet wurden, wurde bei einer 83-jährigen US-Amerikanerin eine Infektion festgestellt. Sie wird nun auf einer Isolierstation in einer Klinik in Kuala Lumpur behandelt.

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Zahl der Infektionen liegt offiziell bei null

MDR AKTUELL Sa 15.02.2020 21:48Uhr 02:54 min

https://www.mdr.de/nachrichten/audio/audio-1313240.html

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Zahl der Infektionen liegt offiziell bei null

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Neue Corona-Infektionen in Deutschland wahrscheinlich

Ulf Dittmer, Leiter des Instituts für Virologie der Universitätsklinik, arbeitet in einem Labor an der sogenannten PCR-Maschine.
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- Der Virologe Professor Ulf Dittmer (Foto) vom Uniklinikum Essen rechnet damit, dass es zu weiteren Corona-Infektionen in Deutschland kommt. Es gebe eine Rückreisewelle aus China, auf diesem Weg könne das Virus in die Bundesrepublik kommen, sagte der Mediziner der Nachrichtenagentur dpa. Dittmer geht aber nicht davon aus, dass es beim Straßenkarneval kommende Woche schon zu Infektionen kommen könne. Das sei unwahrscheinlich.

- In Cina sind mittlerweile 65.800 Menschen erkrankt. 2.009 Neuinfektionen meldete die nationale chinesische Gesundheitskommission. Experten gehen jedoch von einer hohen Dunkelziffer aus. Bis jetzt hat die Lungenkrankheit Covid-19 in Festlandchina 1.665 Menschen das Leben gekostet.

15.02.2020

Erster Todasfall durch Coronavirus in Europa

In Frankreich ist ein 80-Jähriger gestorben. Der Mann hatte sich im Urlaub in China mit dem Virus angesteckt. Es ist der erste Fall eines an Covid-19 verstorbenen Patienten in Europa.

Erster Coronafall in Afrika

- Die ägyptische Regierung hat den ersten Fall einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus (Covid19) auf dem afrikanischen Kontinent gemeldet. Es handele sich um einen Patienten aus dem Ausland, der keine Symptome der Atemwegserkrankung zeige. Dennoch sei er in einem Krankenhaus in Kairo isoliert worden. Die Experten befürchten, bei einer Ausbreitung des Virus in Afrika könnte die Kontrolle über den Erreger endgültig verloren gehen. In Ländern mit schlechten Gesundheitssystemen gäbe es kaum Möglichkeiten, das Virus einzudämmen. Es würde sich dann dauerhaft als Krankheitserreger etablieren. Bereits Ende Januar hatten die Vereinten Arabischen Emirate (VAE) vier Infektionen mit dem Covid19-Virus gemeldet.

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Über 1500 Menschen sind bisher in China an der Krankheit gestorben

MDR AKTUELL Sa 15.02.2020 09:10Uhr 03:56 min

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Über 1500 Menschen sind bisher in China an der Krankheit gestorben

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Stand Corona-Infektionen und Todesfälle am Samstag

- In China wurden laut offizieller Statistik inzwischen 66.492 Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus gezählt. Insgesamt 1523 Menschen starben an der Krankheit. Außerhalb des chinesischen Festlands wurden bislang rund 600 Erkrankungen gezählt. In Deutschland wurden inzwischen insgesamt 16 Infektionen festgestellt. Bei keiner von ihnen kam es zu Komplikationen. Die ersten Patienten wurden inzwischen ohne Symptome aus den Krankenhäusern in München und Frankfurt am Main entlassen. Sie seien nicht ansteckend, teilten die Ärzte mit. Auch die Quarantäne für die aus Wuhan ausgeflogenen Passagiere kann voraussichtlich an diesem Wochenende aufgehoben werden.

Babys überstehen Corona-Infektion ohne Probleme

- Chinesische Mediziner beschreiben im Fachblatt JAMA Krankheitsverläufe von neun Babys unter einem Jahr. Sieben von ihnen waren Mädchen, zwei Jungen. Bei ihnen wurde zwischen dem 8. Dezember und dem 6. Februar das neue Corona-Virus (Covid-19) diagnostiziert. Vier von ihnen hatten Fieber, zwei litten an leichten Symptomen der oberen Atemwege, ein Säugling hatte gar keine Symptome obwohl er den Erreger in sich trug. Bei den übrigen beiden Kindern lagen keine Informationen zu Symptomen vor. Bei keinem der neun Kinder zeigten sich gefährliche Krankheitsverläufe, kein Baby musste intensiv gepflegt werden.

14.02.2020

Kann Mers-Medikament bei Corona helfen?

- Ein Forscherteam aus den USA stellt in einer aktuellen Studie ein Medikament vor, mit dem das Mers-Coronavirus in Tierversuchen erfolgreich behandelt werden konnte. MERS-CoV hat seit seiner Entdeckung im Jahr 2012 fast 2.500 Fälle von Atemwegssyndrom im Nahen Osten verursacht, wobei in etwa 35 Porzent der Fälle tödlich verliefen. Die Forscher konnten nun mit dem antiviralen Medikament Remdesivir bei Mäusen und Affen Mers-CoV eindämmen. Wegen seiner breiten antiviralen Wirkung, so die Forscher, könnte das Medikament auch gegen andere Coronaviren, einschließlich des Sars-CoV-2-, nützlich sein.

Neue Zählweise - ohne Labortests

- Wie viele Virusfälle gibt es wirklich? Nach der neuen Zählweise in China  kamen innerhalb eines Tages 4.823 nachgewiesene Infektionen hinzu, wie die Gesundheitskommission der Provinz laut Staatsfernsehen am Freitag berichtete.

64.000 Infizierte und fast 1.400 Tote sind jetzt bekannt. Experten wie der Charité-Virologe Prof. Christian Drosten ("Man muss davon ausgehen, dass die Menschen in China völlig überlastet sind.") befürchten immer noch eine hohe Dunkelziffer.

- Für die neue Zählweise werden in China jetzt auch die Fälle mitgerechnet, bei denen Ärzte ohne Labor-Tests eine Lungenentzündung, Fieber, Atemprobleme und andere typische Covid-19-Symptome festgestellt haben. Allein gestern waren das rund 3.000, also mehr als die Hälfte der gemeldeten Infektionen.

Keine Messeabsagen in Deutschland

- In Deutschland sind wegen des Coronavirus derzeit keine Messeabsagen wie die der Mobilfunkmesse in Barcelona geplant. Das teilte der Verband der deutschen Messewirtschaft - Auma - mit. Die Messe in Barcelona war abgesagt worden, nachdem viele Unternehmen wegen des Coronavirus nicht teilnehmen wollten. Auma-Chef Harting erklärte, der deutsche Messeverband stehe in engem Kontakt mit den Gesundheitsbehörden und habe zusätzliche Maßnahmen für den Gesundheitsschutz ergriffen.

13.02.2020

Erster Patient in Deutschland als geheilt entlassen

-  Der erste von 16 Coronavirus-Patienten in Deutschland ist in München aus der Klinik entlassen worden. Der Mann sei wieder vollständig gesund und nicht mehr ansteckend, teilte das bayerische Gesundheitsministerium am Donnerstag mit. Prof. Dr. Clemens Wendtner, Chefarzt der Infektiologie und Tropenmedizin, München Klinik Schwabing, bestätigte am Nachmittag, dass man im Körper es dort entlassenen Patienten neutralisierende Antikörper nachweisen konnte.

Wir können hier eine Imminutät im Rahmen von Covid-19 belegen.

Prof. Clemens Wendtner, München Klinik Schwabing

Mehr als 15.000 neue Fälle

- Die Chinesischen Behörden haben neu gezählt und die Ergebnisse sind drastisch: Die Zahl erfasster Todesfälle habe sich mit 254 landesweit innerhalb eines Tages mehr als verdoppelt, berichtete die Gesundheitskommission am Donnerstag in Peking. Damit sind mehr als 1.300 Tote zu beklagen.

Die Zahl neuer Infektionen versiebenfachte sich im Vergleich zu den Tagen davor: Mehr als 15.100 Fälle kamen hinzu. Landesweit sind fast 60.000 Menschen infiziert.

- Auf dem Kreuzfahrtschiff "Diamond Princess" im japanischen Yokohama sind 44 weitere Infektionsfälle nachgewiesen worden. Erleichterung dagegen auf dem Kreuzfahrtschiffs "Westerdam": Das aus Hongkong kommende Schiff, das aus Sorge vor einer Einschleppung von Covid-19 in mehreren Ländern Asiens nicht andocken durfte, erreichte am Donnerstag Kambodscha. Auf dem Schiff sind 2.300 Menschen, darunter 57 Deutsche. Bisher ist kein einziger Sars-CoV-2-Fall bekannt. 

Impfstoff in 18 Monaten?

- Die Weltgesundheitsorganisation WHO rechnet damit, dass frühestens in 12 bis 18 Monaten ein Impfstoff zur Verfügung steht. Mindestens, so Prof. Christian Drosten, Direktor des Instituts für Virologie an der Berliner Charité, im Deutschlandfunk. Denn damit ist der Zeitraum bis zu einer möglichen Zulassung gemeint, aber auch Herstellung, Verteilung und Impfung brauchen ihre Zeit. Drosten sieht das deutsche Gesundheitswesen im Augenblick schlecht auf Corona vorbereitet. Die Krankenhäuser seien extrem kostenoptimiert und hätten kaum Reserven; außerdem seien die Gesundheitsämter personell nicht ausreichend ausgestattet.

12.02.2020

Höhepunkt der Epidemie im März?

- Hat die strenge Abschottung in China die Ausbreitungsdynamik des neuen Coronavirus verändert? Chinesische Wissenschaftler stellen die Prognose auf, dass die Kontrollmaßnahmen der Regierung in Peking geholfen haben, die natürliche Ausbreitung einzudämmen. Nach ihren Berechnungen wird der Höhepunkt der Virusübertragung demnach in Wuhan um den 10.03. erreicht sein und in Peking um den 31.3. Diese Berechnungen basieren allerdings auf Modellen, deren Parameter teilweise nur geschätzt werden können.

- Innerhalb der letzten 24 Stunden hat das Coronavirus fast 100 Todesopfer gefordert. Wie Chinas Nationale Gesundheitskommission am Mittwoch mitteilte, kamen landesweit im Vergleich zum Vortag 97 Todesfälle hinzu, und 2.015 neue Infektionen. Sowohl die Zahl der neuen Opfer als auch die der neu erkrankten Patienten ging den offiziellen Angaben zufolge damit im Vergleich zum Vortag etwas zurück. Am Dienstag waren noch 108 Todesfälle und 2478 neue Infektionen gemeldet worden. Allerdings wird eine hohe Dunkelziffer vermutet.

- An Bord des unter Quarantäne gestellten Kreuzfahrtschiffes "Diamond Princess" im japanischen Yokohama ist bei weiteren 39 Menschen eine Infizierung mit dem Virus festgestellt worden, erklärte das japanische Gesundheitsministerium heute. Vier Personen zeigten ernste Symptome. Damit erhöht sich die Zahl der Infizierten an Bord auf 174. Die Quarantäne gilt mindestens bis zum 19. Februar. An Bord des Kreuzfahrtschiffes sind auch zehn deutsche Staatsangehörige.

11.02.2020

Die Krankheit hat einen neuen Namen

- Seit heute heißt die Corona-Lungenkrankheit Covid-19. Das gab die WHO zu Beginn einer Konferenz bekannt, bei der rund 400 Experten nach Lösungen für die weltweite Bedrohung suchen.

"Es ist wichtig, einen Namen zu haben, um die Verwendung anderer Namen zu verhindern, die ungenau oder stigmatisierend sein können", so WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus.

Wir mussten einen Namen finden, der sich nicht auf einen geografischen Ort, ein Tier, eine Person oder eine Gruppe von Menschen bezieht und der auch aussprechbar ist und mit der Krankheit zusammenhängt.

Tedros Adhanom Ghebreyesus, WHO Generadirektor

- Auch das Virus, bisher 2019-nCov genannt, erhielt einen neuen Namen. Es heißt jetzt Sars-CoV-2 und zeigt die enge Verwandschaft mit dem Sars-Virus, die Virologe Alexander Kekulé aus Halle bereits hervorgehoben hatte.

Zwei weitere Fälle in Bayern

- In Deutschland ist die Zahl der bestätigten Coronavirus-Fälle um zwei auf 16 gestiegen. Auch die beiden neuen Fälle stehen im Zusammenhang mit dem Automobilzulieferer Webasto. Am Mittwoch will der Bundestag über die Vorbeugemaßnahmen gegen das Virus beraten.

Virus hat bis zu 24 Tage Inkubationszeit

- Noch sind die Ergebnisse der chinesischen Forscher vorläufig. Aber sie besagen: Das Virus kann bis zu 24 Tage benötigen, bis die Krankheit ausbricht, zehn Tage länger als bisher gedacht. Das haben die Forscher nach Auswertung von 1.100 Krankheitsverläufen festgestellt.

- Wissenschaftler der Max-Planck-Gesellschaft in Deutschland berichten inzwischen von einem neuen Ansatz der Corona-Therapie. Dabei geht es um eine Art Müllentsorgung in den Zellen, wenn diese unter Stress stehen. Dabei entdeckten die Forscher ein Protein, dass für diese Müllentsorgung zuständig ist. Und das lässt sich mit Substanzen steuern, die bereits in zugelassenen Medikamenten vorhanden sind. Mers-Coronaviren können damit eingedämmt werden, zeigen erste Versuche von Max-Planck-Forschern mit Virologen der Charié Berlin.

Ob die zelluläre Müllabfuhr zur Abwehr von Coronaviren im Menschen eingesetzt werden kann, muss sich erst noch zeigen.

Theo Rein, Universitätsklinikum Bonn

- In China stieg die Zahl der Menschen, die an den Folgen des Virus gestorben sind, auf mehr als 1.000. Wie die chinesische Regierung mitteilte, gibt es die meisten Opfer weiter in der Provinz Hubei. Dort war das Virus im Dezember erstmals aufgetaucht. Landesweit seien mehr als 42.000 Menschen mit der Krankheit infiziert. Die chinesischen Behörden haben allerdings seit dieser Woche die Erfassung der Infizierten geändert. Entgegen den Vorgaben der WHO werden jetzt nicht mehr alle Infizierten gezählt, sondern nur noch Personen, die Krankheitssymptome zeigen.

Außerhalb Chinas ist das Coronavirus bislang in rund 30 Ländern nachgewiesen worden. Mehr als 300 Erkrankungen sind bestätigt, 14 davon in Deutschland.

10.02.2020

20 Rückkehrer nicht infiziert

- Die 20 Deutschen, die gestern aus Wuhan zurückgekehrt sind, haben sich einer ersten Untersuchung zufolge nicht mit dem neuen Coronavirus infiziert. "Wir sind erleichtert", reagierte Berlins Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) am Montag. Alle Tests seien negativ ausgefallen.

- Die Rückkehrer - 16 Erwachsene und vier Kinder - werden 14 Tage lang in einem Verwaltungsgebäude einer DRK-Klinik in Berlin-Köpenick wohnen, strikt getrennt von den anderen Patienten, wie das DRK mitteilte. Auch die Betreuer gehörten nicht zur Klinik. "Diese strikte räumliche und personelle Trennung trägt maßgeblich zur Sicherheit des Personals, der Besucherinnen und Besucher sowie der Patientinnen und Patienten in Köpenick bei", sagte ein DRK-Sprecher.

- An Bord des unter Quarantäne gestellten Kreuzfahrtschiffes "Diamond Princess" in Yokohama (Japan) wurden 66 weitere Infizierte nachgewiesen, 45 davon Japaner. Damit erhöhte sich die Zahl der in Kliniken gebrachten Infizierten auf 136, so der japanische Fernsehsender NHK am Montag. Die übrigen der insgesamt 2.666 Passagiere und 1.045 Crewmitglieder - darunter auch zehn Deutsche, die nach Angaben der deutschen Botschaft in Tokio nicht infiziert sind - sollen voraussichtlich bis zum 19. Februar an Bord bleiben.

Deutschland in Westeuropa derzeit am gefährdetsten

- Wissenschaftler der Humboldt-Universität Berlin (HU) und des Robert Koch-Institutes haben einen Risikomonitor für die Verbreitung des Coronavirus entwickelt. Grundlage sind weltweit 51.000 Flugverbindungen auf 4.000 Flughäfen.

Wir können für jeden Ursprungsort, für jeden Referenzknoten die wahrscheinlichsten Wege zu allen anderen Flughäfen von diesen Referenzknoten berechnen. Und so berechnet sich das Risiko.

Prof. Dr. Dirk Brockmann, HU

- Deutschland ist nach diesem Monitor derzeit in Westeuropa das Land mit dem größten Risiko für die Ausbreitung des Virus. Die weltweit gefährdetsten Länder sind aktuell Thailand, Japan und Südkorea, deren Risiko zehn bis 20 Mal höher liegt als in Deutschland.

Die Grafik zeigt die Flugverbindungen von Wuhan in die ganze Welt.
Weltweite Flugbewegungen, ausgehend vom Flughafen Wuhan.  Bildrechte: Prof. Dr. Dirk Brockmann

- Die Zahl der Todesopfer steigt weiter an. Gestern starben 97 Menschen, die offizielle Gesamtzahl der Todesopfer der Epidemie in Festlandchina stieg damit auf 908. Laut dem Gesundheitsausschuss der Regierung sind dort 40.171 Menschen erkrankt. Die WHO schickt eine Expertengruppe nach China.

- Die chinesischen Behörden haben nach einem Bericht der staatlichen Nachrichtenagentur etwa 6.200 medizinische Fachkräfte mit 47 Charterflügen nach Wuhan gebracht, um bei der Bekämpfung der Epidemie zu helfen. Die Zentralbank in Peking hat 39 Milliarden Euro für Hilfsmaßnahmen zur Verfügung gestellt. Unternehmen, die zur Prävention und Eindämmung der Krankheit beitragen, sollen demnach mit Krediten unterstützt werden.

09.02.2020

Chartermaschine holt weitere 20 Deutsche zurück

- Heute sollen 20 weitere Deutsche aus Wuhan in Berlin ankommen. Die britische Chartemaschine - an Bord sind 200 Passagiere, vor allem britische Staatsbürger - ist um 3.20 Ortszeit gestartet. Die Deutschen werden auf den militärischen Teil des Flughafens Berlin-Tegel landen, dort untersucht und dann in einem Isolierbereich in den DRK-Kliniken im Stadtteil Köpenick am südöstlichen Stadtrand von Berlin untergebracht.

Mehr Tote als bei Sars

- Die Zahl der Todesopfer hat sich weiter erhöht. 811 Menschen sind am Virus gestorben, das sind mehr als bei der Sars-Epidemie 2002/2003, die 774 Todesopfer zur Folge hatte. Nach 2.656 neuen Ansteckungen wuchs die Zahl der Fälle inziwischen auf über 37.000.

- Auch in Europa gibt es Neuerkrankungen. Fünf Briten, darunter ein Kind, haben sich in einem französischen Skigebiet angesteckt. In der Unterkunft hatte ein weiterer Brite gewohnt, der aus Singapur angereist war und bei dem die Erkrankung kurz zuvor festgestellt worden war.

WHO arbeitet mit Influencern

- Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat in ihrem aktuellen Briefing erklärt, dass sie mit Influencern auf Instagram und Youtube vor allem im asiatisch-pazifischen Raum zusammenarbeitet, um mit Fakten gegen Falschinformationen vorzugehen. Auch die Zusammenarbeit mit Facebook, Google, Tencent, Tik Tok, Weibo, Pinterest und anderen Plattformen wird dafür fortgesetzt. "Menschen müssen Zugang zu genauen Informationen haben, um sich und andere zu schützen", so WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus.

In China viele Übetragungen im Krankenhaus

- Eine neue Untersuchung in China zeigt die Verbreitung der Krankheit. Bei der Auswertung von 138 Fällen errechneten die Forscher eine Sterberate von 4,3 Prozent, ein Viertel der Betroffenen war auf der Intensivstation. Bei 41 Prozent der Patienten bestand der Verdacht auf eine Krankenhaus-bedingte Übertragung von 2019-nCoV von Mensch zu Mensch. Darunter waren in der Fallserie allein 40 medizinisches Personal sowie 17 Patienten, die wegen anderer Krankheiten bereits behandelt wurden.

08.02.2020

Corona-Viren überleben bis zu neun Tage auf Oberflächen

- Coronaviren können auf Oberflächen aus Metall, Glas oder Kunststoff bis zu neun Tage überleben. Das hat ein Forschungsteam der Uni Greifswald und der Ruhr-Universität Bochum nach Auswertung der aktuellen Studienlage ermittelt.

Im Krankenhaus können das zum Beispiel Türklinken sein, aber auch Klingeln, Nachttische, Bettgestelle und andere Gegenstände im direkten Umfeld von Patienten, die oft aus Metall oder Kunststoff sind.

Prof. Dr. Günter Kampf, Institut für Hygiene und Umweltmedizin der Unimedizin Greifswald

Die Flächen können jedoch durch Oberflächendesinfektionsverfahren mit 62-71% Ethanol, 0,5% Wasserstoffperoxid oder 0,1% Natriumhypochlorit innerhalb von nur einer Minute wirksam inaktiviert werden, so die Forschenden in ihrer Veröffentlichung.

- Die Zahl der Todesfälle in China ist auf über 700 gestiegen, bis auf fünf alle aus der Provinz Hubei, 34.500 Menschen sind inzwischen infiziert. Am Wochenende sollen weitere Deutsche aus Wuhan zurückgeholt werden. "Einzelne Personen" hätten sich erst nach dem Rückholflug vergangenen Samstag gemeldet oder es nicht rechtzeitig zum Flughafen geschafft, teilte das Auswärtige Amt mit.

- Die USA wollen den Kampf gegen das neuartige Coronavirus mit 100 Millionen Dollar unterstützen. Das kündigte das Außenministerium in Washington an. Das Geld solle China und weiteren betroffenen Ländern zugute kommen. Zudem seien in dieser Woche mehr als 16 Tonnen Hilfsgüter nach China gebracht worden, darunter Masken, Kittel und Atemschutzgeräte.

- Der Internationale Kreuzschifffahrt-Verband hat die Vorsorgemaßnahmen gegen eine Ausbreitung der Lungeninfektion verschärft. Demnach werden ab sofort keine Passagiere und Besatzungsmitglieder mehr an Bord gelassen, die in den vergangen zwei Wochen in China waren oder auf einem Flughafen des Landes umgestiegen sind.

07.02.2020

Kann das Virus auch zu Hause behandelt werden?

- Deutsche Forscher haben die erste Infektion mit dem Coronavirus rekonstruiert. Ergebnis: Die chinesische Mitarbeiterin war symptomfrei, als sie die Viren verbreitete. Und es besteht die Möglichkeit, dass Menschen auch nach ihrer Genesung noch infektiös sein könnten, das müsse jedoch noch mittels Viruskultur nachgewiesen werden. Allerdings geben die Forscher nach ihrer Untersuchung auch zu bedenken, dass nicht alle Fälle unbedingt im Krankenhaus behandelt werden müssen:

Da die Krankenhauskapazitäten begrenzt sind - insbesondere in Anbetracht des gleichzeitigen Höhepunkts der Influenzasaison auf der Nordhalbkugel - muss untersucht werden, ob solche Patienten mit angemessener Anleitung und Aufsicht außerhalb des Krankenhauses behandelt werden können.

Corona-Studie, TU München

- Die Corona-Epidemie könnte zu einer weltweisen Krise bei der Versorgung mit Arzneimitteln führen. Wie die Tagesschau berichtet, hängt inzwischen ein Großteil der Produktion von Medikamenten, wie etwa Antiobiotika, von Fabriken in China ab. Dort aber stehen aufgrund von Corona inzwischen zahlreiche Fabriken still und das öffentliche Leben ist zum Erliegen gekommen. Deutsche Hersteller wie Höchst hatten ihre Produktion aufgrund des starken Preisdrucks vor einigen Jahren eingestellt.

Virus-Entdecker gestorben

- In China ist der 34-jährige Augenarzt Li Wenliang aus Wuhan gestorben. Er hatte im Dezember in einem Online-Forum auf den mysteriösen Ausbruch einer neuen Krankheit hingewiesen und war daraufhin von den Behörden wegen der Verbreitung von Gerüchten vorgeladen und verwarnt worden.

Später steckte er sich selbst bei einer Patientin an. Sein Tod löst große Anteilnahme in ganz China aus. Die chinesische Staatsführung will den Fall jetzt untersuchen.

- Inzwischen verlangsamt sich offenbar die Ausbreitung von Corona in China. Behörden zufolge infizierten sich am Freitag 3.143 Menschen mit dem Virus. Es war damit der zweite Tag in Folge, an dem nicht mehr Neuansteckungen gemeldet wurden als am Vortag. Insgesamt sind inzwischen 31.161 Infektionen bestätigt, 636 Menschen starben an der Krankheit. Forscher gehen auf Basis von Modellberechnungen ebenfalls davon aus, dass sich die Ausbreitung des Virus im Februar weiter bremsen und eindämmen lässt.

06.02.2020

- Am Flughafen Wien werden ab heute Einreisende, die mit einem Direktflug aus Peking landen, auf ihre Körpertemperatur gecheckt. Die österreichischen Gesundheitsbehörden wollen so sicherstellen, dass Reisende, die womöglich mit dem neuartigen Coronavirus 2019-nCoV infiziert sind, schnell erkannt und behandelt werden können. Wissenschaftler halten das für wenig hilfreich, da so nur Menschen erkannt werden, bei denn die Krankheit bereits ausgebrochen ist.

Die Wahrscheinlichkeit, dass die Maßnahme in Österreich einen Effekt haben wird, geht gegen Null. Es handelt sich mehr um Aktionismus.

Prof. Dr. Ralf Reintjes, Epidemiologe, Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg

Impstoff aus Deutschland in wenigen Monaten anwendbar

- Beim Tübinger Biotechnologie-Unternehmen CureVec könnte bereits in wenigen Monaten ein Impstoff gegen das neuartige Coronavirus entwickelt sein. Beim dortigen Therapieansatz werden nicht die Krankheitserreger selbst für die Impfstoffentwicklung genutzt, sondern Botenstoffe, die Informationen über ein bestimmtes Eiweiß in den Körper bringen, woraufhin Antikörper gebildet werden können. Dieses Verfahren wurde bereits bei einem anderen Virus erfolgreich getestet.

- Auch bei einem Treffen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) in der kommenden Woche sollen hunderte Experten über die Entwicklung von Medikamenten zur Behandlung von 2019-nCov diskutieren.

- Die Zahl der Toten in China ist auf 563 Menschen gestiegen, das sind 73 Todesfälle innerhalb eines Tages. Über 28.000 seien inzwischen infiziert, zu Beginn der Woche waren es noch 20.000. Inzwischen gibt es aber auch Zweifel an der Zuverlässigkeit der Informationen chinesischer Behörden:

05.02.2020

- Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat 250.000 Testsets an 70 Labore weltweit verschickt, um den Nachweis von Infektionen zu beschleunigen. Um auch ärmeren Ländern zu helfen, sich auf einen möglichen Ausbruch vorzubereiten, braucht die WHO über 675 Millionen Dollar – das sind 613 Millionen Euro.

Tedros Adhanom Ghebreyesus
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675 Millionen Dollar ist viel Geld, aber es ist deutlich weniger als das, was auf uns zukommen könnte, wenn wir nicht jetzt in die Vorkehrungen investieren.

Tedros Adhanom Ghebreyesus, WHO-Generaldirektor

- Nach aktuellen Informationen ist die Zahl der Erkrankten rasant angestiegen: Mittlerweile sind 24.000 Menschen mit dem Virus infiziert. In der chinesischen Provinz Hubei, dem Zentrum der Epidemie, seien weitere 65 Menschen an den Folgen gestorben.

Kreuzfahrtschiff unter Quarantäne

- Nachdem auf einem japanischen Kreuzfahrtschiff zehn Fälle einer Corona-Infektion aufgetreten sind, wurde das Schiff unter Quarantäne gestellt. Unter den Passagieren befinden sich acht Personen aus Deutschland. Aufgrund von Untersuchungen sollen die mehr als 3.700 Menschen an Bord nun vierzehn Tage auf dem Schiff bleiben.

- Das Coronavirus ist auch von Infizierten übertragbar, die selbst keine oder nur leichte Symptome zeigen. Das meldet BR24 und beruft sich auf Erkenntnisse von Virologen der Berliner Charité und dem Institut für Mikrobiologie der Bundeswehr sowie auf Berichte des Robert-Koch-Instituts. Dieses Wissen sei besonders wichtig für die Kontrolle der Ausbreitung des Virus.

- Die Forschungsgruppe konnte auch Hinweise bestätigen, dass sich das Virus im Verdauungstrakt vermehrt und fanden heraus, dass es sich möglicherweise auch im Nasen- und Rachenraum vermehrt.

04.02.2020:

- Der hallesche Virologe Alexander Kekulé fordert im MDR WISSEN-Gespräch Flughafenkontrollen auch an deutschen Flughäfen: "Hier bin ich der Meinung, dass es ein grober Fehler war, wirklich wochenlang Reisende aus China völlig unkontrolliert einreisen zu lassen, während in den USA und anderswo schon die Einreisekontrollen stattgefunden haben. Eigentlich hat die Lufthansa hier der Bundesregierung einen Riesengefallen getan, indem sie die Flüge abgesagt hat." Man könne nur hoffen, dass bisher wenige Infektionen eingeschleppt worden sind und diese sich ähnlich wie beim Fall in München verfolgen ließen.

- Nach Einschätzungen von Kekulé werden die Industrieländer mit dem Virus "gut klarkommen". Es bestehe aber gerade für ärmere Länder die Gefahr, das Virus dort für längere Zeit nicht unter Kontrolle zu bekommen.

- Außerhalb Festlandchinas hat es einen zweiten Todesfall gegeben: In Hongkong ist ein 39-jähriger Mann durch das Corona-Virus gestorben. In China sind innerhalb eines Tages 64 Menschen an dem Virus gestorben. Damit liegt die Zahl der Todesopfer bei 426, mehr als 20.400 Menschen sind an dem Erreger erkrankt.

Macau schließt alle Spielcasinos

- In der chinesischen Sonderveraltungszone Macau sollen in den nächsten zwei Wochen die Casinos geschlossen bleiben. Sie ist die einzige Stadt in China, in der Glücksspiele erlaubt sind. Die dahinterstehende Industrie gilt dort als die wichtigste Einnahmequelle.

03.02.2020:

- An der Fudan University, Shanghai und dem Wuhan Institute of Virology ist das Genom des Corona-Virus entschlüsselt worden. Beide Analyse zeigen, dass es eng mit einer Gruppe von SARS-ähnlichen Coronaviren verwandt ist, und wie Sars von Fledermäusen stammt, so die Forschenden in ihren Veröffentlichungen in "Nature".

- In China sind 16 Ausländer mit dem Coronavirus infiziert. 14 seien in Quarantäne, zwei bereits wieder gesund, teilte Außenamtssprecherin Hua Chunying am Montag in Peking mit. Die Nationalitäten wurden nicht bekanntgegeben.

- Italienischen Forschern am nationalen Institut für Infektionskrankheiten Lazzaro Spallanzani in Rom ist es nach eigenen Angaben gelungen, das Corona-Virus zu isolieren. Das gebe nunmehr die Möglichkeit, das Virus besser zu verstehen und einzudämmen, so Italiens Gesundheitsminister Roberto Sperenza. Die Forschungsergebnisse werden der internationalen Gemeinschaft zur Verfügung gestellt

- Der Corona-Ausbruch hat inzwischen in China mehr Todesopfer gefordert, als die Sars-Pandemie vor 17 Jahren. Am Montag meldete die Chinesische Gesundheitskommission 57 neue Todesfälle, damit stieg die Gesamtzahl auf 361 - an Sars waren damals jedoch weltweit 774 Menschen gestorben. Den Höhepunkt der Krankheit erwartet die Kommission in zehn Tagen bis zwei Wochen.

- Nach den verlängerten Ferien öffneten heute erstmals wieder die chinesischen Aktienmärkte. Die Kurse sackten um neun Prozent ab. Mit einer ungewöhnlich hohen Geldspritze von 1,2 Billionen Yuan (rund 156 Milliarden Euro) für Geschäftsbanken bemühte sich die Notenbank, den chinesischen Geldmarkt und das Bankensystem zu stabilisieren

02.02.2020

- Die aus Wuhan nach Deutschland ausgeflogenen 124 Passagiere sind angekommen. Ein Großteil von ihnen wurde in eine Quarantänestation gebracht. Die befindet sich in einer Kaserne in Rheinland-Pfalz. Dort müssen sie nun 14 Tage bleiben. So lange dauert maximal die Inkubationszeit, also die Zeit von der Ansteckung mit Corona bis zum Ausbruch der Lungenkrankheit. Zwei der Menschen wurden inzwischen positiv auf eine Infektion mit Corona getestet. Sie wurden von der Quarantäne zur Universitätsklinik in Frankfurt gebracht, wohin zuvor auch elf andere Passagiere gebracht wurden. Bei einem wird eine Ansteckung mit Corona überprüft, bei den zehn anderen lagen laut Behörden andere gesundheitliche Gründe vor. Unter den Ausgeflogenen waren 100 Deutsche, 22 Chinesen, ein US-Bürger und ein Rumäne.

- Die Zahl der mit Corona infizierten Deutschen hat sich auf Acht erhöht. Alle Fälle stehen in Zusammenhang des Autozulieferers Webasto in Bayern. Bei sieben von ihnen handelt es sich um Angestellte, einer hat sein Kind infiziert. Außerdem bekannt wurde der Fall eines infizierten Deutschen, der sich auf der Kanareninsel La Gomera aufhält. Er hatte sich bei einem in Deutschland infizierten Patienten angesteckt.

- In China sind 45 weitere Menschen am Coronavirus gestorben, damit erhöhte sich die Zahl aller Todesopfer in China auf 304. Die meisten von ihnen starben in der stark betroffenen Provinz Hubei. Inzwischen gibt es auch das erste Todesopfer außerhalb Chinas. Es handelt sich um einen 44-jährigen Chinesen aus der Metropole Wuhan, der mit seiner ebenfalls infizierten Partnerin am 21. Januar auf die Philippinen gereist war.

01.02.2020

- Die Deutsche Bundeswehr holt 120 Deutsche und andere Staatsbürger aus der Region um die chinesische Stadt Wuhan und bringt sie in die Bundesrepublik. Der Airbus A310 mit den Bundesbürgern soll nach einem Zwischenstopp in Moskau am Samstagmittag in Deutschland landen. Wuhan gilt als Ursprung des Corona-Ausbruchs. Laut Bundesaußenminister Heiko Maas seien unter den 120 Passagieren keine Infizierten und keine Verdachtsfälle. Dennoch müssen sie nach ihrer Rückkehr 14 Tage in Quarantäne verbringen. In China haben sich inzwischen 11.791 Menschen mit Corona infiziert, die Zahl der Toten stieg auf insgesamt 259. In Deutschland haben sie aktuell sieben Menschen mit dem Virus angesteckt, darunter auch ein Kind.

- Unterdessen haben Mediziner den Verlauf der ersten vier Fälle des Corona-Fälle in Deutschland beschrieben. Der erste Patient hatte sich demnach während eines Workshops bei einer chinesischen Frau angesteckt. Bemerkenswert daran sei, dass die Ansteckung offenbar während der Inkubationszeit der Frau erfolgte, schreiben die Ärzte. Bei der Patienten sei die Krankheit danach aber leicht und ohne Symptome verlaufen. Der zweite und dritte Corona-Fall in Deutschland seien Ansteckungen beim ersten Fall gewesen.

- Die USA haben ein Einreiseverbot verhängt für alle Nicht-US-Staatsbürger, die sich in den vergangenen beiden Wochen in China aufgehalten haben. US-Präsident Trump rief eine "gesundheitliche Notlage" in den Vereinigten Staaten aus. US-Bürger, die sich in der vom Corona-Virus stark betroffenen chinesischen Provinz Hubei aufgehalten haben, müssen nach ihrer Rückkehr in die USA zudem 14 Tage in Quarantäne verbringen.

- Der Iran hat alle Flüge von und nach China ausgesetzt. Bislang gebe es in der islamischen Republik zwar noch keine Infektionen mit dem Corona-Virus. Da die Weltgesundheitsorganisation WHO aber die Epidemie als weltweiten Notfall eingestuft habe, sei diese Vorsichtsmaßnahme notwendig, teilte das iranische Gesundheitsministerium mit.

31.01.2020

– In Deutschland gibt es den sechsten Coronafall - ein Kind ist erkrankt. Es handelt sich um das älteste Kind (5 Jahre) von drei Kindern des Mannes, der bei Webasto arbeitet und gestern als fünfter Fall bekannt geworden war. Wahrscheinlich ist die ganze Familie infiziert, so die Ärzte des Klinikums in Trostberg, auch die Ehefrau. Alle fünf sind im Klinikum isoliert.

– Eine neue Studie aus China hat den Krankheitsverlauf und die Folgen der Corona-Infektion untersucht. Nach Auswertung der Erkrankungen vom 1. bis 26. Januar 2020 ist das Durchschnittsalter der ersten Todesfälle 75 Jahre. Die Letalität (die Wahrscheinlichkeit an der Krankheit zu sterben) liegt danach bei 2,48 Prozent, so die Forscher, könnte aber auch deutlich geringer sein, da viele Fälle nicht bekannt sind, da sie mit milden oder ganz ohne Symptome ablaufen.

– Das Auswärtige Amt hat eine offizielle Reisewarnung für China herausgegeben. Das bedeutet: Von China-Reisen wird abgeraten, vor Reisen in die Provinz Hubei wird ausdrücklich gewarnt. Die Luftwaffe hat heute dorthin ein Flugzeug zur Evakuierung von rund 90 Deutschen entsandt.

Die Erdkugel, davor der Schriftzug: Droht eine Corona-Virus-Pandemie? 2 min
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Das Corona-Virus breitet sich seit Anfang des Jahres vor allem in China, aber auch weltweit aus. Woher hat es eigentlich seinen Namen und droht jetzt wirklich eine Pandemie?

Fr 31.01.2020 16:20Uhr 01:55 min

https://www.mdr.de/wissen/videos/aktuell/droht-eine-corona-epidemie100.html

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– In China haben sich nach Angaben der Gesundheitskommission in Peking inzwischen knapp 10.000 Menschen mit dem Virus angesteckt. Außerhalb Chinas sind inzwischen in 20 Ländern mehr als 100 Infektionen bekannt geworden, ein fünfter Fall auch in Deutschland, ebenfalls ein Mitarbeiter von Webasto. Das sind mehr Fälle als 2002/003 bei der Schweren Akute Atemwegssyndrom (Sars). Damals gab es 8.096 Fälle.

– Deutsche Forscher haben eine Substanz entdeckt, die verschiedene Coronaviren hemmt. Der Naturstoff kommt aus Asien und wirkt auch bei anderen gefährlichen Krankheiten wie Ebola, Lassa- oder Zikavirus.

30.01.2020:

– Der Ausbruch des Coronavirus ist eine "gesundheitliche Notlage von internationaler Tragweite". Das hat die Weltgesundheitsbehörde WHO am Abend entschieden. Das sei kein Misstrauensvotum gegen China, so WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus. Damit sollen vor allem Länder geschützt werden, deren Gesundheitssysteme weniger gut ausgestattet seien.

– Gesundheitsnotstand bedeutet, dass die WHO-Länder ihre Maßnahmen koordinieren müssen. Für alle Länder gelten Handlungs-Empfehlungen, um die Ausbreitung über Grenzen hinweg einzudämmen.

– Mittlerweile gibt es 7.711 Fälle in China, wo bereits 170 Menschen gestorben sind, und 50 Fälle weltweit. Diese geringe Zahl sei auch den rigorosen Maßnahmen Chinas zu verdanken, so die WHO.

Am Samstag sollen rund 90 Deutsche aus China ausgeflogen werden. Allerdings nur, wenn sie keine Symptome aufweisen und freiwillig ausreisen wollen. Geplant ist ein Bundeswehr-Flug, anschließend sollen die Passagiere zunächst 14 Tage in Quarantäne in eine Kaserne nach Germersheim (Südpfalz) kommen.

– Verschiedene Fluggesellschaften, darunter auch die Lufthansa, stellen ihre Flüge nach China vorübergehend ein. IKEA hat seine Filialen im Land vorerst geschlossen.

29.01.2020:

– Es gibt einen Verdachtsfall in Sachsen-Anhalt. Der Betroffene war nach Angaben der Stadt leicht erkältet nach China in den Urlaub gereist und mit ähnlichen Symptomen zurückgekehrt. Vorerst bleibt er auf der Isolierstation des Städtischen Klinikums.

– Australische Wissenschaftler haben zum ersten Mal das Coronavirus im Labor nachgezüchtet. Das teilte das Peter Doherty Institut für Infektionen und Immunität in Melbourne mit. Die Informationen stellen die Forscher weltweit zur Verfügung, um die gemeinsame Suche nach Gegenmitteln zu erleichtern. Damit könnte auch ein Test entwickelt werden, mit dem die Krankheit schon vor den Symptonen nachweisbar wäre.

Drei weitere Fälle in Bayern. Es sind Arbeitskollegen des ersten bestätigten Falls. Die Patienten werden in einer Isolierstation in München überwacht. Das betroffene Unternehmen schließt bis Sonntag seinen Stammsitz im oberbayerischen Stockdorf, einem Stadtteil von Gauting. Alle nationalen und internationalen Dienstreisen werden eingestellt. Für China gilt die Sperre zwei Wochen.

– Nach offiziellen chinesischen Angaben gibt es inzwischen mehr als 6.000 Fälle der neuartigen Lungenkrankheit. 132 Menschen starben.

– Das amerikanische Center for Systems Science and Engineering (CSSE) hat eine interaktive Karte erstellt, auf der die weltweite Ausbreitung des Virus visualisiert und fortlaufend aktualisiert wird. Hier finden Sie die Karte.

28.01.2020:

– Bei Flügen aus China gelten neue Regeln, erklärte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) heute. Die Piloten sollen vor dem Landen an deutschen Flughäfen den Tower über den Gesundheitszustand der Passagiere informieren. Reisende aus China sollen Angaben zu Flug, Aufenthaltsort und Erreichbarkeit in den nächsten 30 Tagen machen. Kliniken sind aufgefordert, künftig schon begründete Verdachtsfälle auf das Coronavirus an das Robert Koch-Institut zu melden.

Das Corona-Virus hat Deutschland erreicht. Wie ein Sprecher des bayerischen Gesundheitsministeriums mitteilte, hat sich ein Mann aus dem Landkreis Starnberg infiziert. Der Patient wurde isoliert und befindet sich nach Angaben der Behörden in klinisch gutem Zustand. Der 33-jährige Mitarbeiter der Firma Webasto hatte am 22. Januar gemeinsam mit einer Kollegin aus Shanghai an einer Schulung teilgenommen. Diese hatte zuvor ihre Eltern in Wuhan besucht und noch keine Symptome der Krankheit. Jetzt werden alle Kontaktperonen des Mannes untersucht. Das Robert Koch-Institut spricht von der ersten Mensch-zu-Mensch-Infektion außerhalb Asiens.

– In China ist die Zahl der Infizierten erneut stark angestiegen. Mittlerweile sollen es über 4.500 sein, über 100 Menschen sind gestorben. Die Behörden haben den Schulbeginn verschoben, auch die Universitäten bleiben nach den Ferien weiter geschlossen. Hunderte Eisenbahnlinien sollen vorübergehend nicht befahren werden. Die Regierung in Peking forderte die Chinesen auf, Auslandsreisen nicht anzutreten. Gruppenreisen sind bereits untersagt.

– Chinesische Mediziner testen, ob ein HIV-Medikament zur Behandlung der neuartigen Lungenkrankheit eingesetzt werden kann. Eine Sprecherin des US-Pharmakonzerns AbbVie teilte mit, dass chinesische Gesundheitsbehörden die Arznei mit dem Namen Aluvia (Kaletra) angefordert haben.

27.01.2020:

– Ein Krisenstab des Auswärtigen Amtes berät in Berlin darüber, 90 Deutsche aus Wuhan zu evakieren. Frankreich und die USA haben solche Aktionen bereits gestartet.

– Die Mongolei hat ihre Grenzen zu China geschlossen, in China selbst steht fast die gesamte Provinz Hubei unter Quarantäne. Bildungseinrichtungen, von Kindergärten bis zu Universitäten, bleiben in Peking bis Sonntag geschlossen, dafür wurden die Neujahrsferien verlängert.

– Bis gestern Nacht haben die Behörden 2.744 Infizierte gezählt, 80 Menschen sind in China an dem Virus gestorben. In den USA wurden zwei weitere Fälle bestätigt. Forscher fanden heraus, dass die Infizierten bereits während der Inkubationszeit ansteckend sind.

– Das Robert- Koch-Institut (RKI) schätzt die Gefahr für Deutschland weiterhin als gering ein. Mit einem Import einzelner Fälle nach Deutschland muss aber gerechnet werden.

26.01.2020:

56 Todesfälle und fast 2.000 Infizierte - die Zahlen in China steigen rasant. Über 1.500 Ärzte und Pfleger sollen in der Provinz Hubei helfen. In der Stadt Wuhan, wo das Virus zum ersten Mal festgestellt wurde, entstehen zwei Krankenhäuser mit über 2.000 Betten, die am 3. und 5. Februar ihre Arbeit aufnehmen sollen.

- Deutschland bereitet sich vor. In Berlin-Tegel und Schönefeld wird auf den Flughäfen mit Plakaten und Handzetteln informiert. Am Münchner Airport ist eine Task-Force eingerichtet, um sofort reagieren zu können, falls bei Reisenden typische Symptome wie Fieber und trockener Husten festgestellt werden.

- Die WHO erklärt in einem aktuellen Tweet, dass es derzeit keine Änderung an ihrer Gefahreneinschätzung gibt: China sehr hohes, regional hohes und global mittleres Risiko.

25.01.2020:

Frankreich hat Coronavirus-Fälle bestätigt. Die Patienten werden in Bordeaux und Paris behandelt. Damit hat das neuartige Virus auch Europa erreicht. In China sind bereits 41 Menschen daran gestorben.

– In der Prvinz Hubei in China, in der das Virus zuerst auftrat, stehen mittlerweile 13 Städte unter Quarantäne, 41 Millionen Menschen sind betroffen.

24.01.2020:

– China errichtet aus vorproduzierten Bauteilen ein Krankenhaus in Wuhan mit 1.000 Betten, das am 3. Februar einsatzbereit sein soll. Mediziner in der Stadt befürchten, das sich bereits wesentlich mehr Menschen angesteckt haben, als von den Börden angegeben - vor allem beim medizinischen Personal. "Es lassen sich infizierte Krankenhausmitarbeiter in fast allen größeren Krankenhäusern in Wuhan finden", sagte ein Arzt der Hongkonger Zeitung "South China Morning Post".

Bei fast 900 Menschen ist das Corona-Virus mittlerweile nachgewiesen, die Zahl der Toten stieg auf 26. Um die weitere Ausbreitung zu verhindern, sind neben Wuhan weitere elf Städte in der Provinz Hubei abgeschottet. Insgesamt sind 37 Millionen Menschen betroffen. Viele öffentliche Veranstaltungen zum Neujahrsfest sind in ganz China abgesagt worden.

– Die WHO hat auch bei ihrer zweiten Sitzung keine internationale Notlage erkannt, weitere Treffen in den nächsten Tagen sind jedoch geplant. "Es ist noch keine Notlage von internationaler Tragweite, aber das kann es noch werden", so WHO-Direktor Tedros Adhanom Ghebreyesus 

Neue Untersuchungen chinesischer Forscher legen nahe, dass das Virus von einer Schlange übertragen wurde. Die Vergleiche mit verschiedenen Wirtstieren ergaben, dass die meisten Ähnlichkeiten des Gencodes von 2019n-Cov mit der Chinesischen Kobra und der Vielgebänderten Krait (eine gestreifte Giftnatter) existieren.

– Die Entwicklung eines Impfstoffes wird mindestens ein Jahr dauern. Das schätzt Seth Berkeley, der Geschäftsführer der Globalen Impfallianz (Gavi).

23.01.2020:

– Die Millionenstadt Wuhan steht praktisch unter Quarantäne. Bewohner sind aufgefordert, die Stadt nicht zu verlassen, Flüge, Züge, Fähren und Fernbusse sind gestoppt. Menschen dürfen nur noch mit Atemmasken in die Öffentlichkeit. Für drei weitere Großstädte der Provinz Wuhei gelten ähnliche Regelungen. Als Quelle des Virus wird inzwischen ein Wildtier auf dem Fischmarkt von Wuhan vermutet.

– Die WHO hat am Vorabend in einer Dringlichkeitssitzung beraten, sieht aber vorerst noch keine "gesundheitliche Notlage von internationaler Tragweite". Nach aktuellem Stand sind in China 620 Menschen mit dem Virus infiziert, 17 sind gestorben. In Thailand sind vier Erkrankte registriert worden, in den USA, Taiwan, Südkorea und Japan jeweils einer. In Mexiko wurde am Mittwoch ein Verdachtsfall geprüft.

21.01.2020:

– Die USA melden den ersten Fall eines am Corona-Virus erkrankten. Er war am 15. Januar aus Wuhan nach Seattle eingereist, am 16. Januar ins Krankenhaus gekommen. Sein Zustand sei stabil, so die US-Behörden.

 20.01.2020: 

– Inzwischen 222 Fälle, 3 Todesfälle – hauptsächlich in der Metropole Wuhan; Peking (5), Guangdong (14), Shanghai. Weitere Fälle im Ausland: Thailand (2), Japan (1), Südkorea (1). Auch 14 Mitarbeiter aus dem Gesundheitswesen sind infiziert, jedoch ohne bestätigte Informationen über die Umstände der Ansteckung. Die chinesische Regierung bestätigt die Mensch-zu-Mensch-Übertragung in mindestens einem Fall und die WHO beruft ein Notfallgremium ein, das am 22.01.2020 zusammentreten soll.

16.01.2020:

– 44 weitere bestätigte Fälle: Wuhan City (41), Thailand (2), Japan (1) – davon 2 Todesfälle (61 und 69 Jahre, schwere Vorerkrankungen) – alle ausländischen Fälle sind Wuhan-Reisende. Am Institut für Virologie der Charité Berlin wird ein erster Diagnosetest für 2019-nCoV entwickelt und die WHO publiziert das Testprotokoll.

09.01.2020: 

– Bericht des Chinesischen Zentrums für Krankheitskontrolle (CDC): 19 der 59 Fälle sind auf ein neuartiges Coronavirus mit Verwandtschaft zum SARSCoronavirus zurückzuführen. (Daher der Name 2019-nCov für das neue Coronavirus 2019). Das Virusgenom wird sequenziert und veröffentlicht.

05.01.2020: 

– Die Zahl der berichteten Fälle steigt auf 59.

01.01.2020: 

– Der Fischmarkt wird zur Reinigung und Desinfektion geschlossen.

31.12.2019: 

– Meldung der Wuhan Municipal Health Commission, China: Pneumonie-Fälle unbekannten Ursprungs in Wuhan. Die Fälle werden mit dem Fischmarkt "Huanan Seafood Market" in Verbindung gebracht.

cms/dpa/gp

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR AKTUELL | 20. Januar 2020 | 19:30 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 17. Februar 2020, 11:45 Uhr

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