Themenschwerpunkt Hochwasser 2002 in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen

13. August 2022, 09:44 Uhr

Im August 2002 rollt nach extremen Regenfällen eine Flutwelle der Elbe von Tschechien nach Norddeutschland. In Mitteldeutschland trifft es Sachsen und Sachsen-Anhalt am schlimmsten. Auch andere Flüsse treten damals über ihre Ufer und sorgen für Evakuierungen und Verwüstungen, 20 Jahre danach blicken wir zurück – und vor allem nach vorn. Was hat sich seitdem getan? Ein Themenschwerpunkt.

Wann war das Jahrhunderthochwasser in Sachsen?

Nach tagelangen Regenfällen in Tschechien und Sachsen hatten sich zunächst Flüsse im Osterzgebirge in reißende Ströme verwandelt. Talsperren konnten das Wasser nicht mehr aufnehmen und liefen über. Der Fluss Weißeritz setzte in der Nacht zum 13. August 2002 die historische Altstadt von Dresden unter Wasser. Grimma und Döbeln wurden von den Wassermassen der Mulde verwüstet. Auch die Elbe stieg unentwegt an. In Dresden wurde eine Rekordwert von 9,40 Meter gemessen - mehr als sieben Meter über dem Normalwert.

Nur elf Jahre später kam es im Juni 2013 zu einem neuerlichen Jahrhunderthochwasser an der Elbe.

Wie viele Tote gab es durch das Hochwasser 2002 in Sachsen?

21 Menschen verloren in den Fluten ihr Leben.

Welche Schäden gab es durch das Hochwasser 2002 in Sachsen?

Die Wassermassen hinterließen riesige materielle Schäden. Rund 25.300 Wohnhäuser wurden beschädigt, 200 davon total zerstört. Auch sieben Krankenhäuser, 236 Schulen, 110 Kindergärten, 44 Pflegeheime und 18 Einrichtungen für Behinderte wurden beschädigt.

Gleiches gilt für 750 Kilometer Straßen, 540 Kilometer Eisenbahnschienen und 180 Brücken. Der Gesamtschaden wird auf rund sechs Milliarden Euro beziffert.

Wann war die Jahrhundertflut in Sachsen-Anhalt?

Am 14. August 2002 erreichte die Jahrhundertflut Sachsen-Anhalt. Im Landkreis Bitterfeld trat die Mulde über die Ufer und überflutete die Orte Jeßnitz und Raguhn. Wenige Tage später brachen erste Deiche an der Mulde. Allein im Landkreis Wittenberg meldete der Krisenstab sieben Dammbrüche. Am 20. August brach am Elbe-Umflutkanal bei Magdeburg der Deich, mehrere Dörfer mussten evakuiert werden. In ganz Sachsen-Anhalt wurden rund 10.000 Wohnhäuser beschädigt.

Wie viele Tote gab es bei der Jahrhundertflut 2002?

Bei der Jahrhundertflut 2002 starben insgesamt mehr als 40 Menschen in den Fluten von Elbe, Mulder und Weißeritz. Die materiellen Schäden werden auf 11,3 Milliarden Euro beziffert, wovon 8,6 Milliarden auf Sachsen entfallen.

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