Russland-Ukraine-Krieg Ticker: Türkei stimmt Nato-Beitritten Schwedens und Finnlands zu

Sinneswandel: Die Türkei unterstützt nun die Nato-Beitritte von Schweden und Finnland. Deutschland und die Niederlande werden der Ukraine sechs weitere Panzerhaubitzen 2000 liefern. Russland verwahrt sich gegen den Vorwurf, gezielt das Einkaufszentrum in Kerementschuk beschossen zu haben. Aktuelle Nachrichten zum Ukraine-Krieg im News-Ticker.

Die Flaggen von Finnland und Schweden, davor das Logo der Nato
Schweden und Finnland werden der Nato beitreten. Die Türkei gab ihren Widerstand gegen die Aufnahme beider Länder auf. Bildrechte: IMAGO / NurPhoto

Die Berichterstattung aus der Ukraine ist schwierig, da wegen der Kämpfe nur wenige unabhängige Medienvertreter im Land sind. Informationen kommen vor allem von der ukrainischen Regierung und dem Verteidigungsministerium aus Russland, die allerdings kaum unabhängig verifiziert werden können.

22:19 Uhr | Russische Truppen nehmen Ex-Bürgermeister Chersons in Südukraine fest

Die russischen Besatzungstruppen haben Igor Kolychajew, den gewählten Bürgermeister der Großstadt Cherson im Süden der Ukraine, festgenommen. Das bestätigte der prorussische Vizechef der Militär- und Zivilverwaltung von Cherson, Kirill Stremoussow, der Nachrichtenagentur Ria Nowosti. Kolychajew habe die Angestellten der Stadtverwaltung offen zur Sabotage aufgerufen und dazu, die Anweisungen der neuen Administration zu ignorieren, begründete Stremoussow die Festnahme.

Der Ex-Bürgermeister sei ein "Held der nazistischen Umgebung" gewesen und habe der "Entnazifizierung" der Ukraine großen Schaden zugefügt, behauptete Stremoussow. Kolychajew war nach der Besetzung von Cherson in der Stadt geblieben, hatte sich aber geweigert, mit den russischen Besatzungstruppen zu kooperieren. Die "Entnazifizierung" ist ein Schlagwort, mit dem Russland seinen Einmarsch im Nachbarland rechtfertigt. Laut seiner Assistentin Galina Ljaschewska wurde Kolychajew nach einem Treffen mit anderen ehemaligen Mitgliedern des Stadtrats von der russischen Nationalgarde und dem Geheimdienst FSB festgenommen. Sie sprach von einer "Entführung".

Update 22:10 Uhr | Nato begrüßt Einigung von Schweden und Finnland mit Türkei

Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg hat die Einigung im Streit um einen Bündnis-Beitritt von Schweden und Finnland mit der Türkei begrüßt. Er kündigte an, Schweden und Finnland würden bereits am Mittwoch offiziell eingeladen. Seinen Angaben zufolge hätten die Türkei, Schweden und Finnland hätten eine Absichtserklärung unterzeichnet, die auf die türkischen Bedenken eingehe. Als Nato-Alliierte würden Finnland und Schweden die Türkei im Kampf gegen Bedrohungen ihrer nationalen Sicherheit uneingeschränkt unterstützen. Dazu gehörten Änderungen von innerstaatlichen Rechtsvorschriften, ein hartes Vorgehen gegen PKK-Aktivitäten und ein Abkommen mit der Türkei über Auslieferungen. Das türkische Präsidialamt erklärte, die Türkei habe in Gesprächen mit den beiden nordischen Ländern bekommen, was sie wollte. Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hatte Finnland und Schweden unter anderem vorgeworfen, PKK-Kämpfern Unterschlupf zu gewähren und seine Zustimmung zum Nato-Beitritt beider Länder verweigert.

21:20 Uhr | Deutschland stellt 15.000 Soldaten für erweiterte Nato-Eingreifkräfte

Deutschland will sich mit 15.000 Soldaten an den erweiterten Nato-Eingreifkräften von insgesamt mehr als 300.000 Soldaten beteiligen. Bundesverteidigungsministerin Christine Lambrecht sagte kurz vor dem Nato-Gipfel in Madrid, die Bundesregierung sei bereit, eine Division zu stellen. Dazu sollen circa 65 Flugzeuge und 20 Schiffe kommen. Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg hatte am Montag in dem Zusammenhang ein neues Truppenmodell angekündigt. Damit soll die Zahl der einsatzbereiten Nato-Kräfte zu Land, zur See und in der Luft nahezu verachtfacht werden – von derzeit rund 40.000 auf weit mehr als 300.000. Das Konzept dürften die Staats- und Regierungschefs der Nato-Mitglieder auf ihrem zweitägigen Gipfel ab Mittwoch billigen.

20:35 Uhr | Türkei stimmt Nato-Beitritt von Finnland und Schweden zu

Die Türkei hat ihren Widerstand gegen die Aufnahme von Schweden und Finnland in die Nato aufgegeben. Der finnische Präsident teilte mit, die Türkei werde während des Nato-Gipfels in Madrid die Einladung an Finnland und Schweden unterstützen, Bündnismitglied zu werden. Ein entsprechendes Memorandum sei nach einem Treffen mit Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg, Schwedens Ministerpräsidentin Magdalena Andersson und dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan unterzeichnet worden. Erdogan hatte es bislang abgelehnt, der Nato-Aufnahme beider Länder zuzustimmen. Er warf Finnland und vor allem Schweden vor, Anhänger terroristischer Gruppen zu beherbergen und nicht entschieden gegen die kurdische PKK vorzugehen, die als Terrororganisation eingestuft ist. Finnland und Schweden wollen angesichts der russischen Invasion der Ukraine ihre Neutralität aufgeben und der Nato beitreten. Alle bisherigen Mitglieder müssen jedoch einstimmig der Aufnahme neuer zustimmen.

20:20 Uhr | Deutschland liefert Ukraine weitere Panzerhaubitzen

Deutschland wird zusammen mit den Niederlanden der Ukraine sechs weitere Panzerhaubitzen 2000 liefern. Das kündigten Verteidigungsministerin Christine Lambrecht und ihre niederländische Amtskollegin Kasja Ollongren am Rande des Nato-Gipfels in Madrid an. Drei der Panzerhaubitzen sollen aus Deutschland kommen. Vor einer Woche hatte Deutschland die ersten sieben Artilleriegeschütze dieses Typs und damit erstmals ein schweres Waffensystem an die Ukraine geliefert.

19:30 Uhr | Kämpfe um Versorgungsstraße nach Lyssytschansk

In der Ostukraine kämpfen ukrainische und russische Truppen weiter um die Kontrolle einer Straße nach Lyssytschansk. Dem ukrainischen Generalstab zufolge wurde ein russischer Vorstoß abgewehrt. Die umkämpfte Straße ist eine der wenigen verbliebenen Nachschubrouten für Lyssytschansk. Die ehemalige Großstadt ist die letzte von ukrainischen Truppen gehaltene größere Ortschaft im Gebiet Luhansk. Russische Truppen haben bereits den Südrand der Stadt erreicht.

19:10 Uhr | Litauen verlängert Ausnahmezustand

In Litauen ist der wegen des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine landesweit verhängte Ausnahmezustand bis zum 15. September verlängert worden. Im Parlament in Vilnius stimmten am Dienstag 80 Abgeordnete für die Verlängerung des Ausnahmezustands, sieben votierten dagegen und 28 enthielten sich. Die Sonderregelung ermöglicht es den litauischen Behörden, Fahrzeuge und Menschen im Grenzgebiet zu stoppen und zu durchsuchen. Strategische Objekte und Infrastruktur wird stärker geschützt. Die Ausstrahlung von russischen oder belarussischen Radio- und Fernsehprogrammen ist untersagt. Öffentliche Veranstaltungen zur Unterstützung der russischen Invasion sind ebenfalls verboten. Der Ausnahmezustand war unmittelbar nach dem russischen Einmarsch in die Ukraine am 24. Februar verhängt und seither mehrfach verlängert worden.

18:35 Uhr | Russland will westliche Außengrenze stärken

Russland hat angekündigt, als Reaktion auf die geplante Aufstockung der Nato-Eingreiftruppe seine westliche Grenze weiter zu stärken. Kremlsprecher Dmitri Peskow gab in Moskau entsprechende Pläne des Verteidigungsministeriums bekannt, ohne Details zu nennen. Russland wirft der Nato vor, mit seiner Infrastruktur in Richtung der russischen Grenze vorzurücken. Die US-Regierung kündigte an, ebenfalls ihre Militärpräsenz in Europa dauerhaft zu verstärken. Diese Kräfte würden konzentriert auf die Staaten des Baltikums, des Balkans und die Ostflanke der Nato. Gestern hatte die Nato bereits angekündigt, ihre schnellen Eingreifkräfte auf 300.000 Soldaten auszubauen.

17:35 Uhr | UN: Viele Vertriebene in der Ukraine kehren zurück

Mehr als 5,5 Millionen Ukraine, die innerhalb des Landes vor den russischen Angriffen geflohen waren, sind wieder in ihr Zuhause zurückkehrt. Das sind nach Angaben der Internationalen Organisation für Migration etwa die Hälfte der ukrainischen Binnenflüchtlinge. Die Zahl der innerhalb des Landes vertriebenen Menschen bleibe mit schätzungsweise 6,3 Millionen aber hoch. Den bislang höchsten Stand gab es Anfang Mai mit über acht Millionen.

15:55 Uhr | Litauens Parlament verbietet Gasimporte aus Russland

In Litauen hat das Parlament den Import von Gas aus Russland verboten. Die Volksvertretung beschloss einstimmig gesetzliche Änderungen. Danach werden künftig sämtliche Gaslieferanten ausgeschlossen, die als Bedrohung für die nationale Sicherheit gelten. Auch ein Flüssiggasterminal in Klaipeda kann nicht von ihnen genutzt werden. Ausnahmen gilt für Gas, das über Litauen in die russische Ostsee-Exklave Kaliningrad transportiert wird. Nach Parlamentsangaben bezog Litauen jährlich Öl, Gas und Strom im Wert von mehr als drei Milliarden Euro aus Russland.

14:48 Uhr | Russland weist Vorwürfe zu Angriff auf Krementschuk zurück

Russland hat Vorwürfe zurückgewiesen, gezielt ein gut besuchtes Einkaufszentrum in der zentralukrainischen Stadt Krementschuk beschossen zu haben. Die russische Armee erklärte, der Angriff habe sich gegen ein nahe gelegenes Waffen- und Munitionslager gerichtet. Das Einkaufszentrum sei zu diesem Zeitpunkt geschlossen gewesen und sei durch explodierende Munition in Brand geraten. Bei dem Angriff sind nach neusten ukrainischen Angaben mehr als 20 Menschen getötet worden. Mehr als 40 weitere Menschen würden vermisst. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj warf Russland Terrorismus muss. Die G7-Staaten verurteilte den Angriff als "Kriegsverbrechen".

11:48 Uhr | G7 stellen Milliarden für Ernährungssicherheit bereit

Die G7-Staaten wollen bis zu fünf Milliarden Dollar bereitstellen, um trotz Ukraine-Krieg und Inflation die weltweite Ernährungssicherheit zu gewährleisten. In einer gemeinsamen Erklärung zum Ende des Gipfels auf Schloss Elmau riefen die führenden Wirtschaftsmächte Russland zudem auf, die Blockade der ukrainischen Häfen ohne Bedingungen zu beenden. Weizensilos und landwirtschaftliche Infrastruktur dürften nicht länger zerstört werden. Wie mehrere Nachrichtenagenturen berichten, soll zudem ein Preisdeckel für russisches Öl erarbeitet werden.

09:34 Uhr | Russische Truppen stürmen Siedlung bei Lyssytschansk

Im Osten der Ukraine gehen die Kämpfe um die strategisch wichtige Stadt Lyssytschansk weiter. Der ukrainische Generalstab teilte mit, russische Einheiten stürmten eine Siedlung südwestlich der Stadt. Im Süden stehe die russische Armee bereits am Stadtrand. Gekämpft werde zudem an einer Ölraffinerie. Außerdem werde die Stadt aus der Luft beschossen. Bei einem Raketenangriff wurden nach Behördenangaben acht Menschen getötet und 21 weitere verletzt. Die Menschen hatten in einer Schlange vor einem Tankwagen mit Trinkwasser angestanden. Lyssytschansk ist die letzte große Stadt in der Region Luhansk unter ukrainischer Kontrolle.

08:14 Uhr | Folgen des Ukraine-Krieges drücken Verbraucherstimmung weiter

Die Konsumlaune der Verbraucher in Deutschland hat sich weiter verschlechtert. Das hat das Konsumforschungsunternehmen GfK aus Nürnberg ermittelt. GfK-Konsumexperte Rolf Bürkl sagte, der anhaltende Krieg in der Ukraine sowie unterbrochene Lieferketten ließen vor allem die Energie- und Lebensmittelpreise explodieren und führten dazu, dass sich das Konsumklima so trüb wie noch nie zeige.

Vor allem die um knapp acht Prozent erhöhten Lebenshaltungskosten drückten auf die Stimmung, sagte Bürkl. Die Kaufkraft schmelze dahin. Die Hoffnung, dass die in der Corona-Pandemie angehäuften Ersparnisse in Anschaffungen umgesetzt würden, werde sich vermutlich nicht erfüllen.

Seit Beginn der Erhebung für Gesamtdeutschland im Jahr 1991 wurde kein niedrigerer Wert als aktuell gemessen.

GfK-Konsumexperte Rolf Bürkl

06:43 Uhr | Zahl der Toten in Krementschuk gestiegen

Nach dem Brand in einem Einkaufszentrum in Krementschuk in der Ostukraine ist die Zahl der Toten auf mindestens 18 gestiegen. Das schrieb der Gouverneur des Gebiets Poltawa, Dmytro Lunin, am Dienstagmorgen bei Telegram. Rund 60 Menschen wurden verletzt. Die ukrainische Generalstaatsanwaltschaft berichtete zudem von mehr als 40 Vermisstenmeldungen. Die Rettungs- und Aufräumarbeiten gingen auch in der Nacht weiter.

Die Ukraine spricht von einem Raketenangriff auf das Einkaufszentrum und macht Russland dafür verantwortlich. Angaben der ukrainischen Luftstreitkräfte zufolge sollen bei dem Angriff Luft-Boden-Raketen des Typs X-22 eingesetzt worden sein. Diese seien von Tu-22-Langstreckenbombern aus dem russischen Gebiet Kursk abgefeuert worden, hieß es.

05:27 Uhr | Verband Zukunft Gas zweifelt an Habecks Zeitplan für LNG-Terminals

Die von Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck geplante Inbetriebnahme von mindestens zwei LNG-Terminals bis Jahresende könnte sich verzögern. "Bislang kennen wir nur von einem dieser schwimmenden LNG-Terminals mit Wilhelmshaven eine klare Umsetzungsperspektive. Die geplanten stationären Terminals haben weiterhin keine abschließenden Investitionsentscheidungen. Hier und bei einigen weiteren regulatorischen Fragen benötigt die Branche endlich Klarheit," sagte Timm Kehler, Vorstand des Verbandes Zukunft Gas, der "Bild"-Zeitung.

Um im kommenden Jahr eine Kapazität von 13 Milliarden Kubikmetern Erdgas über die LNG-Terminals zu erreichen, müsse beim Auf- und Ausbau der Kapazitäten weiter Tempo gemacht werden, sagte Kehler.

04:13 Uhr | Putin und Bolsonaro sprachen über Lebensmittelversorgung

Der russische Präsident Wladimir Putin und sein brasilianischer Amtskollege Jair Bolsonaro haben telefonisch über die weltweite Lebensmitttelversorgung gesprochen. Dabei sagte Russland Brasilien die weitere Lieferung von Düngemitteln zu. Beide Länder hätten außerdem vereinbart, ihre strategische Partnerschaft auszubauen, teilte das russische Präsidialamt mit.

Russland wirft dem Westen vor, die weltweite Nahrungsmittelkrise durch Sanktionen zu schüren. Der Westen weist dies zurück.

03:03 Uhr | Moody's stellt Zahlungsausfall Russlands fest

Moody's hat als erste Ratingagentur einen internationalen Zahlungsausfall Russlands festgestellt. Das US-Unternehmen teilte in New York, es handle sich um Zinszahlungen für zwei Staatsanleihen. Das Geld sei auch nach Ablauf einer Verzugsfrist von 30 Tagen nicht bei den Gläubigern angekommen.

Eine eigentliche Pleite ist es jedoch nicht. Russlands Staatskassen sind gut gefüllt, die Zahlungen sind jedoch aufgrund von Sanktionen blockiert. Der Kreml hatte bereits gestern Finanzprobleme bestritten. Präsidentensprecher Dmitri Peskow sagte, dass die Zahlungen blockiert seien, sei nicht Russlands Problem.

01:43 Uhr | Deutschlands Gasspeicher zu mehr als 60 Prozent gefüllt

Trotz stark reduzierter Lieferungen aus Russland werden Deutschlands Gasspeicher etwas voller. Wie am Abend aus der Webseite von Europas Gasinfrastruktur-Betreiber (GIE) hervorging, waren die Speicher zu 60,26 Prozent voll – das waren 0,34 Prozentpunkte mehr als einen Tag zuvor. Ziel ist es, die Speicher bis Anfang November zu mindestens 90 Prozent zu füllen. Ob das angesichts der eingeschränkten Lieferungen und des drohenden Komplett-Stopps von Gas aus Russland gelingt, ist fraglich.

Gasspeicher gleichen Schwankungen beim Gasverbrauch aus. Als eine Art Puffersystem sind sie wichtig für den Energiemarkt. Ihre Bedeutung ist allerdings begrenzt. Denn selbst wenn die Gasspeicher komplett gefüllt wären, so würden ihre Mengen längst nicht für die komplette Heizperiode ausreichen.

01:36 Uhr | Selenskyj bekräftigt Forderung nach Luftabwehr-Technik

Nach dem Raketenangriff auf ein Einkaufszentrum in der Ostukraine hat Präsident Wolodymyr Selenskyj den Westen mit Nachdruck um moderne Luftabwehr-Systeme ersucht. Die Ukraine habe schon vor dem Krieg und direkt nach der russischen Invasion darum gebeten, betonte Selenskyj. "Die Leute im Einkaufszentrum in Krementschuk verdienten die gleiche Sicherheit wie Leute in jedem Einkaufszentrum der Welt, ob irgendwo in Philadelphia oder Tel Aviv, oder in einer Einkaufspassage in Dresden."

01:01 Uhr | Beschlagnahmte Oligarchenjacht in Kalifornien angekommen

Die von den USA beschlagnahmte Superjacht "Amadea" eines russischen Oligarchen ist in San Diego eingetroffen. Das 106 Meter lange Luxusschiff bleibe in der Obhut der US-Regierung und werde vermutlich eingezogen und verkauft, teilte das US-Justizministerium mit und bedankte sich für die Hilfe seiner internationalen Partner. Die mehr als 300 Millionen Euro teure Jacht war ins Visier der FBI-Arbeitsgruppe KleptoCapture geraten, die im März begann, Besitztümer russischer Oligarchen einzuziehen, die wegen des russischen Angriffskriegs in der Ukraine sanktioniert wurden. Das FBI brachte das Schiff in Verbindung mit dem Oligarchen Suleiman Kerimow, der die unter der Flagge der Kaiman-Inslen fahrende "Amadea" im vergangenen Jahr über diverse Scheinfirmen heimlich gekauft haben soll. Mitte Juni gewannen die USA ein juristisches Tauziehen auf den Fidschi-Inseln. Danach brachten sie die "Amadea" zunächst nach Hawaii und jetzt nach Kalifornien.

00:59 Uhr | G7 verurteilen Angriff auf Einkaufszentrum

Der G7-Gipfel hat den Raketenangriff auf das Einkaufszentrum in der ukrainischen Stadt Krementschuk verurteilt und Russland mit Konsequenzen gedroht. "Willkürliche Angriffe auf unschuldige Zivilistinnen und Zivilisten sind Kriegsverbrechen. Der russische Präsident Putin und die Verantwortlichen werden dafür Rechenschaft ablegen müssen", hieß es in einer Erklärung der Gipfelteilnehmer.

00:48 Uhr | Ermittler: Mehr als 40 Vermisste nach Angriff auf Einkaufszentrum

Nach dem Raketenangriff auf ein Einkaufszentrum in der Ukraine sind bei den Behörden mehr als 40 Vermisstenanzeigen eingegangen. Das teilte die ukrainische Generalstaatsanwaltschaft mit. Die Zahl der Getöteten stieg unterdessen nach Angaben des Gouverneurs des Gebiets Poltawa, Dmytro Lunin, von 13 auf 15. Der Staatsanwaltschaft zufolge wurden 59 Menschen medizinisch behandelt, rund die Hälfte von ihnen sei in einem ernsten Zustand. Die Ukraine machte Russland für den Angriff verantwortlich.

00:47 Uhr | EU liefert der Ukraine Schutz gegen Atomwaffen

Die EU-Kommission will als Vorbereitung auf einen möglichen russischen Angriff mit Massenvernichtungswaffen Spezialausstattung in die Ukraine schicken. "Medizinische Ausrüstung sowie Ausrüstung, die auf chemische, biologische oder nukleare Notfälle zugeschnitten ist, befinden sich auf dem Weg in die Ukraine", erklärte der EU-Kommissar für Krisenmanagement, Janez Lenarcic.

Die Lieferung in die Ukraine im Wert von 11,3 Millionen Euro umfasst nach Angaben der Kommission unter anderem 300.000 Spezialschutzanzüge, 5.600 Liter Dekontaminierungsmittel und 850 Geräte für Dekontaminierungsmaßnahmen. Für die medizinische Versorgung stelle die EU etwa Patientenmonitore, Infusionspumpen und Beatmungsgeräte bereit.

00:22 Uhr | Biden verurteilt Angriff auf Einkaufszentrum in Ukraine Elmau

US-Präsident Joe Biden hat Russland für den Raketenangriff auf ein Einkaufszentrum in der Ukraine verantwortlich gemacht und scharf dafür kritisiert. "Der Angriff Russlands auf Zivilisten in einem Einkaufszentrum ist grausam", schrieb Biden in der Nacht zum Dienstag auf Twitter. "Wir sind solidarisch mit dem ukrainischen Volk."

00:01 Uhr | Macron nennt Raketenangriff auf Supermarkt "absoluten Horror"

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat den russischen Raketenangriff auf einen Supermarkt in der zentralukrainischen Stadt Krementschuk als "absoluten Horror" bezeichnet. Man teile den Schmerz der Familien der Opfer und die Wut über eine solche Schmach, schrieb der Staatschef am Montagabend in einem Tweet. Das russische Volk müsse die Wahrheit sehen. Bei dem Angriff am Montag wurden mindestens 13 Menschen getötet und rund 40 verletzt.

00:00 Uhr | Ticker am Dienstag, 28. Juni 2022

Guten Morgen, in unserem Ticker halten wir Sie über die aktuellen Entwicklungen im Krieg in der Ukraine auf dem aktuellen Stand. Alle wichtigen Nachrichten erscheinen im Laufe des Tages hier.

Quellen: u.a. AFP, dpa, Reuters, MDR

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 28. Juni 2022 | 06:00 Uhr

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