Pandemie Die Chronik der Corona-Krise

Viele Millionen Infizierte und Hunderttausende Tote – das Coronavirus Sars-CoV-2 hat zu einer globalen Krise historischen Ausmaßes geführt. In diesem chronologischen Jahresrückblick sammeln wir die wichtigsten Nachrichten und Ereignisse.

ältere Dame wird geimpft
Mit dem deutschlandweiten Impfstart am 27.12.2020 startete man mit Hoffnung ins Jahr 2021. Bildrechte: dpa

April

12. April: An Schulen in Sachsen und Sachsen-Anhalt gilt ab sofort eine Testpflicht für Schüler und Lehrer. Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) lehnt bundesweite Ausgangssperren ab. Sachsen verlängert seine Corona-Verbote bis zum 9. Mai. Die Superreichen der Welt sind laut UN-Generalsekretär Antonio Guterres in der Corona-Krise um weitere fünf Billionen Dollar reicher geworden.

11. April: Die Debatte, welche neuen Vollmachten der Bund bei den Corona-Regelungen bekommen sollte, nimmt weiter an Fahrt auf. Während die Führungsspitzen von Union und SPD auf eine Änderung des Infektionsschutzgesetzes drängen, ist Sachsens Ministerpräsident Kretschmer mit dem Entwurf noch nicht zufrieden.

10. April: Die Auslastung der Intensivbetten in Deutschland hat nach Angaben der Deutschen Gesellschaft für Internistische Intensivmedizin und Notfallmedizins den höchsten Stand seit Beginn der Pandemie erreicht.

9. April: Nach Angaben der Bundesregierung sind am Donnerstag 719.927 Impfdosen verabreicht worden, so viele wie noch nie. Bund und Länder haben sich darauf geeinigt, das Infektionsschutzgesetz zu ändern, um bundesweit einheitliche Regelungen für Regionen mit hohen Corona-Infektionszahlen zu schaffen.

8. April: Die Kultusminister vereinbaren, dass Schulabschluss-Prüfungen trotz der Krise stattfinden sollen. Doch bei den Schulöffnungen nach den Osterferien gibt es in jedem Land eigene Regeln. Mit dem Einstieg der Hausärzte ins Impfprogramm steigt Zahl der Impfungen auf einen neuen Tagesrekord. Deutschland will mit Russland über den Ankauf des Sputnik-Vakzins verhandeln.

7. April: Die Europäische Arzneimittelbehörde EMA empfiehlt den Astrazeneca-Impfstoff weiter an alle Altersgruppen zu verimpfen. Dass seltene Blutgerinnsel nach der Impfung auftreten können, müsse als Nebenwirkung offiziell aufgeführt werden, so die EMA. Ungeachtet des EMA-Vorschlags empfiehlt die britische Impfkommission, den im eigenen Land entwickelten Impfstoff nur noch an Personen über 30 Jahre zu verimpfen.

6. April: Ein hochrangiger Vertreter der EU-Arzneimittelbehörde EMA spricht von einer Verbindung zwischen dem Astrazeneca-Impfstoff und dem Auftreten von Blutgerinnseln bei einzelnen Geimpften. Die Behörde selbst erklärt am selben Tag, sie prüfe all das noch. In Deutschland beginnen Hausärzte, flächendeckend mit zu impfen, wenngleich zunächst mit einer geringen Zahl von Impfdosen.

5. April: NRW-Ministerpräsident Armin Laschet spricht sich für einen harten Lockdown bis Ende April aus, bis mehr Menschen geimpft seien.

4. April: Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat vollständig gegen das Coronavirus geimpften Menschen mehr Freiheiten in Aussicht gestellt. Er sagte, wer vollständig geimpft sei, sollte ohne weiteren Test ins Geschäft oder zum Friseur gehen können.

3. April: Bundespräsident Steinmeier hat in seiner Osteransprache eine Krise des Vertrauens und Fehler beim Testen, Impfen und der Digitalisierung eingeräumt. Er rief zugleich dazu auf, sich nicht nur zu empören. Wichtiger sei zu zeigen, dass es gehe, wenn alle ihren Beitrag leisteten. Steinmeier rief auch dazu auf, sich gegen das Coronavirus impfen zu lassen. 

2. April: Die Ständige Impfkommission empfiehlt Menschen unter 60 Jahren, die Zweitimpfung nicht mit Astrazeneca fortzusetzen sondern mit den Impfstoffen von Biontech/Pfizer oder Moderna. Auch in Großbritannien wurden bei Astrazeneca jetzt Fälle von seltenen Blutgerinnseln offenkundig. 

1. April: Für die erste Aprilwoche bestellen 35.000 Hausarztpraxen in Deutschland insgesamt 1,4 Millionen Corona-Impfdosen. Das teilt Bundesgesundheitsminister Jens Spahn in Berlin mit. Nach seinen Angaben können 940.000 Dosen geliefert werden, die dann auch verimpft würden.

März

31. März: Russland lässt den ersten Corona-Impfstoff für Tiere zu. Wie die zuständige Agrar-Aufsichtsbehörde mitteilte, wurde das Vakzin Carnivak-Cov seit Oktober an Hunden, Katzen, Nerzen, Füchsen und anderen Tieren getestet. Der Impfstoff-Entwickler Biontech meldet eine hundertprozentige Wirksamkeit seines Impfstoffs bei 12- bis 15-Jährigen.

30. März: Die Gesundheitsminister der Länder beschließen in einer Konferenz, den Corona-Impfstoff Astrazeneca vorläufig nur noch bei über 60-Jährigen einzusetzen. Damit folgen sie einer Empfehlung der ständigen Impfkommission. Zur Begründung hieß es, es gebe neue Daten zum Auftreten schwerer thrombo-embolischer Nebenwirkungen bei jüngeren Menschen. Kanzlerin Merkel bestätigt später den Beschluss der Minister und wirbt um weiteres Vertrauen in die Impfkampagne.

29. März: Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow kritisiert, dass das Kanzleramt einen bundesweiten Stufenplan bislang verhindert habe. Der Linken-Politiker reagiert damit auf Äußerungen Merkels, dass es ein stärkeres gemeinsames Vorgehen geben müsse.

28. März: Kanzlerin Angela Merkel fordert von Bundesländern konsequente Anwendung der Corona-"Notbremse" bei Inzidenzen über 100. Sie droht, ansonsten werde der Bund eingreifen.

27. März: Angesichts schnell steigender Infektionszahlen fordern sowohl Bundesgesundheitsminister Jens Spahn als auch der Deutsche Verband der Intensivmediziner einen erneuten Lockdown.

26. März: Der Biontech-Impfstoff darf bis zu zwei Wochen lang in üblichen pharmazeutischen Gefrierschränken gelagert werden. Zudem darf in der EU produzierter Corona-Impfstoff von Astrazeneca die EU vorerst nicht verlassen.

24. März: Nach Protesten und Problemen bei der praktischen Umsetzung nimmt Kanzlerin Angela Merkel den Beschluss zur "Osterruhe" wieder zurück und entschuldigt sich.

23. März: Bund und Länder beschließen nach langen Verhandlungen einen harten Lockdown über Ostern.

21. März: Polen wird zum Hochinzidenzgebiet. Einen Tag vor den Bund-Länder-Beratungen zu den Corona-Regeln schlägt das Bundeskanzleramt eine Verlängerung des Lockdowns bis 18. April vor.

20. März: Japan entscheidet; die Olympischen Sommerspielen in Tokio finden ohne ausländische Fans statt. In Karlsruhe versammeln sich laut Polizeiangaben 20.000 Gegner der Corona-Politik zu einer Demo.

19. März: Die Hausärzte in Deutschland sollen nach Ostern flächendeckend mit Impfungen gegen das Coronavirus beginnen. Die Biontech-Gründer Özlem Türeci und Ugur Sahin haben das Bundesverdienstkreuz erhalten.

18. März: Der Corona-Impfstoff von Astrazeneca ist aus Sicht der Europäischen Arzneimittelbehörde (EMA) sicher. Die Impfungen mit Astrazeneca in Deutschland sollen daraufhin bereits morgen im Laufe des Tages fortgesetzt werden.

17. März: Die ansteckendere Corona-Variante B.1.1.7 liegt nach Angaben des RKI in Deutschland inzwischen bei 72 Prozent. Die WHO empfiehlt bis auf Weiteres die Fortsetzung der Impfungen mit dem Corona-Impfstoff von Astrazeneca und bis zum Sommer soll ein einheitlicher Impfausweis Reisen innerhalb der EU erleichtern.

15. März: Die Corona-Impfungen mit dem Impfstoff Astrazeneca werden in Deutschland vorsorglich ausgesetzt.

13. März: Bundesweit demonstrieren tausende Menschen gegen die coronabedingten Einschränkungen. Mehrfach kommt es zu Verstößen gegen Auflagen, auch bei Demonstrationen in Dresden.

12. März: In Sachsen steht wegen eines Lieferengpasses vorerst kein Biontech-Impfstoff für Erstimpfungen mehr zur Verfügung. In Thüringen wird aus dem gleichen Grund kein Vakzin von Astrazeneca mehr geimpft.

11. März: Die EU-Kommission lässt den Impfstoff des US-Pharmakonzerns Johnson & Johnson zu.

9. März: Die Thüringer Landesregierung hat eine neue Corona-Verordnung beschlossen. Sie soll ab kommenden Montag gelten und beinhaltet trotz hoher Infektionszahlen vorsichtige Lockerungen.

8. März: Blumenläden, Gartenmärkte und Buchhandlungen dürfen wieder öffnen, außerdem können weitere körpernahe Dienstleistungen wieder Kunden empfangen. Die Kontaktbeschränkungen werden etwas gelockert: Nun dürfen sich wieder maximal fünf Personen aus zwei Haushalten treffen. Die Unionspolitiker Georg Nüßlein und Markus Löbel treten nach einer Masken-Affäre zurück. Beide hatten hohe Provisionen für die Vermittlung von Aufträgen eingestrichen.

6. März: In Deutschland verkaufen Discounter erstmals Corona-Selbsttests. In Aldi-Filialen sind die Tests bis Mittag ausverkauft. Lidl bietet die Schnelltests für daheim online an, die Lidl-Webseite bricht wegen des Ansturms vorübergehend zusammen. In Sachsen-Anhalt startet die Covid-Impfung bei Hausärzten.

5. März: Die EU-Kommission beklagt in einem Bericht massive Rückschritte in Gleichstellungsfragen während der Pandemie. Auch andere Erhebungen sehen vor allem Frauen in der aktuellen Krise besonders belastet. Tschechien bittet andere Länder um Hilfe bei der Behandlung von Covid-19-Kranken. Thüringen bietet nun allen ab 70 Jahren Impftermine an. 

4. März: Die Landesregierungen von Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen geben bekannt, wie sie die neuen Beschlüsse auf Landesebene umsetzen wollen. Die Ständige Impfkommission (Stiko) empfiehlt den Impfstoff von Astrazeneca jetzt auch für Personen, die älter als 65 Jahre sind.

3. März: Bund und Länder vereinbaren, den Lockdown bis 28. März zu verlängern und legen sich zugleich auf einen Öffnungsplan fest. Er besteht aus fünf Schritten, die alle an einem Inzidenzwert gekoppelt sind. Zudem soll ab 8. März allen Bürgern pro Woche ein kostenloser Schnelltest zur Verfügung gestellt werden. Die zuerst in Großbritannien nachgewiesene und deutlich ansteckendere Corona-Variante B.1.1.7 macht dem RKI zufolge nach jüngsten Daten fast die Hälfte aller Neuinfektionen in Deutschland aus.

2. März: Tschechien erhält 15.000 Dosen des Astrazeneca-Impfstoffs aus Deutschland. Die gemeinsame Spende von Sachsen, Thüringen und Bayern ist für die grenznahen Corona-Hotspots im Westen Tschechiens bestimmt.

1. März: Ab nächster Woche wollen Discounter und Drogerien Selbsttests für zuhause anbieten. Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier strebt an, Lockerungen auch oberhalb einer Sieben-Tage-Inzidenz von 50 zu ermöglichen. Nach zweieinhalb Monaten haben Friseure wieder geöffnet.

Februar

23. Februar: Die Bundesländer kündigen verschiedene Lockerungen der Eindämmungsmaßnahmen ab 1. März an. So will Sachsen-Anhalt etwa Baumärkte und Gartencenter öffnen, in Rheinland-Pfalz soll das Shoppen von Bekleidung mit Termin möglich sein.

22. Februar: Bund und Länder einigen sich auf schnellere Corona-Impfungen für Lehrkräfte und Erzieher.

21. Februar: Israel führt Sonderrechte für geimpfte oder genesene Bürgerinnen und Bürger ein. Mit einem "Grünen Pass" dürfen sie unter anderem Fitness-Studios, Hotels, Theater oder Sportereignisse besuchen.

20. Februar: Dänemark schließt wegen der starken Verbreitung der britischen Virusvariante in Flensburg mehrere Grenzübergänge zu Deutschland.

19. Februar: Deutschland sagt bei einem G7-Gipfel 1,5 Milliarden Euro für den Kampf gegen die Pandemie zu.

18. Februar: Eine neue Thüringer Corona-Verordnung gilt bis 15. März und damit eine Woche länger, als beim letzten Bund-Länder-Gespräch vereinbart. In Sachsen soll künftig das Personal von Kindertagesstätten einmal pro Woche auf Corona getestet werden.

17. Februar: Nach Daten des Robert Koch-Instituts ist der Anteil der britische Virus-Mutation unter allen Neuansteckungen in Deutschland binnen zwei Wochen von knapp 6 Prozent auf mehr als 22 Prozent gestiegen.

16. Februar: Bundeswirtschaftsminister Altmaier kündigt weitere Hilfen für Unternehmen an. Der US-Pharmakonzern Johnson & Johnson beantragt die Zulassung seines Impfstoffs in der EU. In Thüringen sollen Grundschulen und Kitas wieder öffnen.

15. Februar: Mehrere sächsische Städte heben die Ausgangssperren und den 15-Kilometer-Radius auf, darunter auch Leipzig. Zudem beginnt in Sachsen nach rund zwei Monaten Lockdown der Unterricht für 151.000 Grundschüler. Auch Kitas öffnen wieder.

14. Februar: Die schärferen Einreiseregelungen von Deutschland nach Tschechien und in das österreichische Bundesland Tirol sind in Kraft getreten - was zu teilweise stundenlangem Warten an den Grenzstellen geführt hat. Kurz danach wurden die Regeln gelockert - die Debatte darum hält an.

13. Februar: Tschechien stellt die Zugverbindungen nach Deutschland ein.

12. Februar: Sachsens Kabinett legt sich auf eine Corona-Schutzverordnung fest.

11. Februar: Die Bundesregierung erklärt Tschechien und Tirol zu "Virus-Mutationsgebieten" und führt ab 13. Februar Kontrollen an den jeweiligen Grenzen ein. Sachsen-Anhalt verlängert seinen Lockdown nicht bis zum 7., sondern bis zum 10. März.

10. Februar: Der Lockdown in Deutschland wird bis zum 7. März verlängert. Schulen und Kitas dürfen nach Ermessen der Bundesländer früher öffnen. Der britisch-schwedische Pharmakonzern Astrazeneca und die lokale Firma IDT Biologika wollen kooperieren und in Dessau-Roßlau eine große Impfproduktion errichten.

09. Februar: Eine WHO-Expertenkommission beendet nach vier Wochen die Untersuchung zu den Ursprüngen der Pandemie in China. Das Forscherteam erklärt, dass man nicht habe herausfinden können, welches Tier das Virus an den Menschen weitergab. Die ursprünglichen Wirte seien vermutlich Fledermäuse gewesen. Es sei aber unwahrscheinlich, dass sie das Virus direkt auf den Menschen übertragen hätten. Es gäbe keine Anhaltspunkte für die Vermutung, das Virus könne aus einem Labor entwichen sein.

08. Februar: Die Bundesregierung beschließt, 450 Millionen Euro für eine zweite Corona-Prämie für Klinik-Mitarbeiter auszugeben. Außerdem wird für Reisende aus über 20 Staaten eine Testpflicht eingeführt.

07. Februar: Bundesbildungsministerin Anja Karliczek fordert, die Impfungen für Lehrkräfte vorzuziehen. Die Impf-Affäre um Halles OB Wiegand weitet sich aus, nun gibt es eine Strafanzeige und eine Rücktrittsforderung.

06. Februar: China lässt einen zweiten im Land entwickelten Impfstoff der Firma Sinovac zu.

05. Februar: Mehr Fälle von Impfung entgegen den Vorgaben des Impfplans werden aus Sachsen-Anhalt bekannt: So haben der OB von Halle, der Landrat von Wittenberg sowie sein Stellvertreter eine Impfung erhalten, obwohl sie noch nicht an der Reihe waren.

04. Februar: EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen räumt Versäumnisse bei der Bestellung von Impfstoffen ein. Der Ethikrat spricht sich gegen Privilegien für Geimpfte aus. Die Linksfraktion im Landtag von Sachsen-Anhalt macht öffentlich, dass im Landkreis Stendal 320 Polizisten entgegen der Vorgaben bei einer Impfung bevorzugt wurden.

03. Februar: Die Spitzen der Koalition von Union und SPD einigen sich auf weitere Corona Hilfen wie eine Einmalzahlzung für Hartz-IV-Bezieher und einen weiteren Kinderbonus.

02. Februar: Nach Kritik an fehlenden belastbaren Studien veröffentlichen russische Forscher weitere Details zu dem Corona-Impfstoff "Sputnik V". Demnach hat das Vakzin eine Wirksamkeit von 91,6 Prozent.

01. Februar: Bund und Länder halten an ihren Plan fest, bis zum Spätsommer allen Menschen im Land ein Impfangebot machen zu können. Die Zusagen der Hersteller beim ersten Impfgipfel stützen die Prognose.

Januar

28. Januar: Die EU-Kommission lässt den Impfstoff von Astrazeneca zu. Es ist der dritte Corona-Impfstoff, der in der Europäischen Union genutzt werden darf.

27. Januar: Die EU und der Impfstoff-Hersteller Astrazeneca streiten über Liefermengen und -bedingungen. Der Pharmakonzern gibt an, weniger liefern zu können als vereinbart. Die EU besteht auf zusätzlichen Lieferungen aus Werken in Großbritannien.

26. Januar: In Bayern kippt der Verwaltungsgerichtshof die 15-Kilometer-Regel für Bewohner von Corona-Brennpunkten.

25. Januar: Hersteller der Impfstoffe sollen sich den Export der Vakzine aus der EU künftig genehmigen lassen. 

24. Januar: Gesundheitsminister Spahn will Verbrauchern offenbar selbstständige Antigen-Schnelltests ermöglichen. Die Bundesregierung kauft für Deutschland ein neues Corona-Medikament auf Antikörper-Basis.

22. Januar: Die Bundesregierung stuft 20 Länder als Hochrisikogebiete ein, darunter den Nachbarn Tschechien. Damit greifen verschärfte Einreisebestimmungen, doch Sachsen macht bei Berufspendlern Ausnahmen.

21. Januar: Die Deutsche Sepsis-Stiftung mahnt, viele Todesfälle im Zusammenhang mit Corona gehen auf eine Blutvergiftung zurück und könnten verhindert werden. Krankenkassen und Handel melden einen Ansturm auf medizinische Masken, besonders auf vom Bund finanzierte FFP2-Masken.

20. Januar: In Deutschland stirbt erstmals ein Mann nach einer zweiten Ansteckung mit Sars-Cov-2.

19. Januar: Bund und Länder vereinbaren, den Lockdown bis zum 14. Februar zu verlängern. Schulen und Kitas bleiben weitgehend geschlossen. Beim Einkaufen und in Bussen und Bahnen reichen Alltagsmasken nicht mehr aus, Pflicht ist nun eine medizinische Maske.

18. Januar: Gesundheitsminister Spahn ordnet die Suche nach neuen Virus-Mutationen an.

16. Januar: In Deutschland sind nun eine Million Menschen gegen das Coronavirus geimpft. Einige erhalten bereits die zweite Impfung.

14. Januar: Das Robert Koch-Institut hält eine Verschärfung der Lockdown-Regelungen in Deutschland für sinnvoll. Thüringen verschiebt wegen der Corona-Pandemie seinen Termin für die Landtagswahl vom 25. April auf den 26. September.

13. Januar: Bundesgesundheitsminister Spahn verteidigt im Bundestag seine Impfstrategie und betont, bis zum Sommer erhalte jeder ein Impfangebot. In Thüringen starten die ersten Impfzentren.

12. Januar: In Deutschland wird der erste Impfstoff des US-Herstellers Moderna ausgeliefert. Nach Verzögerung beginnt die Auszahlung der Corona-November-Hilfen beginnen. Eine in Südafrika entdeckte Mutation des Coronavirus wird erstmals in Deutschland nachgewiesen. Bayern führt eine Pflicht zum Tragen von FFP2-Masken im Nahverkehr und beim Einkaufen ein.

9. Januar: In Deutschland sind Bundesgesundheitsminister Jens Spahn zufolge mehr als 500.000 Menschen gegen das Coronavirus geimpft.

8. Januar: Die EU vereinbart mit dem Pharmaunternehmen Biontech und seinem US-Partner Pfizer einen Vertrag über weitere bis zu 300 Millionen Impfdosen. Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow fordert einen harten Lockdown, auch mit einem Herunterfahren der Wirtschaft.

6. Januar: Die Europäische Arzneimittelbehörde (EMA) empfiehlt den Einsatz des Impfstoffes der US-Firma Moderna, die EU-Kommission erteilt noch am gleich Tag die Zulassung. Es ist die zweite Zulassung für einen Covid-19-Impfstoff in der EU.

5. Januar: Bund und Länder einigen sich auf eine Verlängerung und Verschärfung des Lockdowns. Neu ist, dass man sich nur noch mit einer weiteren Person treffen darf, die nicht zum eigenen Haushalt gehört. In Regionen mit einer 7-Tage-Inzidenz über 200 wird der erlaubte Bewegungsradius auf 15 Kilometer begrenzt.

3. Januar: Mehr als 238.000 Menschen in Deutschland werden in der ersten Woche nach dem Impfstart geimpft. Laut Robert Koch-Institut (RKI) erhielten fast 104.000 Bewohner von Pflegeheimen den Impfstoff. Gut 107.000 Impfdosen gingen an Personal in der Altenpflege sowie medizinisches Personal.

1. Januar: Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) erteilt dem Impfstoff von Biontech und Pfizer eine Notfallzulassung. Die Einstufung ermöglicht unter anderem dem Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen, UNICEF, den Impfstoff für die Verteilung an bedürftige Länder zu beschaffen.

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