Resterezept: Kartoffeln sind länger haltbar als Sie denken!

Kartoffeln sind nicht nur ein synonym für uns Deutsche (auch wen sie gar nicht aus Europa kommen), sondern auch sowas wie ein Universalgemüse. Und viel zu schade zum Wegwerfen.

Ein Teller mit Essen
Bildrechte: MDR/Deborah Weber.

Was haben Kartoffeln, Sauerkraut und Bratwürste gemeinsam? Richtig, diese Nahrungsmittel werden mit Deutschland assoziiert. Die beliebte Knolle wird sogar als (unbeliebtes) Synonym für Deutsche verwendet. obwohl ihre Herkunft ganz woanders ihren Ursprung hat. Im 16. Jahrhundert entdeckten Spanier das unbekannte Gewächs bei den Inkas in den südamerikanischen Anden. Dass die Kartoffel heute auf keiner Speisekarte fehlen darf, steht außer Frage. Egal ob als Bratkartoffeln, Pommes, Gratin oder Kartoffelpüree. In die Mülltonne gehört sie hingegen nicht.

Richtig lagern verhindert wegwerfen

  • Wenn zu viel Licht an Kartoffeln kommen, keinen sie und produzieren Solanin. Dies können wir nicht verdauen. Ein kühler, dunkler Ort ist ideal.
  • Weniger Ideal ist eine Plastikverpackung. Darin können Kartoffeln nicht atmen und faulen eher.
  • Außerdem sollten Sie aus gesundheitlichen Gründen Kartoffeln keinesfalls im Kühlschrank lagern. Ideal sind 4 bis 13 Grad.

Länger haltbar als wir denken

Der perfekte Lagerort für Kartoffeln ist bekanntlich an dunklen, geschützten Orten. Sprich: In der hintersten Speisekammer-Ecke oder direkt im Keller. Da kann es schon mal passieren, dass man die ein oder andere Knolle übersieht – und plötzlich ist es zu spät: Die übrigen Kartoffeln sind gekeimt, kleine Triebe wachsen aus der Schale.

Aber, gute Nachrichten: Wenn die Knollen noch hart und glatt sind, sind sie trotzdem noch genießbar! Einfach Triebe und schwarze Stellen ausschneiden, gut abschrubben und die Kartoffel ist wie neu. Auch grüne Stellen müssen großzügig ausgeschnitten werden.

Hinweis: Wenn die Kartoffeln weich und schrumpelig sind oder schon lange Triebe haben, sollten Sie die Exemplare entsorgen. In gekeimten Kartoffeln entsteht Solanin. Im schlimmsten Fall führt der Verzehr gekeimter Kartoffeln zu Durchfall, Erbrechen oder Kopfschmerzen.

Auch wenn aus den geretteten Kartoffeln vielleicht nicht mehr die allerknusprigsten Pommes daraus entstehen, wäre da noch das ultimative Kindheitsgericht, Königsdisziplin und Comfort Food zugleich: Kartoffelbrei – je älter die Knolle, desto cremiger das Püree!

Rezept: Kartoffelbrei mit Wurzelgemüse

Zutaten: 

  • Kartoffeln
  • übrig gebliebenes Wurzelgemüse (Rüben, Pastinaken, rote Beete, etc.)
  • Milch und Butter
  • Muskat, Gewürze und Kräuter
  • optional: Feta und geröstete Kerne

Zubereitung

  1. die ausgeschnittenen Kartoffeln in kleine Stücke schneiden – Schale wahlweise dran lassen, nochmal gut abwaschen
  2. im Salzwasser ca. 15 bis 20 Minuten garen (Gabeltrick: wenn die Kartoffelstückchen runterrutschen, sind sie perfekt!)
  3. Wasser abgießen, Milch und/oder Butter in den (weiterhin warmen) Topf geben, weiche Kartoffelstückchen hinzugeben und durch Kartoffelstampfer pressen – je nach Konsistenz noch mehr Milch dazu
  4. mit Muskat (ein absolutes Muss fürs perfekte Püree), Salz und Pfeffer abschmecken
  5. währenddessen: allerlei übriges Wurzelgemüse (Rüben, Pastinaken, rote Beete –) klein schnippeln und auf ein Blech geben, mit Olivenöl und allerlei Gewürzen und Kräutern marinieren, für ca. 20 bis 30 Minuten (180 Grad Ober-/ Unterhitze) im Ofen backen
  6. auf den Kartoffelbrei geben, optional noch etwas Feta drüber krümeln oder mit gerösteten Kernen toppen

Voilá, fertig ist das gerettete Soulfood – Zeitreise in die Kindheit inklusive!

mb, dw

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