Landtagswahl Sachsen-Anhalt Der Wahl-Ticker zum Nachlesen: Alle Meldungen bis 17:45 Uhr

Sachsen-Anhalt wählte einen neuen Landtag. Hier können Sie alle Meldungen unseres Livetickers bis 17:45 Uhr nachlesen.

17:43 Uhr | Ab 18 Uhr Ergebnisse aus allen Wahlkreisen und Gemeinden

Rund 1,8 Millionen Menschen sind heute in Sachsen-Anhalt zur Wahl aufgerufen. Zwischen Salzwedel und Zeitz, zwischen Jessen und Wernigerode gibt es 41 Wahlkreise. Wir haben im Laufe des Abends die Ergebnisse aus allen Wahlkreisen und allen 218 Gemeinden in Sachsen-Anhalt für Sie. Hier können Sie nachsehen, welcher Direktkandidat in den Landtag einzieht und welche Partei vor Ort am besten abgeschnitten hat.

Ab 18 Uhr werden hier die Ergebnisse nach und nach einlaufen.

Wahlkreise:

Gemeinden:

Grafik zur Landtagswahl 2021, Gemeindeergebnisse
Mindestens 83 Abgeordnete ziehen nach der Wahl am 6. Juni 2021 in den achten Landtag in Sachsen-Anhalt ein. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

17:25 Uhr | Einschätzung vom "Mann der Zahlen"

Kurz bevor es gleich die erste Prognose gibt, haben wir noch einen Lesetipp für Sie. Jörg Schönenborn hat auf die Wahl und die Parteien in Sachsen-Anhalt geschaut.

17:10 | Der Wahltag in Bildern

Die Landtagswahl ist wegen der Pandemie eine besondere. Die Wahllokale waren gut vorbereitet, mancherorts gab es Warteschlangen. Bislang waren jedoch weniger Menschen an der Wahlurne als 2016. Der Wahltag in Bildern:

Zwischen Warteschlangen und Wahlurnen Landtagswahl 2021: Der Tag in Bildern

Menschen stehen in einer Warteschlange vor einem Wahllokal, um zu wählen.
Zwischen 8 Uhr und 18 Uhr waren die Wahllokale in Sachsen-Anhalt geöffnet. Bildrechte: dpa
Menschen stehen in einer Warteschlange vor einem Wahllokal, um zu wählen.
Zwischen 8 Uhr und 18 Uhr waren die Wahllokale in Sachsen-Anhalt geöffnet. Bildrechte: dpa
Eine Frau stellt einen Desinfektionsspender in einem Wahllokal auf.
In den Wahllokalen galten wegen der Corona-Pandemie besondere Hygieneauflagen – so auch in Halberstadt im Landkreis Harz. Bildrechte: MDR/Olga Patlan
Wähler werfen ihre Stimmzettel für die Landtags- und Landratswahl im Dorfgemeinschaftshaus im Ortsteil Oberrißdorf in die Urne.
Bis zum Nachmittag war die Beteiligung zur Landtagswahl geringer als bei der Wahl vor fünf Jahren. Bildrechte: dpa
Reiner Haseloff (r, CDU), Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt, und seine Ehefrau Gabriele Haseloff kommen bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt zum Wahllokal und stehen Schlange mit anderen Wählern
Auch Gabriele Haseloff und ihr Mann, Ministerpräsident Reiner Haseloff (beide letzte Reihe), mussten kurz anstehen, bevor sie ihre Stimmen abgeben konnten. Bildrechte: dpa
Reiner Haseloff (CDU), Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt, und seine Ehefrau Gabriele Haseloff geben bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt im Wahllokal ihre Stimme ab.
Die Spitzenkandidatinnen und -kandidaten gaben am Sonntagvormittag ihre Stimmen ab – unter ihnen auch Ministerpräsident Reiner Haseloff von der CDU, der in Wittenberg wählte. Bildrechte: dpa
Die Schwestern Pauline (l) und Gertrud vom Zisterzienserinnen-Kloster Helfta stehen vor dem Wahllokal und infornieren sich über die Wahl
Insgesamt waren 22 Parteien zur Landtagswahl angetreten. Da war es wichtig, sich vor der Abstimmung einen Überblick zu verschaffen. Bildrechte: dpa
Oliver Kirchner, Spitzenkandidat der AfD für die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt, wirft nach der Stimmabgabe in einem Wahllokal seinen Stimmzettel in die Wahlurne.
Auch der Spitzenkandidat der AfD in Sachsen-Anhalt, Oliver Kirchner, gab am Vormittag in Magdeburg seine Stimme ab. Bildrechte: dpa
Reiseblog: Das Wahllokal in Deetz. Davor wehen die Fahnen von Sachsen-Anhalt, Deutschland und Europa.
Für unseren Reiseblog war Reporterin Jana Müller unterwegs, unter anderem in Deetz. Hier werde traditionell schwarz gewählt, sagt der Wahlleiter vom Wahllokal. Bildrechte: MDR/Jana Müller
Roland Seeger ist Wahlleiter in Deetz
Roland Seeger ist der Wahlleiter in Deetz und hat dies schon mehrere Mal gemacht. Bildrechte: MDR/Jana Müller
Lydia Hüskens, Spitzenkandidatin der FDP für die Landtagswahl 2021 in Sachsen-Anhalt, wirft in einem Wahllokal ihren Stimmzettel in die Wahlurne.
Die Spitzenkandidatin der FDP, Lydia Hüskens, hat am späteren Vormittag ihre Stimme in Magdeburg abgegeben. Bildrechte: dpa
Katja Pähle (SPD), Spitzenkandidatin ihrer Partei bei den Landtagswahlen in Sachsen- Anhalt, bei der Stimmabgabe.
Am Vormittag war SPD-Spitzenkandidatin Katja Pähle an der Wahlurne, um ihre Stimme abzugeben. Die SPD regiert aktuell mit den Grünen und den Christdemokraten unter Ministerpräsident Reiner Haseloff. Bildrechte: dpa
Eva von Angern, Spitzenkandidatin der Partei 'Die Linke' für die Landtagswahl 2021 in Sachsen-Anhalt, wirft in einem Wahllokal ihren Stimmzettel in die Wahlurne.
Die Linke hatte im Wahlkampf darauf aufmerksam gemacht, dass Ostdeutsche bei der Besetzung von Führungspositionen benachteiligt werden. Hier wählt die Spitzenkandidatin Eva von Angern. Bildrechte: dpa
Cornelia Lüddemann (Bündnis 90/Die Grünen) schaut sich die Unterlagen für ihre Briefwahl an.
Die Spitzenkandidatin der Grünen, Cornelia Lüddemann, hat per Briefwahl gewählt. Die Briefwahl-Stimmen werden ab 18 Uhr ausgezählt. Bildrechte: dpa
Wahlhelfer und Wahlhelferinnen öffnen im Klassenzimmer einer Schule in Magdeburg die Umschläge der Briefwahl.
Seit 15 Uhr wurden bei den Briefwahlunterlagen die eidesstattlichen Erklärungen geprüft. Die blauen Umschläge wurden erst nach Beendigung der Wahl geöffnet. Bildrechte: dpa
Messehalle 1 (l) und 2 (r) sowie Messehalle 3 (vorne) der Messe Magdeburg. In der Messehalle 3 befindet sich das Impfzentrum der Stadt.
Der mediale Wahlabend wird in den Messehallen in Magdeburg abgehalten. Bildrechte: dpa
Journalisten stehen am Eingang zum Messegelände hinter einem Schild mit der Aufschrift €žGetestet/Geimpft Ungetestet€œ an einem Kontrollpunkt.
Auch auf dem Messegelände gelten die Corona-AHA-Regeln. Bildrechte: dpa
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17:00 Uhr | Erfassung der Briefwahl-Unterlagen läuft

Seit 16 Uhr werden vielerorts die Briefwahlunterlagen erfasst. Dazu werden zunächst die roten Umschläge geöffnet, um zählen, wie viele Menschen sich an der Briefwahl beteiligt haben. Dabei wird auch die eidesstattliche Erklärung geprüft. Die in den roten Umschlägen befindlichen blauen Umschläge mit den Stimmzetteln werden erst nach 18 Uhr geöffnet und ausgezählt.

Wahlhelfer und Wahlhelferinnen öffnen im Klassenzimmer einer Schule in Magdeburg die Umschläge der Briefwahl.
Seit 16 Uhr läuft die Erfassung der Briefwahlunterlagen. Bildrechte: dpa

16:25 Uhr | Wahlbeteiligung bei 41 Prozent

Zwei Stunden vor Schließung der Wahllokale liegt die Wahlbeteiligung dort bei 41 Prozent. Darüber informierte die Landeswahlleiterin am Nachmittag. Zum gleichen Zeitpunkt lag die Wahlbeteiligung 2016 bei 47,1 Prozent, hieß es. Stimmen von Briefwählenden wurden bislang nicht mitgezählt. Diese werden bei der Auswertung der Wahlbeteiligung um 18 Uhr erfasst.

15:35 Uhr | Wählen während der Pandemie

Wie läuft eine Landtagswahl in Pandemiezeiten ab? MDR-Reporterin Olga Patlan schaut es sich an verschiedenen Orten im Land an. Und schildert ihre Eindrücke in einer Story bei Instagram.

15:05 Uhr | Nur wer mitwählt, darf auch meckern

"Mitmachen statt meckern!" heißt eine beliebte Rubrik im MDR-Fernsehen. Leicht abgewandelt gilt das auch für den heutigen Wahltag. "Mitwählen und motzen" heißt es hier. Denn nur wer seine Stimme abgegeben hat, darf sich hinterher auch beschweren, wenn ihr oder ihm das Ergebnis nicht passt. Die Wahllokale sind noch knapp drei Stunden geöffnet. Auf geht's!

14:40 Uhr | Geringere Wahlbeteiligung, weniger Wählende

Um 14 Uhr betrug die Wahlbeteiligung 27,1 Prozent. Damit ist sie nach Angaben der Landeswahlleiterin niedriger als zum gleichen Zeitpunkt vor fünf Jahren. Am 13. März 2016 zur Landtagswahl waren es 35,4 Prozent, hieß es. Allerdings wird von der Wahlleitung mit einem erhöhten Briefwahlanteil gerechnet. Diese Stimmen werden erst bei der Auflistung um 18 Uhr erfasst.

Die vorläufige Zahl der Wahlberechtigten beträgt nach Angaben der Landeswahlleiterin 1.788.990. Damit ist die Zahl um knapp 90.000 Wahlberechtigte geringer als 2016. Damals waren 1.877.978 Menschen zur Landtagswahl abstimmungsberechtigt.

14:30 Uhr | Welche Koalitionen sind denkbar?

Kenia, Jamaika, Simbabwe? Nach der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt sind wahrscheinlich viele Koalitionen denkbar. Klar ist offenbar nur eines: Gegen die CDU wird es kein Bündnis geben, die Christdemokraten müssen sich entscheiden. Ein Überblick der möglichen Optionen:

13:35 Uhr | Alle Spitzenkandidatinnen und -kandidaten haben Stimme abgegeben

Als letzte der Spitzenkandidatinnen hat FDP-Frontfrau Lydia Hüskens am späten Vormittag ihre Stimme in Magdeburg abgegeben. Die Liberalen hoffen auf einen Wiedereinzug in den Magdeburger Landtag. Dort waren sie zuletzt in der Legislaturperiode von 2006 bis 2011 vertreten.

Lydia Hüskens, Spitzenkandidatin der FDP für die Landtagswahl 2021 in Sachsen-Anhalt wartet in einem Wahllokal, um ihre Stimme abzugeben.
Lydia Hüskens auf dem Weg zur Stimmabgabe. Bildrechte: dpa

Cornelia Lüddemann von den Grünen hat schon vor einigen Tagen gewählt – per Briefwahl, wie sie auf Twitter mitteilte.

13:10 Uhr | Briefwahlstimmen derzeit noch nicht erfasst

Die Wahlbeteiligung war zum Mittag etwas geringer als 2016. Stimmen von Briefwählenden sind dabei aber noch nicht erfasst. Das erklärte das Statistische Landesamt in einem Tweet. Demnach würden Briefwahlstimmen erst bei der Auswertung um 18 Uhr erfasst, hieß es.

12:48 Uhr | Wahlbeteiligung bis 12 Uhr etwas geringer als 2016

Seit 8 Uhr sind die mehr als 2.200 Wahllokale im Land geöffnet. Zum Mittag zeichnet sich nach Angaben von Landeswahlleiterin Christa Dieckmann eine etwas geringere Wahlbeteiligung als 2016 ab. Um 12 Uhr betrug die Wahlbeteiligung 22,4 Prozent. Vor fünf Jahren waren es zum gleichen Zeitpunkt 25,0 Prozent.

Dennoch geht sie davon aus, dass die Wahlbeteiligung nach hinten raus so hoch werden könnte wie zur Landtagswahl 2016. Dieckmann sagte MDR SACHSEN-ANHALT: "Ich denke, dass wir die Marke vom letzten Mal knacken werden." Damals lag sie bei 61 Prozent.

12:19 Uhr | Spitzenkandidaten geben ihre Stimmen ab – zuletzt SPD-Kandidatin Katja Pähle und der AfD-Kandidat Oliver Kirchner

Katja Pähle (SPD), Spitzenkandidatin ihrer Partei bei den Landtagswahlen in Sachsen- Anhalt, bei der Stimmabgabe.
Katja Pähle hat ihre Stimme in einer Schule in Halle abgegeben. Bildrechte: dpa

Die Wahl geht auch unter den Spitzenkandidaten und Spitzenkandidatinnen zum Landtag weiter. Am Vormittag war SPD-Kandidatin Katja Pähle an der Wahlurne, um ihre Stimme abzugeben. Die SPD regiert aktuell mit Grünen und Christdemokraten unter Ministerpräsident Reiner Haseloff. Im Wahlkampf suchten die Partner der vergangenen fünf Jahre allerdings deutlich, sich voneinander abzugrenzen. Das zeigte auch die MDR-Wahlarena vom Montag.

Oliver Kirchner, Spitzenkandidat der AfD für die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt, verlässt in einem Wahllokal nach der Stimmabgabe die Wahlkabine.
Oliver Kirchner bei der Stimmabgabe in Magdeburg. Bildrechte: dpa

Auch AfD-Spitzenkandidat Oliver Kirchner gab seine Stimme ab, und zwar im Magdeburger Norden. Eine Koalition mit seiner Partei haben die anderen großen Parteien im Vorfeld der Wahl ausgeschlossen. Zu erwarten ist daher, dass die AfD stärkste Oppositionsfraktion wird, wie auch schon 2016.

11:57 Uhr | Die Wahlbeteiligung – ein Faktor X

Eine zentrale Frage zur Landtagswahl in Sachsen-Anhalt ist, wie CDU und die AfD im Vergleich abschneiden werden. Das stellen Beobachter und Experten in diesen Tagen heraus. Die letzte Umfrage, die Infratest Dimap vor der Landtagswahl erhoben hat, sah die CDU vorn. Doch bundesweit wird heute sehr genau geschaut, wie das ausgeht. Die AfD war zur Landtagswahl 2016 aus dem Stand auf 24 Prozent gekommen, ist zweitstärkste Kraft (auch in der Infratest-Umfrage) und aktuell größte Oppositionsfraktion.

Eine Frage, die in das Abschneiden hinein spielen wird, ist die Wahlbeteiligung und wie die Wähler, letztlich aller politischen Kräfte, die zur Wahl stehen, auch wirklich ins Wahllokal gehen. Die Wahlbeteiligung ist allerdings immer weniger vorhersagbar geworden, schildert die Politikwissenschaftlerin Kerstin Völkl. Stimmung, situative Entscheidungen, mitunter Impulse aus den letzten Tagen vor der Wahl, all das könne entscheidend sein.

Vor fünf Jahren lag die Wahlbeteiligung in Sachsen-Anhalt bei gut 61 Prozent.

11:27 Uhr | Beim Wählen ein Handyfoto von sich aufnehmen? Das ist nicht erlaubt

Viele Menschen fotografieren sich selbst nach dem Impfen und würden vielleicht auch gern jetzt beim Wählen ein Bild von sich aufnehmen – als Selfie in der Wahlkabine. Doch, das ist nicht erlaubt.

Nicht wenige machen beim Wählen wohl auf jeden Fall zu viel Quatsch auf ihrem Stimmzettel. Laut Statistischem Landesamt Sachsen-Anhalt waren zur Landtagswahl 2016 rund 3 Prozent aller abgegebenen Stimmen ungültig. Das bedeutet, gut 35.000 Menschen haben den Stimmzettel nicht korrekt ausgefüllt. Nicht auszuschließen ist, dass einige das bewusst gemacht haben. Für alle anderen – das gilt es zu beachten, damit alles glattgeht:

10:58 Uhr | Die weiteren Wahlen in Sachsen-Anhalt an diesem Sonntag

In Sachsen-Anhalt wird ein neuer Landtag gewählt, aber nicht nur. Auch andere wichtige Wahlen stehen in Teilen des Landes an, wofür die Wahlberechtigten der jeweiligen Region aufgefordert sind, ihre Stimmen abzugeben. Der Überblick:

10:43 Uhr | Die ersten Spitzenkandidaten haben ihre Stimmen abgegeben

Eva von Angern, Spitzenkandidatin der Partei 'Die Linke' für die Landtagswahl 2021 in Sachsen-Anhalt, wirft in einem Wahllokal ihren Stimmzettel in die Wahlurne.
Hatte im Wahlkampf auf das Thema Benachteiligung Ostdeutscher in Führungspositionen gesetzt: Eva von Angern. Bildrechte: dpa

In Sachsen-Anhalt haben bereits einige der Spitzenkandidaten und Spitzenkandidatinnen der großen Parteien ihre Stimmen abgegeben. Als erste war früh an diesem Sonntag Linken-Spitzenkandidatin Eva von Angern im Wahllokal, um ihre Kreuze zu setzen. Ihre Partei lag in der letzten Umfrage bei 10 Prozent.

Reiner Haseloff, CDU-Kandidat und amtierender Ministerpräsident, war ebenfalls gleich Sonntagmorgen in seiner Heimatstadt Wittenberg wählen, begleitet von seiner Frau Gabriele. Bei der Stimmabgabe gab es ein Blitzlichtgewitter von Fotografen.

Reiner Haseloff beim Urnengang
Reiner Haseloff im Wittenberger Wahllokal im Neuen Rathaus. Bildrechte: dpa

10:23 Uhr | Wer darf in Sachsen-Anhalt wählen – und wer nicht?

Wahlberechtigt sind Sachsen-Anhalter und Sachsen-Anhalterinnen ab 18 Jahre. Allerdings gibt es Ausnahmen, selbst wenn jemand schon seit vielen Jahren in Sachsen-Anhalt lebt. Das kann unterschiedliche Gründe haben – der Überblick:

#MDRklärt Diese Menschen dürfen nicht wählen

Tausende, die in Sachsen-Anhalt leben, können bei der Landtagswahl 2021 nicht wählen. Denn Zugezogene ohne deutschen Pass oder Wohnungslose dürfen nicht wählen. Auch per Gesetz kann das Wahlrecht entzogen werden.

Wahlzettel
Bildrechte: MDR/Luca Deutschländer
Wahlzettel
Bildrechte: MDR/Luca Deutschländer
nicht Gemeldete/Wohnungslose, unter 18-Jährige, Menschen ohne deutschen Pass, Menschen mit aberkanntem Wahlrecht
Bildrechte: MDRklärt
Würden alle Volljährigen ohne deutschen Pass wählen, gäbe es rund 86.000 Wählerstimmen mehr (+5 Prozent).
Bildrechte: MDRklärt
Die größten Gruppen sind die unter 18-Jährigen und Menschen ohne deutschen Pass.
Bildrechte: MDRklärt
Texttafel: "Mehr Erklärgrafiken und -videos auf Instagram @mdrklaert"
Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT | 26. Mai 2021 | 19:00 Uhr

Quelle: MDR/Max Schörm
Bildrechte: MDR/Max Schörm
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Neu ist dagegen, dass in diesem Jahr auch neu eingebürgerte Menschen in Sachsen-Anhalt wählen. Außerdem sind Personen, die aufgrund einer Behinderung oder psychischen Krankheit unter Vollzeitbetreuung stehen, diesmal wahlberechtigt. Das Landeswahlgesetz wurde 2019 ensprechend angepasst. So soll die politische Teilhabe von Menschen mit Behinderung verbessert werden.

10:08 Uhr | Stimmungsbild: "Magdeburg frühstückt noch"

Der Magdeburger Landtag. Hier könnte ein heute einiges ändern.
Der Domplatz liegt am Sonntagmorgen ruhig da. Heute entscheidet sich, wer in den Landtag einzieht, der direkt am Domplatz liegt und auf dem Bild zu sehen ist. Bildrechte: MDR/Leonard Schubert

Fünf Reporterinnnen und Reporter sind seit Freitag im Land unterwegs, um mit den Menschen darüber zu sprechen, welche Themen sie gerade beschäftigen und was sie sich von der Landtagswahl erhoffen. Noch ist es ruhig: "Magdeburg frühstückt noch", schreibt MDR-Reporter Leonard Schubert. Er hat auf dem Domplatz in der Landeshauptstadt Magdeburg vorbeigeschaut, an dem der Landtag liegt.

Vor dem haben sich gerade mal ein paar Medienvertreter postiert, wie er berichtet. Das tut er im MDR-Reiseblog der Reporter, die allesamt direkt von unterwegs berichten. Während die Abstimmung läuft, geht der Blog heute also in die letzte Runde:

09:48 Uhr | So sah am 27. Mai die letzte Infratest-Umfrage vor der Wahl aus

Kurzer Blick auf die letzte Umfrage vor der Wahl, dem Sachsen-Anhalt-Trend für Mai: Nach der dafür erhobenen repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Infratest Dimap bliebe die CDU mit 28 Prozent weiterhin die stärkste politische Kraft. Zweitstärkste politische Kraft in Sachsen-Anhalt bliebe mit 24 Prozent die AfD. Eng wäre das Rennen um Platz drei zwischen Linken, SPD und Grünen, aber auch die FDP kommt dicht dahinter (die Liberalen könnten so den Wiedereinzug schaffen). Die Freien Wähler lägen bei 3 Prozent und würden den Einzug in den Landtag der Umfrage nach verpassen.

Umfrageergebnisse Infratest Dimap Landtagswahl 27. Mai
Das ist die letzte Sonntagsfrage vor der Wahl. Nun wird die Landtagswahl zeigen, wie die rund 1,8 Millionen Wahlberechtigten tatsächlich abstimmen. Bildrechte: MDR/ARD/infratest dimap

09:33 Uhr | So berichtet der MDR über die Landtagswahl am Wahlabend

Wie schon in der Vorwahlzeit, setzt der MDR in der Berichterstattung am Wahlabend auf Datenjournalismus. Daten vom Statistischen Landesamt und Nachwahlbefragungen vom Meinungsforschungsinstitut Infratest Dimap werden in Form von interaktiven Grafiken und Animationen aufbereitet. Außerdem setzt der MDR auf etwas Neues: auf automatisierte Wahlberichte für die 218 Gemeinden und 41 Wahlkreise. Hier wird erklärt, wie das genau funktioniert:

09:16 Uhr | Deutschland blickt nach Magdeburg – Presseschau

Die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt ist zentral für die Politik der nächsten Jahre des Bundeslandes. Zugleich ist es die letzte Landtagswahl vor der Bundestagswahl im September. Ein Blick in die Zeitungen:

"Der Tagesspiegel" sieht ein Signal für die CDU im Bund: "Es ist der erste harte Stimmungstest für die neu gekürten Kanzlerkandidat:innen. Allen voran für Armin Laschet. Die erste große Bewährungsprobe nach seiner Nominierung steht bevor."

Mit dem Politologen Everhard Holtmann hat der "Deutschlandfunk" gesprochen, der von Folgendem ausgeht: "Die jetzige Wahl, also die Wahlentscheidung am morgigen Sonntag, dürfte in einem hohen Maße überlagert, überformt sein durch die Einschätzung der Regierungsaktivitäten, die ihr Krisenmanagement bezüglich der Corona-Pandemie, [...].“

Weitere Perspektiven auf die Landtagswahl: Die "Berliner Zeitung" ist mit der Linken-Kandidatin Eva von Angern im Vorfeld mitgelaufen und das "Redaktionsnetzwerk Deutschland" mit dem SPD-Kandidaten für Halle, Igor Matviyets. Auf Grünen-Kandidatin Cornelia Lüddemann schaut tagesschau.de, auf die CDU im ländlichen Sachsen-Anhalt, also außerhalb der größeren Städte, "Die ZEIT" und "Der Spiegel" (€) auf die AfD.

08:53 Uhr | Rund 22.000 Helfer und Helferinnen in den Wahllokalen

So wie hier in Halberstadt im Landkreis Harz gelten in den Wahllokalen wegen der Corona-Pandemie besondere Hygieneauflagen. Desinfektionsspender stehen daher auch bereit. Auf die Einhaltung der Auflagen achten in den Wahllokalen die Wahlhelferinnen und Wahlhelfer, die außerdem wie gewohnt für den reibungslosen Ablauf der Wahl sorgen sollen. Im ganzen Land sind dabei übrigens rund 22.000 Menschen im Einsatz – eine ehrenamtliche Aufgabe, die meist im Schichtdienst läuft und wegen der Auszählung bis in die Nacht dauern wird.

Eine Frau stellt einen Desinfektionsspender in einem Wahllokal auf.
Halberstadt, Wahlbezirk 3: Hier ist Katja Klein die Wahlvorsteherin der Helfer und trägt für die Abläufe im Wahllokal Verantwortung. Bildrechte: MDR/Olga Patlan

08:32 Uhr | Wen wählen? MDR-Umfrage: 10 Prozent der Wähler wollen sich spontan im Wahllokal entscheiden

Wenn es heute für Sachsen-Anhalterinnen und Sachsen-Anhalter ins Wahllokal geht, dann wird sich ein Bruchteil von ihnen erst in der Wahlkabine spontan entscheiden, bei wem sie das Kreuz macht. Das legt die Frage der Woche in unserer MDRfragt-Community nahe, auf die kurz vor der Wahl rund 5.000 Menschen geantwortet haben.

Demnach sind noch 10 Prozent der Befragten unentschlossen und werden erst im Wahllokal entscheiden. Überraschend viele hatten unterdessen angegeben, bereits zu wissen, wen sie wählen – oder hatten sogar schon per Briefwahl abgestimmt. Die Ergebnisse der MDRfragt-Umfrage, die nicht repräsentativ sind, auf einen Blick in unserer Grafik:

08:14 Uhr | Landesweit stehen 438 Bewerber aus 22 Parteien zur Wahl

Insgesamt treten heute 438 Bewerberinnen und Bewerber zur Wahl an, aus 22 Parteien. Daneben gibt es elf weitere Anwärter auf einen Sitz im neuen Landtag, die sich ohne Partei haben aufstellen lassen. Dabei können die Wahlberechtigten Erst- und Zweitstimme vergeben.

Erst- und Zweitstimmen – kurz und knapp erklärt

Es gibt zwei Stimmen: Die Bewerberinnen und Bewerber um ein Direktmandat in den Wahlkreisen werden mit der Erststimme und mit einfacher Mehrheit gewählt. Mit der Erststimme wählt man eine konkrete Person.

Mit der Zweitstimme wird eine Partei gewählt und bestimmt, wie viele Sitze diese im Landtag erhält – wie stark also eine Partei im Landtag ist. Die Abgeordneten ziehen über die Listenplätze ihrer Parteien in den Landtag ein, wenn die Partei mehr als fünf Prozent erreicht hat. Die Plätze werden so verteilt, dass sie verhältnismäßig den Zweitstimmen entsprechen. In dem neuen Landtag sind mindestens 83 Politikerinnen und Politiker vertreten.

Mehr über das Wahlsystem in Sachsen-Anhalt erfahren Sie hier auf den Seiten der Landeswahlleiterin.

08:00 Uhr | Die Landtagswahl beginnt

In Sachsen-Anhalt sind heute rund 1,8 Millionen Wahlberechtigte aufgerufen, ihre Stimme abzugeben. Für die Wahl zum neuen Landtag öffnen gerade die Wahllokale. Bis 18 Uhr ist heute Zeit, dort das Kreuz zu machen. Aufgrund der Corona-Pandemie sind die Menschen dieses Mal aufgerufen, ihren eigenen Stift mitzubringen. Es gelten zudem Abstands- und Maskenpflicht.

Die wichtigsten Fragen und Antworten zur heutigen Landtagswahl am Sonntagmorgen gibt es hier im Überblick:

07:46 Uhr | Für Kurzentschlossene: Die Wahlprogramme im Check

In Sachsen-Anhalt wird heute ein neuer Landtag gewählt. Gleich um 8 Uhr öffnen überall bei uns im Land die Wahllokale – bis 18 Uhr kann abgestimmt werden. Für den Fall, dass Sie noch keine Entscheidung getroffen haben, wem Sie heute ihre Stimme geben, möchten wir Ihnen unseren Wahlprogramm-Check ans Herz legen. Die Programme der großen Parteien können Sie dort nach einzelnen Themen durchsuchen und bekommen kurz und kompakt die Info, welche Partei was möchte. Auch die Programme und Ziele der kleineren Parteien bieten wir Ihnen in unserer Übersicht an.

Über die Landtagswahl berichtet MDR SACHSEN-ANHALT auch im... Hörfunk | MDR SACHSEN-ANHALT – Das Radio wie wir | seit 6:00 Uhr
Fernsehen | MDR extra – Die Entscheidung in Sachsen-Anhalt | 17:45 Uhr

MDR/Mandy Ganske-Zapf, Fabian Frenzel, Mario Köhne

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