Ein Mann mit FFP2-Maske geht im Klinikum Fulda an einem Schild vorbei
Mehrere Kliniken in Sachsen-Anhalt haben ihre Regeln für Besucher angepasst – oder bitten diese zumindest darum, Masken zu tragen. (Symbolbild) Bildrechte: picture alliance/dpa | Sebastian Gollnow

Corona und Grippe Kliniken in Sachsen-Anhalt bitten um Masken für Besucher

04. Dezember 2023, 16:12 Uhr

Nach dem Harzklinikum haben weitere Kliniken in Sachsen-Anhalt ihre Regeln für Besucher verschärft. Einige Krankenhäuser haben die Öffnungszeiten eingeschränkt. Gäste müssen zudem Maske tragen – oder werden zumindest darum gebeten. Grund sind die steigenden Infektionszahlen mit Corona und Grippe.

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Viele Kliniken in Sachsen-Anhalt fahren ihre Schutzmaßnahmen wegen steigender Fallzahlen von Corona- und Grippe-Erkrankungen wieder hoch. In Abstimmung mit der Stadtverwaltung Halle (Saale) haben die Krankenhäuser der Stadt ihre Regeln für Besucherinnen und Besucher wegen der zuletzt stark gestiegenen Infektionsgeschehens angepasst.

Wie die Stadt am Montag mitteilte, werden Besucher mit Erkältungssymptomen gebeten, auf einen Besuch zu verzichten. Soll sollen Patienten und Mitarbeiter besser geschützt werden. Außerdem wird den Besuchern das Tragen eines medizinischen Mund-Nasen-Schutzes dringend empfohlen. Besuche von Patienten seien jedoch weiterhin uneingeschränkt möglich.

Auch in Magdeburg verschärfte Maßnahmen

Besucherinnen und Besucher des Klinikums Magdeburg sind aufgefordert, nun wieder im gesamten Krankenhaus einen medizinischen Mund-Nasen-Schutz tragen. Das teilte das Klinikum mit. Im Universitätsklinikum Magdeburg wird das Tragen eines Schutzes oder einer FFP2-Maske dringend empfohlen. Die Empfehlung solle fortgeführt werden, solange die hohe Rate an Atemwegsinfektionen in der Bevölkerung besteht, hieß es. Zuvor hatte die "Volksstimme" berichtet.

Uniklinikum Magdeburg
Besucherinnen und Besucher des Klinikums Magdeburg sind aufgefordert, im gesamten Krankenhaus einen medizinischen Mund-Nasen-Schutz zu tragen. Bildrechte: dpa

Dessau: Maske bei Kontakt mit Patienten

In Dessau teilt das Klinikum mit, es sei nun für Besucherinnen und Besucher im Städtischen Klinikum ab Donnerstag ebenfalls wieder "verpflichtend", einen Mund-Nasen-Schutz oder eine FFP2-Maske tragen, wenn sie mit Patienten oder Patientinnen in direkten Kontakt treten.

Nach Angaben des Krankenhauses gilt das auch für Mitarbeitende im Haus sowie im Medizinischen Versorgungszentrum – überall dort, wo sie mit Patienten in Kontakt stehen. Das Klinikum stellt Mund-Nasen-Schutzmasken nach eigenen Angaben kostenfrei zur Verfügung.

Seehausen: Bei Erkältung oder Corona auf Besuch verzichten

Das Krankenhaus Seehausen in der Altmark bittet Gäste, bei Erkältung oder positivem Corona-Test auf Besuche in der Klinik zu verzichten. Mitarbeitenden wird empfohlen, Mund-Nasen-Schutz oder FFP2-Maske zu tragen. Bei leichten Atemwegsinfekten wird die Empfehlung zur Regel.

Harzklinikum führt Maßnahmen ein

An den Standorten des Harzklinikums waren bereits in der vergangenen Woche wieder Einschränkungen für Besucher festgelegt worden. Die Kliniken in Quedlinburg, Wernigerode und Blankenburg reagierten damit nach eigenen Angaben auf die steigenden Corona-Infektionszahlen in Sachsen-Anhalt. "Die neuen Besuchsregelungen sind ein entscheidender Schritt, um die Sicherheit und Gesundheit aller im Harzklinikum zu gewährleisten", hatte Oberarzt Matthias Holfeld mitgeteilt.

Montags bis freitags sind im Harzklinikum nur noch Besuche zwischen 15 und 18 Uhr möglich, an Wochenenden und Feiertagen zwischen 14 und 17 Uhr. Ausnahmen sind aber laut Klinikum nach Absprache möglich. Zudem müssen Besucher in Patientenzimmern und Wartebereichen wieder einen Mund-Nasen-Schutz tragen.

Goitzsche-Klinikum Bitterfeld erlaubt wieder Besuche

Anfang November hatte zudem das Goitzsche-Klinikum in Bitterfeld für einzelne Stationen einen Besucherstopp verhängt. Damit sollten nach Angaben des Krankenhauses Patienten und Mitarbeiter vor einer Corona-Ansteckung geschützt werden. Den Besucherstopp hat das Goitzsche-Klinikum inzwischen wieder aufgehoben. Besuchern mit Erkältungssymptomen wird aber geraten, freiwillig Maske zu tragen.

Keine Einschränkungen bei den Helios-Kliniken Mansfeld-Südharz und in Stendal

In den Helios-Kliniken Mansfeld-Südharz mit den Standorten Hettstedt, Lutherstadt Eisleben und Sangerhausen gibt es derzeit weder eine Maskenpflicht noch eine Einschränkung der Besuchsregelungen. Das teilten die Kliniken auf Nachfrage von MDR SACHSEN-ANHALT mit. Das Tragen von Atemschutzmasken beim Umgang mit vulnerablen Personen oder bei sonstiger infektionshygienischer Notwendigkeit werde selbstverständlich wie in der Vor-Pandemiezeit praktiziert.

Eine generelle Maskenpflicht besteht auch im Johanniter-Krankenhaus Stendal zurzeit nicht. Nach Angaben des Krankenhauses halten sich Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen an Hygiene- und Schutzmaßnahmen, die gemäß Robert Koch-Institut (RKI) bei auftretenden Infektionskrankheiten gelten. Bei einer Häufung von Fällen werde aber das Tragen eines geeigneten Schutzes (OP-Maske oder FFP2) angeordnet und gegebenenfalls auch auf Besucher ausgedehnt.


MDR (Norma Düsekow, André Plaul, Julia Heundorf, Nadine Hampel, Moritz Arand) | Erstmals veröffentlicht am 17. November 2023

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT – Das Radio wie wir | 04. Dezember 2023 | 15:00 Uhr

8 Kommentare

Reuter4774 vor 15 Wochen

Nein Germinator sie sterben weil ihre Zeit um ist, der Körper/ Organe verbraucht sind. Und egal wohin sie eine ( nicht vorhandene) Schuld/ Verantwortung hinschieben wollen, SIE WERDEN STERBEN! Das ist natürlich.

Reuter4774 vor 15 Wochen

Nein. Menschen leben nicht in keimfreier Umgebung, das ist nicht möglich. Und Menschen sind sterblich wie alle Lebewesen. Und im Krankenhaus, Pflegeheim... sind üblicherweise sowieso Menschen die nicht die Gesündesten sind. Tod gehört zum Leben.

astrodon vor 15 Wochen

Unlogischer wird's nicht mehr ...

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