Kinderbetreuung Essen vom Buffet, schlafen, wo man will: Besuch in der besten Kita Deutschlands in Halle

17. Mai 2023, 05:59 Uhr

In der Kita Heide-Süd in Halle ist vieles anders als in anderen Kindergärten. Jeder kann essen und schlafen, wann er will. Einen Plan für den Tag gibt es nicht, alles geht von den Kindern aus. Das sorgt nicht nur für Begeisterung – es gibt auch Kritik an dem Konzept. Trotzdem: Für ihr Engagement ist die Kita mit dem Deutschen Kitapreises 2023 ausgezeichnet worden. MDR SACHSEN-ANHALT hat kurz vor dem Finale vor Ort vorbei geschaut und überraschende Eindrücke mitgenommen.

Es gibt genau drei Kritikpunkte, die die Kita Heide-Süd in Halle immer wieder zu hören bekommt: Eltern sorgen sich um Essen, Schlaf und fehlende Strukturen für ihre Kinder. Denn die mehr als 100 Kita-Kinder können essen, wann und was sie wollen, sie können schlafen, wann und wo sie wollen. Und sie sind völlig frei in ihrer Entscheidung, wie sie ihren Tag gestalten möchten. Das gilt selbst für die Kinder, die noch nicht einmal ein Jahr alt sind.

Was ist der Deutsche Kitapreis? Der Deutsche Kitapreis wird jedes Jahr von der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung sowie mit dem Bundesfamilienministerium verliehen. Insgesamt steht ein Preisgeld von 130.000 Euro zur Verfügung. Mit dem Preis soll gezeigt werden, wie wichtig Qualität in der frühen Bildung/Betreuung ist und wie sie gelingen kann. Die Preisverleihung war am Dienstagabend, die Kita Heide-Süd bekommt ein Preisgeld von 25.000 Euro.

Für das Jahr 2023 hatte es 750 Bewerbungen gegeben. Die Kita aus Halle befindet sich unter den zehn Finalisten für die "Kita des Jahres". Zu den zehn Finalisten in der Kategorie "Lokales Bündnis für frühe Bildung des Jahres" gehören die Schackstedter Strolche aus Aschersleben.

Für die 15 pädagogischen Fachkräfte sind die Bedürfnisse der Kinder das Wichtigste – und nicht etwa ein durchgetakter Zeitplan. "Wir sagen nicht: 'Um zwölf gibt es Mittagessen und nach dem Mittagessen hast du zu schlafen'", erklärt Annett Lange aus dem Leitungs-Team der Kita Heide-Süd. "Das Kind hat das Recht, sich das selbstbestimmt auszusuchen." Wichtig sei allen Erzieherinnen und Erziehern hier, dass die Kinder stark gemacht werden. "Und das geht einfach nur, wenn man die Kinder auch hört, wenn man Bedürfnisse sieht, aufgreift und bespricht – einfach bedürfnisorientiert arbeitet."

Werden die Kinder satt?

Kita-Kind Nora sitzt an einem ovalen Holztisch, wie er auch im Wohnzimmer ihrer Urgroßeltern stehen könnte, und isst Rührei. Das Rührei hat sich die Fünfjährige am Buffet selbst ausgesucht und dann ihren Teller zum Platz getragen. Den Platz kann sie frei wählen, denn viele Kinder spielen noch in den verschiedenen Räumen der Kita. Die kleinen Stühle und Tische nahe des Fensters sind eher etwas für "Babys", findet Nora, am großen Tisch sitzen dagegen auch die vierjährige Elli und die sechsjährige Olivia, die schon Zahnlücken hat. "Wir können essen, wann wir wollen. Wir müssen nicht essen", erklären die drei Mädchen.

Eine der beiden "Küchenfrauen" sagt lachend zu den Kindern: "Ich mache die ganze Zeit Werbung für Spinat und ihr sagt mutig: Nein!". Denn heute gibt es eigentlich mehr als nur Ei – nämlich Kartoffeln, Spinat und Fischstäbchen. Doch für die pädagogischen Fachkräfte ist klar: Es wird kein Kind zu irgendetwas überredet, kein Kind gezwungen, lediglich ermutigt. Und siehe da: Manche Kinder löffeln zufrieden ihren Spinat. "Der Spinat hat heute sehr gut geschmeckt", sagt eine Kleine zu den Erwachsenen im Raum.

Buffet zum Mittag

Mittagessen gibt es ab 11 Uhr bis etwa 13:30 Uhr und das immer in Buffet-Form. Selbst die Krippenkinder dürfen selbst wählen. "Wir gehen mit den Kindern ans Buffet, setzen sie uns auf den Schoß und fragen: 'Möchtest du die Nudeln haben?' Und dann gibt es Kopfschütteln, bejahen oder drauf zeigen. Man merkt das", erklärt Annett Lange, die nicht nur zum Leitungs-Team der Kita gehört, sondern vor allem für die Krippenkinder und die Eingewöhnung zuständig ist.

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Den gemütlichen Raum, in dem gegessen wird, nennen alle nur "die Küche". Hier sind jeden Tag dieselben zwei Kolleginnen für die Kinder da. Annett Lange sagt: "Sie kennen die Kinder ganz genau. Es ist irre: Sie wissen, wie viel die Kinder essen, was sie mögen und was nicht und können den Eltern am Nachmittag immer Auskunft geben." Anerkennend sagt sie: "Ich würde mir das nie im Leben merken können, bei 100 Kindern am Tag!".

Damit kein Kind das Essen vor lauter spielen vergisst, erinnern die Erzieherinnen manche auch schon fünf Mal: Sie gehen durch Haus und Garten, laden die Kinder zum Mittagessen ein. "Kommt bitte in die Küche, wenn ihr fertig seid mit spielen." Und wer keinen Hunger hat, holt sich später etwas oder isst zur Vesper mehr. Das sei alles im Fluss, so Annett Lange. Die Küche ist den ganzen Tag offen, von früh, um 6 bis 18 Uhr. Zwei wichtige Regeln gebe es aber doch, erzählen Nora, Olivia und Elli nach dem Mittagessen: Jeder muss in der Küche Schuhe tragen, falls beispielsweise ein Glas herunterfällt, und jedes Kind muss seinen Teller auch wieder wegräumen.

Schlafen die Kinder genug?

Es ist 11:50 Uhr und Erzieherin Gisela Mayer geht mit drei Krippenkindern die Treppe hinauf. "Die drei Jungs sind müde", sagt sie. Ein Kind hat sie auf dem Arm, mit Nuckel im Mund. Eines krabbelt vorneweg die Treppe hoch, eines steigt die Stufen allein. Sie wollen zum Schlafraum, der sich in der oberen Etage der Kita befindet – für alle 109 Kinder. Da manche gar nicht schlafen und auch nicht jeder gleichzeitig müde ist, reicht der Raum vollkommen aus. Theodor, Lio und Jonas sind die ersten, die sich heute hinlegen.

Im Raum gibt es ganz unterschiedliche Schlaf-Möglichkeiten. Zwei Hoch-Betten für die älteren Kinder, ein Zelt, einen Kinderwagen, ein Ehebett samt kleinem Baldachin darüber. Gisela Mayer lässt die Jalousien hinunter, bis es fast dunkel ist. Sie legt die drei Jungs nebeneinander auf ihre gewohnten Matratzen auf dem Boden und deckt sie zu. Einer greift sich sein Esel-Schnuffel-Tuch, einer schmiegt seinen Kopf an das Still-Kissen, das um ihn herum liegt, alle haben nun einen Nuckel im Mund.

Keine feste Schlafenszeit

Gisela Mayer ist eine der zwei "Schlaffrauen" der Kita, sie begleitet jeden Tag die Kinder in den Schlaf und weiß genau, was sie brauchen. Für Theodor, Lio und Jonas singt sie noch leise "Die Blümelein, sie schlafen" und "Lalelu, nur der Mann im Mond schaut zu", streichelt die Kinder, dann ist der erste eingeschlummert.

Dass nun die Tür aufgeht und Annett Lange leise hereinkommt, hören sie kaum noch. Sie hält ein Mädchen an der Hand und trägt ein Baby in einer Trage am Körper. Das Mädchen macht es sich auf einer Matratze unter dem Fenster gemütlich und wird zugedeckt. "Schlaffrau" Gisela Mayer sagt leise: "Sie hat doch noch nicht gegessen." Annett Lange erwidert: "Sie hat nur geweint." Das Mädchen kann Mittag essen, wenn es wieder aufgewacht ist, sind sie sich einig.

Schlafen im Garten oder am Esstisch

Wer nicht selbst schlafen geht, wird wie beim Essen dazu eingeladen. Annett Lange erklärt: "Wir fragen: Möchtest du schlafen, möchtest du dich ein bisschen ausruhen?" Die jüngsten Kinder zeigten ihr Bedürfnis durch Mimik und Gestik. Dem elf Monate alten Baby, das sie am Körper trägt, streicht sie über den Kopf – es hat Mühe, die Augen offen zu halten. Als es kurz darauf schläft, legt sie es vorsichtig auf eine Matratze und kuschelt es unter eine weiche Decke.

Die älteren Kinder suchen sich ihren Schlafplatz selbst, das kann sogar im Freien sein. "Manche Kinder schlafen im Garten ein, dann legen wir eine Decke drunter, eine Decke drauf und dann können sie im Garten ausruhen", so Annett Lange. Manche Kinder schliefen auch am Esstisch ein. "Dann können wir die Kinder auf die Couch legen oder tragen sie in den Schlafraum. Das Kind kann dort schlafen, wo es gerne möchte." Kein Kind wird geweckt – und keines, das putzmunter ist, zum Schlaf gedrängt.

Gibt es keine Strukturen und Regeln?

Alles, was die Kinder in der Kita Heide-Süd machen, geht auch von den Kindern aus. Sie bestimmen den Tagesablauf. Es gibt verschiedene Räume – zu bauen, Theater zu spielen, zu malen, zu toben oder zum Handwerk – in die jedes Kind nach Lust und Laune hineingehen darf. Auch der Garten steht ihnen offen und dort spielen selbst an Regentagen immer Kinder. Die Kleinsten laufen schon mal ohne Schuhe nach draußen, weil sie die Regel "Nach draußen nur mit Schuhen" noch nicht verinnerlicht haben. Dann wird die regennasse Strumpfhose gewechselt und die Regel noch einmal erklärt. Feste Gruppen gibt es nicht, also auch keine hundertprozentige "Überwachung".

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Das Konzept dahinter Die Kita Heide-Süd arbeitet streng nach den UN-Kinderrechten. Artikel 3 besagt beispielsweise: Alle Entscheidungen, die Kinder betreffen, müssen darauf ausgelegt sein, dass es den Kindern damit gut geht. Auch deshalb dürfen die Kinder so viel mitentscheiden. Im Eingangsbereich der Kita haben die Pädagogen die Kinderrechte an eine Litfaßsäule geklebt, samt Erklärungen zur Umsetzung in der Kita.

Bekommt der Elternvertreter der Kita Heide-Süd gesagt, dass es in der Kita keine Regeln gäbe, wird er fast ärgerlich. Lutz Jungmann hat zwei Töchter, die ältere Tochter war seit Eröffnung der Kita im Jahr 2016 dabei, seine jüngere ist nun im letzten Kita-Jahr angekommen. "Man muss das Kita-Konzept verstehen und mitgestalten wollen. Das Konzept funktioniert nur mit Struktur", erklärt Lutz Jungmann. Denn es gebe durchaus Regeln: In der Werkstatt werden Schuhe getragen. Wenn das Stoppschild vor der Treppe steht, dürfen die Kinder nicht nach oben gehen. "Und bei uns zu Hause können wir keine Kerze anzünden, ohne ein Wasserglas daneben zu stellen", sagt Lutz Jungmann schmunzelnd – eine Folge der Projektwoche zum Thema Feuer, die auf Wunsch der Kinder immer wieder stattfindet.

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Es muss passen: Erzieher, Kinder, Eltern und Konzept

Es ist nicht so, dass die Kita mehr Personal hätte als andere. Es ist eine städtische Kita und auf die 109 Kinder zwischen null und sechs Jahren kommen 14 pädagogische Fachkräfte und eine Leiterin. Doch alle stehen voll hinter dem selbstgewählten Konzept. Über die Jahre haben rund zehn Pädagogen die Kita wieder verlassen, weil sie von der offenen, auf Kinderrecht basierten Arbeit nicht überzeugt waren. Auch zirka zehn Familien haben das Konzept als nicht passend für ihr Kind empfunden und die Kita gewechselt. Jetzt hat sich das Team gefunden.

Aufklappbar: Radtouren von 20 bis 30 Kilometern

Wenn die Kinder sagen, sie wollen Fahrrad fahren, finden sich zwei Erzieher, die die Tour begleiten. Mittlerweile fahren die älteren Kinder jede Woche Touren von 20 bis 30 Kilometern am Tag. Für Ende Mai ist eine Fahrradtour über mehrere Tage von Halle bis zum Brocken geplant, mit Übernachtungen im Zelt. Viele Kinder laufen in der Kita mit Fahrrad-Stempeln auf Arm oder Stirn herum – das Zeichen, dass sie beim nächsten Ausflug dabei sein wollen.

Aufklappbar: Ein Haustier für die Kita

Wenn die Kinder sagen, sie hätten gern ein Haustier, wird gemeinsam überlegt, was sinnvoll wäre. Mittlerweile lebt Lolly im Kita-Garten, eine griechische Landschildkröte. Sie verbringt dort ihren zweiten Sommer. Möglich macht das eine Kooperation mit dem Zoo. Das Gehege haben die Kinder zusammen mit dem Erzieher gebaut, der für die Kita-Werkstatt zuständig ist. Und die Kinder sammeln eifrig Spitzwegerich für Lolly, denn den frisst die Schildkröte besonders gern.

Aufklappbar: Übernachten im Kindergarten

Wenn die Kinder sagen, sie wollen in der Kita übernachten, wird auch das möglich gemacht. Zwei Mal im Jahr gibt es eine Schlaf-Nacht. Jedes Kind, das möchte, kann mitmachen. Wer sich noch länger von seinen Eltern trennen kann, fährt mit zur fünftägigen Kita-Fahrt. Eine Erzieherin erzählt: "Das ist so schön und bereichernd. Da fahren rund 20 bis 30 Kinder mit. Die Beziehung, die man danach zu den Kindern hat, ist so intensiv und so schön, das ist echt toll."

Annett Lange erzählt: "Wir schaffen so viele Projekte, weil wir es möchten, weil wir eine schöne Zeit mit den Kindern haben wollen. Jeder Kollege arbeitet dort, wo er möchte, nach seinen Stärken und Interessen, das ist ein großes Plus. Und wir haben so tolle Eltern, so tolle Kinder." Die Eltern kommen beispielsweise am Wochenende in die Kita und füttern die Schildkröte. In der Sommerpause gießen sie den Garten. Und wer sich einfach nur zum Reden in die Küche setzen will, ist ebenso willkommen. Es ist fast überflüssig zu erwähnen, dass sich Kinder, Erzieher und Eltern duzen.

Engagement von Eltern und Erziehern Die Eltern und Erzieher machen für die Kita vieles möglich. Die Kita-Werkstatt ist zum Beispiel so gut ausgestattet, weil der handwerklich geschickteste Erzieher eine Kooperation mit einer Firma ins Leben gerufen hat. Auch haben sie immer genug Holz zum Bauen, weil die Eltern die Kita damit versorgen. "Alte Lattenroste sind unser Gold", heißt es hier. Und wenn irgendwo Sperrmüll steht, wüssten alle Eltern, dass sie das mitbringen sollen, was die Kinder noch gebrauchen können.

Elternvertreter Lutz Jungmann wird schon jetzt wehmütig, wenn er an das nahende Ende "seiner" Kita-Zeit denkt. Er arbeitet im Schichtdienst und ist so oft tagsüber in Gebäude und Garten unterwegs, dass ihn fast jedes Kind kennt. "Lutz, bist du immer noch da?", fragt ihn ein Mädchen im Flur. Er fühle sich in der Kita ein bisschen zu Hause, erzählt er, und natürlich fährt er bei einer geplanten Fahrradtour zum Brocken als Aufsicht mit. Der zweifache Vater ist ehrlich begeistert davon, wie sich die Kinder in der Kita entwickeln können. "Man sieht die Kinder hier wachsen, nicht nur körperlich, sondern auch als Mensch." Die Kinder selbst sehen das nicht so pathetisch, sondern eher praktisch. Gefragt, was ihr an der Kita am besten gefällt, sagt die vierjährige Elli: "Der Tobe-Raum, das Atelier und dass es hier auch was zu essen gibt."

Über die Autorin Luise Kotulla arbeitet seit 2016 als freie Mitarbeiterin bei MDR SACHSEN-ANHALT. Schwerpunkte der gebürtigen Hallenserin sind Themen aus dem Süden Sachsen-Anhalts, rund um engagierte Menschen und Probleme vor Ort. Außerdem ist sie für MDR um 4 als Fernsehredakteurin unterwegs.

Bevor sie zum MDR kam, hat sie beim Stadtfernsehen TV Halle gearbeitet. Sie studierte Geschichte, Medienwissenschaft und Online-Journalismus in Halle und Großbritannien. Ihre Lieblingsorte in Sachsen-Anhalt liegen in und um Halle, im Burgenlandkreis und im Harz.

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MDR (Luise Kotulla)

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT – Das Radio wie wir | 16. Mai 2023 | 08:30 Uhr

16 Kommentare

Dreverfrau am 17.05.2023

Was fuer ein schoener Artikel, was für eine tolle Kita.
Kinder erleben dort Alltag, sie werden ein Teil davon und koennen mit gestalten, dass ist es, was doch unsere Gesellschaft ausmacht und beinhaltet. Wenn ich lese: was soll denn dann in der Schule sein?!
Ja da geht's weiter und die Kinder werden bereits gelernt haben, aufeinander zu achten, ihr Bedürfnisse zu kennen und miteinander Wege und Kompromisse zu finden. Sie werden sich gegenseitig unterstützen, es alleine probieren und gelernt haben nach Hilfe zu fragen.
Und wer Kinder klein halten will, der nicht möchte, dass sie behutsam und feinfühlig begleitet werden sollen, der sollte dann überlegen, was er:Sie fuer sich gerne wuenschte. Sicherlich nicht: Iss deinen Teller auf, Nein ihr geht jetzt ins Bett, warum seit ihr so laut.
Leute dass sind Kinder, freut euch doch fuer sie und die Erzieher/innen, dass sie einen gemeinsamen Weg gefunden haben, dass es alles gut geht.
Viel Erfolg weiterhin :)

DER Beobachter am 17.05.2023

Nebenbei Hinweis auf den Artikel/Interview "Einschätzung einer Professorin - Sind offene Kitas gut fürs Kind?" Die zeigt da durchaus gut Möglichkeiten und Grenzen auf und welche Kinder da gut und weniger gut (letztere also lieber wegzunehmen) aufgehoben sind. Gerade auch für unsere einschlägigen Gewohnheitsgegenwartsbesorgten...

jackblack am 17.05.2023

Und später gehen diese Kinder zur Schule- oder auch nicht, erlernen einen Beruf- oder auch nicht, übernehmen Verantwortung- oder auch nicht - nur EINES müssen zum Schluss ALLE.....................

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