Russland-Ukraine-Krieg Ticker: Nato will schnelle Eingreiftruppe aufstocken

Die Nato will die Zahl ihrer schnellen Eingreifkräfte auf mehr als 300.000 erhöhen. Die ukrainische Seite wirft Russland einen Raketenangriff auf ein Einkaufszentrum in Krementschuk vor. Kurz zuvor hatte Russland der ukrainischen Luftverteidigung vorgeworfen, für einen Raketeneinschlag am Sonntag in Kiew verantwortlich gewesen zu sein. Aktuelle Nachrichten zum Ukraine-Krieg im News-Ticker.

Auf dem Foto sind v.l.n.r. Jiri David, Kommandeur der 7. mechanisierten Brigade, und Josef Kopecky, Kommandeur der tschechischen Landstreitkräfte der Armee der Tschechischen Republik (ACR) zu sehen.
Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg kündigte an, die Eingreiftruppe stark auszubauen. (Archivbild) Bildrechte: imago images / CTK Photo

Die Berichterstattung aus der Ukraine ist schwierig, da wegen der Kämpfe nur wenige unabhängige Medienvertreter im Land sind. Informationen kommen vor allem von der ukrainischen Regierung und dem Verteidigungsministerium aus Russland, die allerdings kaum unabhängig verifiziert werden können.

23:15 Uhr | Neun NATO-Länder erreichen Zwei-Prozent-Ziel

Die NATO-Staaten investieren angesichts der Bedrohung durch Russland erheblich in ihr Militär. In diesem Jahr würden die Verteidigungsausgaben der europäischen NATO-Staaten sowie von Kanada das achte Jahr infolge steigen, sagte Generalsekretär Jens Stoltenberg. Neun Alliierte erfüllten das Zwei-Prozent-Ziel der NATO.

Deutschland wird in diesem Jahr nach NATO-Daten geschätzt eine Quote von 1,44 Prozent erreichen. Die NATO-Staaten hatten 2014 auf ihrem Gipfel in Wales als Reaktion auf die russische Annexion der ukrainischen Schwarzmeer-Halbinsel Krim beschlossen, sich in den folgenden zehn Jahren dem Zwei-Prozent-Ziel anzunähern - also zwei Prozent des Bruttoinlandsprodukts für Verteidigung auszugeben.

22:45 Uhr | Ukraine ruft UN-Sicherheitsrat wegen Raketenangriff an

Ein nach ukrainischen Angaben russischer Raketenangriff auf ein Einkaufszentrum in Krementschuk soll den UN-Sicherheitsrat beschäftigen. Das UN-Gremium will am Dienstag um 21 Uhr MESZ zu dem Thema beraten, wie Diplomaten in New York mitteilten. Das Treffen war auf Bitten der Ukraine anberaumt worden. Ukrainischen Angaben zufolge starben bei dem Angriff mindestens 13 Menschen. Rund 40 seien teils schwer verletzt worden. Die russische Seite äußerte sich bislang nicht zu dem Vorfall.

21:47 Uhr | EU-Kommissarin warnt vor Ausfällen bei russischen Gaslieferungen

EU-Energiekommissarin Kadri Simson warnt vor schwerwiegenden Ausfällen bei den Gaslieferungen aus Russland. Die Estin fordert die Mitgliedsstaaten auf, ihre Notfall-Pläne zu überarbeiten. "Seit dem Beginn der russischen Invasion in der Ukraine wissen wir, dass schwerwiegende Unterbrechungen der Versorgung möglich sind, und jetzt scheinen sie wahrscheinlich", sagt Simson. Die Europäische Kommission will kommenden Monat einen EU-Plan vorschlagen, um für weitere Gas-Lieferausfälle vorbereitet zu sein.

Update 20:15 Uhr | Ukraine wirft Russland Angriff auf Einkaufsmarkt vor

Eine russische Rakete hat nach Angaben des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj ein Einkaufszentrum in der Stadt Krementschuk im Nordosten der Ukraine getroffen. Selenskyj sagte, es seien über tausend Menschen in dem Gebäude gewesen. Der Gouverneur der Region Poltawa, Dmytro Lunin, sprach von mindestens zehn Toten und 40 Verletzten. Nach Angaben der ukrainischen Luftwaffe soll das Einkaufszentrum von Kh-22-Anti-Schiffsraketen getroffen worden sein, die von der russischen Region Kursk aus abgefeuert wurden.

In verschiedenen Videos ist ein brennendes Gebäude mit dicken dunklen Rauchwolken zu sehen. Auf dem Parkplatz davor stehen Feuerwehrautos und wenige Privat-Pkw. Außerdem sind neben Feuerwehrleuten auch Gruppen von Männern in Zivil und einige bewaffnete Soldaten zu sehen.

Russischer Raketenangriff auf Einkaufszentrum in Krementschuk.
Brennender Einkaufsmarkt in der Stadt Krementschuk. Bildrechte: IMAGO / Cover-Images

Aus Moskau gab es zunächst keine Reaktion auf den Vorwurf, russische Truppen seien verantwortlich für den Raketeneinschlag in Krementschuk. In unmittelbarer Nähe des Einkaufszentrums befinden sich mehrere Industrieanlagen, darunter eine Fabrik für Straßenbaumaschinen. Dem ukrainischen Sicherheitsrat zufolge schlug eine zweite Rakete in ein örtliches Sportstadion ein.

18:48 Uhr | Scholz: Im Verhältnis zu Russland kein Zurück zu alten Zeiten

Bundeskanzler Olaf Scholz sieht die Beziehungen des Westens zu Russland dauerhaft zerrüttet. Im Verhältnis zu Russland könne es kein Zurück geben zu der Zeit vor dem Krieg, sagt der SPD-Politiker beim G7-Gipfel auf Schloss Elmau in Bayern. Die russische Regierung habe mit dem Angriff auf die Ukraine alle Vereinbarungen über die Art und Weise der internationalen Zusammenarbeit gebrochen.

16:29 Uhr | Putin will an G20-Gipfel im Herbst teilnehmen

Russlands Präsident Wladimir Putin will am G20-Gipfel im Herbst in Indonesien teilnehmen. "Ja, wir haben bestätigt, dass unsere Teilnahme vorgesehen ist", sagte Putins außenpolitischer Berater Juri Uschakow der staatlichen Nachrichtenagentur Tass zufolge. Unklar blieb, ob der Kremlchef persönlich anreisen will oder per Video zugeschaltet sein wird.

15:54 Uhr | USA haben LNG-Exporte nach Europa verdreifacht

Die USA haben seit Beginn des Ukraine-Krieges ihre Flüssiggas-Exporte nach Europa fast verdreifacht. Das geht aus einer gemeinsamen Mitteilung von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und US-Präsident Joe Biden hervor. Man arbeite zusammen, um die Abhängigkeit Europas von russischer Energie zu beenden, hieß es. Biden und von der Leyen warfen Russland vor, Erdgas als politische und wirtschaftliche Waffe einzusetzen. Damit setze Moskau die Energiemärkte unter Druck, treibe die Preise für die Verbraucher in die Höhe und bedrohe die globale Energiesicherheit.

Erklärvideo LNG 1 min
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
1 min

Der Ukraine-Krieg hat in Deutschland Sorgen wegen der Energiesicherheit ausgelöst. Etwas Abhilfe schaffen könnte der Import von verflüssigtem Erdgas (LNG). Doch hierzulande fehlt es an der nötigen Infrastruktur.

Mi 20.04.2022 18:54Uhr 00:40 min

https://www.mdr.de/nachrichten/deutschland/wirtschaft/video-lng-fluessigerdgas-was-ist-das-kurz-erklaert-100.html

Rechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Video

15:40 Uhr | Russland: Ukraine für Raketeneinschlag in Kiew verantwortlich

Russland hat die Verantwortung für einen Raketeneinschlag in einem Wohngebäude in Kiew zurückgewiesen. Nach Darstellung des Verteidigungsministeriums in Moskau, hatten ukrainische Flugabwehrsysteme am Sonntag versucht, vier russische Präzisionsraketen abzuschießen. Dabei seinen zwei S-300-Flugabwehrraketen von einer Buk-M1-Rakete in der Luft abgeschossen worden, weil beide Systeme im städtischen Umfeld nicht aufeinander abgestimmt gewesen seien. Eine der abgeschossenen Flugabwehrraketen sei dann auf ein Haus gestürzt.

Dem Ministerium zufolge hatten die russischen Luftstreitkräfte vier Hochpräzessionsraketen auf ein Werk eines Raketenunternehmens in Kiew abgefeuert, dass Munition für Mehrfachraketenwerfer herstelle. Laut russischer Zielkontrolle hätten alle Raketen ihr Ziel erreicht und keine zivilen Gebäude beschädigt.

Der Raketeneinschlag am Sonntag war der erste seit Wochen in der ukrainischen Hauptstadt. Aus Sicht der Ukraine handelte es sich um einen russischen Angriff.

15:05 Uhr | G7 haben weitere Russland-Sanktionen vereinbart

Die Gruppe der G7-Staaten haben weitere Sanktionen gegen Russland vereinbart. Man wolle die Ukraine so lange wie nötig unterstützen. Der ukrainische Präsident Selenskyj nahm per Videoschalte am Gipfeltreffen teil. Mehr zum Thema im folgenden Artikel.

13:55 Uhr | Kreml will sich im Fall von Gold-Importverbot umorientieren

Der Kreml kritisiert das drohende Importverbot der G7-Staaten für russisches Gold als "unrechtmäßig" und will sich neue Märkte erschließen. "Der Edelmetallmarkt ist global, er ist ziemlich groß, voluminös und sehr vielfältig", sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow der Agentur Interfax zufolge.

13:22 Uhr | Nato will schnelle Eingreiftruppe vergrößern

Die Nato will die Zahl ihrer schnellen Eingreifkräfte auf mehr als 300.000 erhöhen. Das kündigte Generalsekretär Jens Stoltenberg vor dem Gipfeltreffen der 30 Mitgliedstaaten in Madrid an. Bislang umfasst die Nato-Eingreiftruppe NRF rund 40.000 Soldatinnen und Soldaten.

Der geplante Umbau der NRF ist Teil eines neuen Streitkräfte-Modells für das gesamte Bündnisgebiet. Es sieht mehr Kräfte in hoher Bereitschaft vor. Zudem sollen Kräfte auch bestimmten Gebieten zugeordnet werden. Damit könnten deutsche Soldaten etwa fest dafür eingeplant werden, litauische Truppen im Fall eines russischen Angriffs zu unterstützen.

Update 11:52 Uhr | Russland sieht keinen Zahlungsausfall

Die russische Regierung bestreitet, erstmals seit mehr als einem Jahrhundert mit dem Begleichen ihrer Auslandsschulden in Verzug geraten zu sein. In einem Telefonat mit Reportern sagte Präsidialamtssprecher Dmitri Peskow, Russland habe die im Mai fälligen Anleihezahlungen geleistet.

11:10 Uhr | Selenskyj bittet G7 um umfangreiche Hilfe

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj ist per Videokonferenz zur Arbeitssitzung der Gipfelteilnehmer dazugeschaltet. Beim G7-Gipfel wirtschaftsstarker Demokratien geht es um die weitere, auch langfristige Unterstützung seines Landes.
Bildrechte: dpa

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bittet die G7-Staats- und Regierungschefs laut einem Diplomaten um umfassende Hilfe im Verteidigungskrieg gegen Russland. In einem per Video-Schalte geführten Gespräch habe Selenskyj die Gipfelteilnehmer auf Schloss Elmau gebeten, Luftabwehrsysteme zu liefern. Zudem sollten die sieben führenden westlichen Industriestaaten für weitere Sanktionen gegen Russland sorgen, der Ukraine beim Export von Getreide helfen und dem Land finanzielle Hilfe zum Wiederaufbau zur Verfügung stellen.

In dem Video-Gespräch soll Selenskyj den Diplomaten zufolge auch gesagt haben, dass er den Krieg noch vor Winterbeginn beendet haben möchte.

10:30 Uhr | Thüringen übernimmt Kosten für private Aufnahme von Flüchtlingen

Das Land übernimmt Kosten für die private Aufnahme von Flüchtlingen aus der Ukraine. Das teilte das Thüringer Migrationsministerium am Montag mit. Private Gastgeber können ab sofort mit ihrem Landkreis oder ihrer kreisfreien Stadt die pauschale Kostenübernahme vereinbaren. Laut Ministerium gibt es – rückwirkend ab 24. Februar – für jede erste aufgenommene Person 150 Euro monatlich, für jede weitere 75 Euro.

Grundlage ist die geänderte Flüchtlingskostenerstattungsverordnung. Sie ist am 24. Juni in Kraft getreten. Alle notwendigen und angemessenen Kosten, die über die ohnehin geltende Pauschalzahlung hinausgehen, werden vom Land erstattet. Die Kommunen hatten seit März immer wieder auf eine Regelung gedrängt. Einige Landkreise seien bereits in Vorkasse gegangen und hätten den Gastgebern die Summen ausgezahlt, sagte eine Sprecherin des Ministeriums MDR THÜRINGEN. Es sei ja klar gewesen, dass das Land die Verordnung entsprechend ändere, nur der Zeitpunkt sei nicht klar gewesen.

10:09 Uhr | US-Regierung: G7 verhängen weitere Strafmaßnahmen gegen Moskau

Wegen des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine wollen die USA und die anderen G7-Staaten nach Angaben der US-Regierung weitere Strafmaßnahmen gegen Moskau verhängen. Die Maßnahmen richteten sich unter anderem gegen militärische Produktions- und Lieferketten, teilte das Weiße Haus am Rande des G7-Gipfels in Bayern mit.

Die Staats- und Regierungschef der sieben führenden Industrieländer würden sich hinter zwei Ziele stellen: Zum einen soll Russland nicht mehr von hohen Ölpreisen profitieren und die Einnahmen durch den Ölverkauf reduziert werden. Zum anderen sollen mit einem Preisdeckel für russisches Öl angesichts der steigenden Inflation die negativen Wirkungen für Drittmärkte und Konsumenten weltweit begrenzt werden.

10:07 Uhr | Deutschland und osteuropäische Staaten wollen sich in Energiekrise helfen

Deutschland und mehrere osteuropäische EU-Staaten wollen sich laut der Bundesregierung im Falle einer Energiekrise gegenseitig helfen. Wirtschaftsminister Robert Habeck sagte am Montag in Luxemburg, er habe gerade eine Absichtserklärung dazu unterzeichnet. Es gehe angesichts deutlich reduzierter Gaslieferungen aus Russland um gegenseitige Solidarität. Die Speicher in Deutschland zu füllen, dürfe nicht zu einer Krise in anderen Ländern führen. Laut dem Wirtschaftsministerium haben neben Deutschland Tschechien, Polen, die Slowakei, Ungarn sowie Österreich die Absichtserklärung unterzeichnet. Es gehe um eine Ausgangsbasis für regionale Maßnahmen, die im Krisenfall zum Einsatz kommen sollten.

09:31 Uhr | London: Russland setzt in Ukraine verstärkt auf Reservisten

Die russische Armee wird in ihrem Krieg gegen die Ukraine nach Einschätzung Großbritanniens vornehmlich auf Reservisten setzen. Die Kampfreserve bestehe aus freiwilligen Teilzeitkräften, die eigentlich für Sicherheitsaufgaben im Rücken der Front vorgesehen seien, teilte das Verteidigungsministerium in London unter Berufung auf Geheimdienstinformationen mit. Mit Veteranen, die in den vergangenen fünf Jahren gedient haben, würden vermutlich Bataillone aufgefüllt. "Trotz eines andauernden Mangels an einsatzfähigen Reservisten für die Ukraine wird die russische Führung wahrscheinlich weiter zögern, eine allgemeine Mobilisierung anzuordnen", hieß es.

08:22 Uhr | Scholz will G20 trotz Russlands Angriffskrieg "nicht torpedieren"

Trotz des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine hat sich Bundeskanzler Olaf Scholz für einen Erhalt der G20 ausgesprochen, der auch Russlands Präsident Wladimir Putin angehört. Es gebe "die gemeinsame Überzeugung, dass wir die G20 nicht torpedieren wollen", sagte er im ZDF-"Morgenmagazin". Ob sich der SPD-Politiker beim nächsten Gipfeltreffen im November mit dem russischen Präsidenten an einen Tisch setzen werde, beantwortete Scholz nicht klar. Auch Wolodymyr Selenskyj sei zu dem Treffen eingeladen worden, deshalb werde man die Entscheidung kurz vor der Abreise treffen müssen, "weil ja die Weltläufte sich bis dahin sehr erheblich verändern können", erklärte der Bundeskanzler.

Elmau G7-Gipfel: Die stärksten Bilder

Die Staats- und Regierungschef der G7 kommen im bayrischen Elmau zwischen grünen Wiesen, meterhohen Zäunen, Polizeihundertschaften und Protesten zusammen. Die stärksten Bilder vom Gipfel.

Die Staats- und Regierungschefs der G7 stehen auf einer Wiese und posieren vor der Kamera.
Die G7-Staats- und
Regierungschefs haben sich
an der legendären Holzbank versammelt, an der 2015 die frühere Kanzlerin
Angela Merkel mit dem damaligen US-Präsidenten Barack Obama stand
Bildrechte: dpa
Die Staats- und Regierungschefs der G7 stehen auf einer Wiese und posieren vor der Kamera.
Die G7-Staats- und
Regierungschefs haben sich
an der legendären Holzbank versammelt, an der 2015 die frühere Kanzlerin
Angela Merkel mit dem damaligen US-Präsidenten Barack Obama stand
Bildrechte: dpa
Boris Johnson, Premierminister von Großbritannien, (l-r) Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD), Charles Michel, Präsident des Europäischen Rates, Fumio Kishida, Premierminister von Japan, Ursula von der Leyen, Präsidentin der Europäischen Kommission (EU), Justin Trudeau, Premierminister von Kanada, und Joe Biden, Präsident der USA, auf dem Weg zum Familienfoto während des G7-Gipfels auf Schloss Elmau. Deutschland ist Gastgeber des G7-Gipfels wirtschaftsstarker Demokratien vom 26. bis 28. Juni 2022. Am ersten Gipfeltag wird die weltwirtschaftliche Lage, der Klimaschutz und die Außen- und Sicherheitspolitik mit den Sanktionen gegen Russland beraten.
Die Gipfelteilnehmer auf einem Gruppenbild. Bildrechte: dpa
Zahlreiche Touristen und Einheimische verfolgen die Demonstration des Bündnisses «Stop G7 Elmau» im Ortskern. Deutschland ist Gastgeber des G7-Gipfels (26. bis 28. Juni) wirtschaftsstarker Demokratien.
Zahlreiche Touristen und Einheimische verfolgen die Demonstration des Bündnisses "Stop G7 Elmau" im Ortskern. Bildrechte: dpa
Touristen und Einheimische verfolgen die Demonstration des Bündnisses «Stop G7 Elmau» im Ortskern. Deutschland ist Gastgeber des G7-Gipfels (26. bis 28. Juni) wirtschaftsstarker Demokratien.
Eine Demonstration des Bündnisses "Stop G7 Elmau" im Ortskern. Bildrechte: dpa
Demonstranten von Oxfam tragen Politiker-Köpfe. Deutschland ist Gastgeber des G7-Gipfels wirtschaftsstarker Demokratien vom 26. bis 28. Juni 2022 auf Schloss Elmau.
Demonstranten der Hilfsorganisation Oxfam. Bildrechte: dpa
Olaf Scholz und Joe Biden
Olaf Scholz und Joe Biden Bildrechte: dpa
v.li:Justin Trudeau,Charles Michel (EU Ratspraesdient), Mario Draghi, Emmanuel Macron, Joe Biden, Fumio Kishida, Olaf Scholz, Boris Johnson,Ursula von der Leyen
von links: Justin Trudeau, Charles Michel, Mario Draghi, Emmanuel Macron, Joe Biden, Fumio Kishida, Olaf Scholz, Boris Johnson und Ursula von der Leyen Bildrechte: IMAGO / Sven Simon
Olaf Scholz spricht mit Boris Johnson.
Olaf Scholz mit Boris Johnson Bildrechte: dpa
Boris Johnson, Premierminister von Großbritannien, (vorne l-r) Joe Biden, Präsident der USA, und Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) , dahinter (l-r) Fumio Kishida, Premierminister von Japan, Ursula von der Leyen, Präsidentin der Europäischen Kommission (EU), Charles Michel, Präsident des Europäischen Rates, Mario Draghi, Ministerpräsident von Italien, Justin Trudeau, Premierminister von Kanada, Emmanuel Macron, Präsident von Frankreich, sitzen bei der ersten Arbeitssitzung zum Thema weltwirtschaftliche Lage während des G7-Gipfels auf Schloss Elmau. Deutschland ist Gastgeber des G7-Gipfels wirtschaftsstarker Demokratien vom 26. bis 28. Juni 2022. Am ersten Gipfeltag wird die weltwirtschaftliche Lage, der Klimaschutz und die Außen- und Sicherheitspolitik mit den Sanktionen gegen Russland beraten.
Am ersten Gipfeltag wird die weltwirtschaftliche Lage, der Klimaschutz und die Auߟen- und Sicherheitspolitik mit den Sanktionen gegen Russland beraten. Bildrechte: dpa
York Runte, Organisator des Protestcamps «Stop G7 Elmau», steht auf dem Camplatz vor Zelten.
York Runte, Organisator des Protestcamps "Stop G7 Elmau" Bildrechte: dpa
Joe Biden und Olaf Scholz
Joe Biden und Bundeskanzler Olaf Scholz Bildrechte: dpa
Joe Biden und Boris Johnson
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Joe Biden steigt bei seiner Ankunft am Flughafen München aus der Air Force One
US-Präsident Joe Biden steigt bei seiner Ankunft am Flughafen München aus der Air Force One. Bildrechte: dpa
Hotel Schloss Elmau
Die Staats- und Regierungschefs kommen zum G7-Gipfel im 5-Sterne-Hotel Schloss Elmau zusammen. Bildrechte: dpa
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Rund um den G7-Gipfel sind Tausende Polizistinnen und Polizisten im Einsatz. Etwa die Reiterstaffel ... Bildrechte: dpa
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07:58 Uhr | Ukrainisches Militär verhindert Kessel um Lyssytschansk

Das ukrainische Militär hat nach eigenen Angaben westlich von Lyssytschansk russische Angriffe zurückgeschlagen und damit eine Einkesselung der strategisch wichtigen Großstadt im Osten der Ukraine verhindert. "Nahe Werchnjokamjanka haben die Verteidigungskräfte dem Feind erhebliche Verluste zugefügt und ihn zum Rückzug gezwungen", teilte der ukrainische Generalstab in seinem Lagebericht mit. Werchnjokamjanka liegt nur wenige Kilometer westlich von Lyssytschansk an der letzten wichtigen Versorgungsstraße für die Stadt.

Lyssytschansk selbst war nach ukrainischen Angaben erneut Ziel schwerer Luft- und Artillerieangriffe. Russische Einheiten stehen im Süden bereits am Stadtrand. Mehrere Vororte sind ebenfalls unter Feuer geraten. In der Stadt sollen noch mehrere tausend ukrainische Soldaten stationiert sein.

06:01 Uhr | Insider: Russische Zinszahlungen in Taiwan ausgeblieben

Nach dem Ablauf der Zahlungs– und Schonfrist am Sonntagabend haben mehrere taiwanische Investoren zwei Insidern zufolge weiter keine Zinszahlungen für ihre russischen Staatsanleihen erhalten. Damit könnte Russland formell vor dem Zahlungsausfall stehen. Früheren Angaben von Juristen zufolge ist jedoch unklar, ob die Regierung in Moskau nicht doch bis zum Ende des nächsten Arbeitstages Zeit hat, seine Gläubiger zu bezahlen.

05:12 Uhr | Schwarzmeerregion Odessa meldet Raketenangriffe

Bei einem Raketeneinschlag im Gebiet Odessa im Süden der Ukraine sind sechs Menschen zu Schaden gekommen. Die Rakete sei von einem russischen strategischen Bomber abgefeuert worden, teilte die ukrainische Armee mit. Unter den Opfern ist den Behördenangaben nach auch ein Kind. Aus den Angaben geht nicht hervor, ob die betroffenen Personen verletzt oder getötet wurden. "Wegen des Einschlags im Wohnviertel einer zivilen Siedlung sind mehrere Wohnhäuser und Wirtschaftsgebäude auf einer Fläche von etwa 500 Quadratmetern zerstört und in Brand gesetzt worden", heißt es.

04:00 Uhr | G7-Chefs beraten mit Selenskyj über Ukraine-Krieg

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj nimmt heute per Video-Schalte am G7-Gipfel auf Schloss Elmau teil. Der Ukraine-Krieg ist zentrales Thema der Beratungen. Selenskyj will den Staats- und Regierungschefs der großen Industrieländer ins Gewissen reden. Der 44-Jährige soll am Vormittag per Video zu den Beratungen zugeschaltet werden. Bereits am Wochenende hatte er erneut mehr Militärhilfe für sein Land gefordert. Bei den G7 kündigte sich mit einem Importverbot für russisches Gold zudem eine Verschärfung der Sanktionen an.

03:34 Uhr | Umfrage: Fast jeder Vierte sorgt sich wegen Kriegsauswirkungen um Arbeitsplatz

Fast jeder vierte Beschäftigte sorgt sich einer Umfrage zufolge wegen des Ukraine-Kriegs um seinen Arbeitsplatz. In der Umfrage des Marktforschungsinstituts Trendence gaben 23,3 Prozent der befragten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer an, dass sie sich sorgen, durch die Auswirkungen des Krieges ihren Job verlieren zu können, wie die Zeitungen der Funke Mediengruppe berichteten.

Mit 49,2 Prozent gab außerdem knapp jeder zweite Beschäftigte an, von den Bildern aus den Kriegsgebieten mental belastet zu sein. Jeder zweite Befragte fordert demnach von seinem Arbeitgeber, sich für ukrainische Kriegsflüchtlinge zu engagieren. Aufgrund der hohen Benzinpreise würden laut der Umfrage derzeit 44,8 Prozent der Beschäftigen versuchen, wieder öfter im Homeoffice zu arbeiten.

02:01 Uhr | UN-Bericht: Ukraine-Krieg könnte Drogen-Produktion anheizen

Der Ukraine-Krieg könnte nach Angaben der Vereinten Nationen zu einem Anstieg der Produktion von Drogen führen. Konfliktregionen würden wie ein "Magnet" für die Herstellung synthetischer Drogen wirken, schreibt das UN-Büro für Drogen- und Verbrechensbekämpfung (UNODC) in Wien in seinem Jahresbericht. "Dieser Effekt kann größer sein, wenn sich die Konfliktregion in der Nähe großer Verbrauchermärkte befindet."

In der Ukraine war in den vergangenen Jahren die Zahl der von den Behörden aufgelösten Drogenlabore zur Herstellung von Amphetaminen laut UNODC stark angestiegen, von 17 im Jahr 2019 auf 79 im Jahr 2020. Das war die höchste Zahl an aufgelösten Amphetamin-Laboren weltweit. Mit Fortdauern des Krieges könnte die Zahl der Drogenlabore weiter zunehmen. "Es gibt keine Polizei, die patrouilliert und Labore stoppt", sagte UNODC-Expertin Angela Me der Nachrichtenagentur AFP mit Blick auf Konfliktgebiete.

01:37 Uhr | Türkei kündigt Gespräche mit Schweden und Finnland an

Im Streit über eine Nato-Mitgliedschaft von Finnland und Schweden hat der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan neue Gespräche angekündigt. Nach Angaben seines Sprechers trifft er sich morgen mit den Regierungschefs beider Staaten. Schon heute soll es in Brüssel Vorgespräche auf Ministerebene geben.

Die Türkei hat sich gegen eine Mitgliedschaft von Finnland und Schweden gestellt. Erdogan wirft den Ländern vor, zu wenig gegen kurdische Extremisten zu tun. Der zweitägige Nato-Gipfel beginnt am Mittwoch in Madrid.

00:00 Uhr | Ticker am Montag, 27. Juni 2022

Guten Morgen, in unserem Ticker halten wir Sie über die aktuellen Entwicklungen im Krieg in der Ukraine auf dem aktuellen Stand. Alle wichtigen Nachrichten erscheinen im Laufe des Tages hier.

Quellen: u.a. AFP, dpa, Reuters, MDR

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 27. Juni 2022 | 06:00 Uhr

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