Menschen geschleust Razzien in Görlitz und Leipzig: Mutmaßlicher Schlepper festgenommen

29. Februar 2024, 11:08 Uhr

In Görlitz und Leipzig ist die Bundespolizei am Donnerstagvormittag gegen eine Schleuserbande vorgegangen. Die Polizisten durchsuchten zwei Wohnungen in Leipzig und eine Wohnung in Görlitz. Dabei nahmen sie in Görlitz einen 24-jährigen Iraker fest. Zu den Beschuldigten gehören außerdem ein 23-jähriger Landsmann und eine 21-jährige Deutsche. Das teilte ein Sprecher der Bundespolizei auf Nachfrage mit.

Vermummte Polizeibeamte führen eine Person in einen Einsatzwagen.
Bundespolizisten haben in Görlitz einen mutmaßlichen Schlepper festgenommen. Bildrechte: Danilo Dittrich

Die Bande soll mit Kleintransportern bei fünf Transporten mehr als 170 Migranten unter lebensgefährdenden Bedingungen eingeschleust haben. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen gewerbsmäßigen und bandenmäßigen Einschleusens von Ausländern.

Im Sommer vergangenen Jahres hatte die Bundespolizei bei Görlitz einen der Transporte gestoppt und war den Schleppern so auf die Schliche gekommen. Der Fahrer von damals sitzt in Untersuchungshaft. Bei den Durchsuchungen am Donnerstag waren 65 Bundespolizisten im Einsatz.

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Grenzkontrollen und Schleuser 29 min
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MDR (ama)

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | Regionalnachrichten aus dem Studio Bautzen | 29. Februar 2024 | 10:30 Uhr

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