Fragen und Antworten zum Fall Inga

21. März 2024, 11:06 Uhr


Wo ist Inga verschwunden?

Die damals fünfjährige Inga verschwand 2015 bei einer Familienfeier im Diakoniewerk Wilhelmshof bei Uchtspringe im Landkreis Stendal.


Seit wann wird Inga vermisst?

Inga ist seit dem 2. Mai 2015 verschwunden.


Wie ist Inga verschwunden?

Am Abend des 2. Mai sollte ein Grillfest stattfinden. Das damals fünfjährige Mädchen wollte offenbar bei der Vorbereitung helfen, brachte Getränke zum Sportplatz und spielte am Waldrand. Dann verloren die anderen sie aus den Augen.

Hunderte Einsatzkräfte suchten im angrenzenden Waldgebiet nach Inga, auch mit Hubschrauber und Suchhunden – doch ohne Erfolg. Da der Ort sehr abgelegen ist, gab es keine weiteren Anwohner oder Zeugen.


Wie weit sind die Ermittlungen in dem Fall?

2019 wurde das Verfahren offiziell eingestellt. Entscheidende Hinweise blieben trotz hoher Belohnung in Höhe von 25.000 Euro aus. In der Anfangsphase hatten Ermittler zwei mögliche Beschuldigte ausgemacht. Hinweise hatten aber keinen näheren Tatverdacht ergeben.

Der Berliner Rechtsanwalt Steffen Tzschoppe sagte MDR SACHSEN-ANHALT, er selbst habe Ermittlungen angestellt und Versäumnisse seitens der Polizei festgestellt. 

Von März bis November 2023 beschäftigte sich der Innenausschuss des Landtags mit dem Thema. Außerdem ermittelt im Fall Inga seit 2023 ein Team der Polizei Halle.

Nachdem spezielle Spürhunde Anfang Dezember 2023 am Ort von Ingas Verschwinden bei Stendal angeschlagen hatten, hat die Polizei dort Mitte Dezember mit Grabungen begonnen. Im Januar 2024 teilte die Polizei mit, dass die dort gefundenen Knochen nicht menschlichen Ursprungs sind.

Auf der Suche nach Hinweisen durchsuchte die Polizei Anfang März 2024 ein Waldstück bei Wilhelmshof – dem Ort von Ingas Verschwinden – zwei Tage lang ergebnislos. Danach hieß es, es werde vorerst keine weitere Spurensuche geben. Mitte März durchkämmten rund 70 Beamte das Waldstück im Landkreis Stendal erneut.


Wo kann ich Hinweise melden?

Mit einer neuen Website, seit Februar 2023 online, wollen die Eltern und ihre Juristen wieder Bewegung in den Fall bringen und hoffen auf neue Hinweise und Ansatzpunkte, die zur Aufklärung der Geschehnisse beitragen.

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