Viele Personen, größtenteils junge Leute, sitzen auf der Modersohnbrücke in Berlin
Die Uni Halle will mit Online-Umfragen die Situation der Jugendlichen untersuchen. (Symbolbild) Bildrechte: picture alliance / dpa-tmn | Zacharie Scheurer

Neue Studie Uni Halle erforscht Lage von Jugendlichen in der Stadt

19. Februar 2024, 15:13 Uhr

Die Universität Halle führt eine Studie zu den Jugendlichen in der Stadt durch. In mehreren Online-Umfragen sollen neben den Jugendlichen auch Eltern, Lehrer und Sozialarbeiter befragt werden. Ziel ist es, die Arbeit der Jugendhilfe zu unterstützen und zu helfen, aktuelle Probleme wie die Jugendkriminalität zu lösen. In Halle gibt es seit ungefähr zwei Jahren immer wieder Raubüberfälle auf Jugendliche.

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Die Universität Halle erforscht die Situation der Jugendlichen in der Stadt. Wie eine Sprecherin mitteilte, soll es dafür verschiedenen Online-Umfragen geben. Mit den Ergebnissen wolle man auch die Arbeit der Jugendhilfe unterstützen.

Auch Eltern, Lehrer und Sozialarbeiter werden befragt

Um möglichst viele Perspektiven zu berücksichtigen, sei geplant neben den Jugendlichen auch Eltern, Lehrkräfte und Sozialarbeiter zu befragen. Außerdem werde man eine spezielle Umfrage der Polizei unter 5.000 Schülerinnen und Schülern auswerten.

Die Antworten sollen der Universität zufolge dabei helfen, ein umfassendes Bild der Situation der Jugendlichen zu erhalten und mögliche Handlungsansätze zur Lösung aktueller Probleme zu finden.

Jugendkriminalität in Halle: Maßnahmenplan ausgearbeitet

Seit etwa zwei Jahren kommt es in Halle immer wieder zu Übergriffen von Jugendlichen auf Gleichaltrige. Die Polizei hat nach eigenen Angaben mehr als 900 Tatverdächtige ermittelt. Über 2.000 Kinder und Jugendliche sollen Opfer von Straftaten geworden sein.

Die Stadt hatte gemeinsam mit dem Land im vergangenen Oktober einen Maßnahmenplan gegen die Jugendkriminalität erarbeitet. Dabei wurde unter anderem eine stärkerer Präsenz durch mehr Polizeistreifen, Fallkonferenzen mit Jugend- und Schulamt sowie der Aufbau einer Anlaufstelle für Opfer von Jugendgewalt vereinbart.

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MDR (Marcel Knop-Schieback, Annekathrin Queck)

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT – Das Radio wie wir | 19. Februar 2024 | 15:00 Uhr

3 Kommentare

Sonnenanbeter vor 13 Wochen

"Die Polizei hat nach eigenen Angaben mehr als 900 Tatverdächtige ermittelt." Das können aber keine aktuellen Zahlen mehr sein. Denn die mehr als 900, die waren es ja schon im Zeitraum Herbst 2021 - Oktober 2023. Dabei handelt(e) es sich wohlgemerkt nur um die (Straf)tatverdächtigen, die jünger als 14 Jahre sind ("Jugendkriminalität in Halle: Viele Täter unter 14 Jahre alt", Mitteldeutsche Zeitung, 18.10.2023). Erschreckend genug, aber die Jugendkriminalität endet nicht mit 14...

Eiche vor 13 Wochen

Absolut richtig Maria. Hart durchgreifen ist der beste Opferschutz. Aber hier wird erst einmal ein Gesprächskreis gegründet, der die Auswertung der Umfragen diskutiert. Gruselig!!!

Maria A. vor 13 Wochen

Wenn es schon etliche Vorfälle gab, dann müsste es doch Ermittlungen gegeben haben und genügend Kenntnisse gesammelt worden sein über die Verursacher. Was sollten Umfragen da viel Neues ergeben? Und wie eine Studie zur Lösung des Problems, einen Rückgang der Raubüberfälle, beitragen? Wären nicht konsequent verhangene Strafen ein besseres Mittel zum Zweck?

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