Das historische Rathaus der Stadt Weimar.
Das historische Rathaus in Weimar. Wer wird die Stadt ab dem Frühjahr 2024 als Oberbürgermeister führen? Bildrechte: MDR/Samira Wischerhoff

Kommunalwahl 2024 Weimar: Diese Kandidaten wollen Oberbürgermeister werden

06. Februar 2024, 13:50 Uhr

Am 26. Mai 2024 wählt Weimar einen neuen Oberbürgermeister. Amtsinhaber Peter Kleine (parteilos) geht wieder ins Rennen. Drei Gegenkandidaten fordern ihn heraus.

Bei den Oberbürgermeister-Wahlen in Weimar treten im Mai 2024 diese Kandidaten an.

Peter Kleine (parteilos): Amtsinhaber mit langer Verwaltungserfahrung

Ein Mann spricht in ein Mikrofon.
Der Amtsinhaber: Peter Kleine tritt als parteiloser Kandidat für das Weimarwerk Bürgerbündnis und die CDU wieder als OB-Kandidat an. Bildrechte: picture alliance/dpa | Jan Woitas

Peter Kleine wurde 1972 geboren, stammt aus Sömmerda und ist seit 2018 Oberbürgermeister der Stadt Weimar. Er studierte an der Universität in Jena Rechtswissenschaften und war nach dem Studium Referent erst im Thüringer Landesverwaltungsamt, dann im Thüringer Innenministerium und schließlich im Thüringer Finanzministerium, wo er zuletzt Referatsleiter war. 2013 wechselte er als Bürgermeister zur Stadt Weimar. Kleine tritt als parteiloser Kandidat für das Weimarwerk Bürgerbündnis und die CDU an.

Stefan Giebel (Die Linke): Kriminologe und zweifacher Doktor

Dr. Stefan Giebel
Dr. Stefan Giebel möchte für die Partei Die Linke Oberbürgermeister in Weimar werden. Bildrechte: DIE LINKE Apolda-Weimar

Stefan Giebel wurde 1976 geboren. Nach seinem Abitur promovierte er in Mathematik und Soziologie. Außerdem war er unter anderem wissenschaftlicher Mitarbeiter im Kriminologischen Forschungsinstitut Niedersachsen. Aktuell ist er Leiter des Kriminologischen Dienstes des Justizvollzugs in Thüringen. Seit 2019 ist er Mitglied der Partei Die Linke. Er ist verheiratet.

Andreas Leps (Grüne): Langjährige politische Erfahrung

Andreas Leps
Andreas Leps tritt für Bündnis 90/Die Grünen als Oberbürgermeister-Kandidat an. Bildrechte: Bündnis 90/Die Grünen Kreisverband Weimar

Andreas Leps wurde 1970 in der Lutherstadt Wittenberg geboren und lebt seit 1993 in Weimar. Seit 2010 sitzt er im Weimarer Stadtrat und ist seit 2012 Fraktionsvorsitzender. In dieser Zeit leitete er unter anderem den Finanz- und Immobilienausschuss und den Bau- und Umweltausschuss. Andreas Leps ist Historiker und Sprachwissenschaftler und aktuell als Fachreferent für den Untersuchungsausschuss Treuhand in der Landesfraktion der Grünen tätig. Vorher war er unter anderem als Geschäftsführer der Grünen Liga Thüringen, als Klimawandelmanager und als Leiter eines Abgeordnetenbüros in Weimar und Gera tätig.

André Störr (SPD): Jurist und Referatsleiter

Ein Mann in Anzug und Krawatte
André Störr Bildrechte: Dirk Slawinsk/SPD Weimar

Die Weimarer SPD hat am 3. Februar 2024 André Störr als OB-Kandidaten nominiert. Störr wurde 1975 in Merseburg geboren. Er studierte zunächst in Jena Jura und arbeitete drei Jahre lang als Rechtsanwalt. Ab 2008 studierte er zudem Kulturmanagement an der Musikhochschule in Weimar, beendete dieses Studium aber nicht. Seit 2010 ist er in Landesministerien in Thüringen tätig, aktuell als Referatsleiter im Thüringer Wirtschaftsministerium. Störr ist verheiratet und hat vier Kinder.

Allgemeiner Hinweis Da die Parteien sehr unterschiedliche Zeitpunkte wählen, um ihre Kandidaten zu nominieren, kann es vorkommen, dass wir diese noch nicht erfasst haben. Wir freuen uns über jeden Hinweis, falls ein Kandidat fehlen sollte.

Weimar

Die Kulturstadt Weimar liegt in Mittelthüringen. Auf einer Fläche von 85 km² leben hier circa 66.000 Menschen. Durch Künstler wie Bach, Schiller und Goethe wurde Weimar schon im 18. Jahrhundert zum Mittelpunkt der deutschen Kulturgeschichte. Doch auch politisch war Weimar bedeutsam: 1918 tagte hier die Nationalversammlung und verabschiedete die erste demokratische Verfassung Deutschlands, die bis 1933 die Grundlage der Weimarer Republik bildete. In der Gedenkstätte Buchenwald auf dem Ettersberg wird die Erinnerung an das NS-Konzentrationslager (1937 bis 1945) und an das sowjetische Speziallager Nr. 2 (1945 bis 1950) wach gehalten. Die Stadt hat zwei Hochschulen mit rund 4.700 Studierenden.

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